Die Sammlung Rolf Irle

Sammlung

Die Sammlung Rolf Irle umfasst über 3.000 Musikinstrumente aus aller Welt, darunter auf der Orgelempore einer der Schätze der Sammlung: das Instrumentarium der tibetisch-buddhistischen Klöster und Wandermönche. Die Sammlung beherbergt darüber hinaus eine umfassende Kollektion seltener Musikinstrumente aus Afrika, die von herausragendem musealen Wert sind. Weitere Schwerpunkte sind Ostasien, Indien und Hinterindien, Indonesien/Neuguinea/Philippinen, arabisch-islamischer Orient, Türkei, Sakral- und Ritualinstrumente zahlreicher Religionen und Glaubensformen. 2009 kam die Instrumentensammlung als Stiftung des Sammlers Rolf Irle an die Universität Hildesheim zum Aufbau des Center for World Music.

Die morphologische und klangliche Vielfalt der Instrumentensammlung wird über Führungen, Bildungsprojekte und bald auch Video-Clips zugänglich gemacht. Zusammen mit Forscher*innen des Projekts „Wissensspeicher Musik in der musealen Praxis - Möglichkeiten und Herausforderungen von Sammlungsmanagement und Kuratierung einer musikethnologischen Universitätssammlung“ wird die Ausstellung neu konzipiert. Mit Source Communities wie Kolleg*innen aus Ghana und Nigeria sowie Expert*innen bestimmter Fachbereiche werden einzelne Ausstellungsmodule praktisch erprobt und im Gesamtkonzept gedacht. Ausstellungsarchitekt*innen, Techniker*innen, Graphikdesigner*innen und Kolleg*innen für barrierefreie Zugänge werden punktuell zur Beratung hinzugezogen.

Rolf Irle

Der Sammler Irle war als Lehrer und Realschulkonrektor in Niedersachsen tätig. Nach seiner Anstellung am Differenzierten Mittelbau der Brenhard-Varenius-Schule in Garbsen-Berenbostel 1960-1969 wurde ihm das Amt des Konrektors an selbiger Schule bis zur Pensionierung 1994 übertragen. Am Center for World Music arbeitete Rolf Irle ehrenamtlich als Leiter der von ihm an das CWM gestifteten Sammlung Rolf Irle.

1935 geboren, begann Rolf Irle sich bereits im Alter von 20 Jahren mit den Musikinstrumenten außereuropäischer Kulturen und europäischen Volksmusikinstrumenten zu beschäftigen. Das Geschenk eines Schülers an den noch jungen Lehrer – eine große braune Okarina, eine Tongefäßflöte eines italienischen Kriegsgefangenen – war 1960 der Auslöser einer über 50 Jahre andauernden Sammeltätigkeit. Er baute eine Instrumentensammlung mit Exponaten aus vielen Kulturkreisen der Welt mit zurzeit mehr als 3.000 Instrumenten auf. Besondere Schwerpunkte sind Tibet/Nepal, Ostasien, Indien und Hinterindien, Indonesien/Neuguinea/Philippinen, Afrika, arabisch-islamischer Orient, Türkei, Sakral- und Ritualinstrumente zahlreicher Religionen und Glaubensformen.

Seit vielen Jahren macht Rolf Irle mit diesen Instrumenten interkulturelle Bildungsarbeit in Schulen aller Stufen, kirchlichen und anderen Bildungseinrichtungen, in der Lehrkräftefortbildung auf regionaler und landesweiter Ebene (NLI) sowie seit 1996 verstärkt mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit und ohne Behinderung. Seit mehreren Jahren führt Rolf Irle auf Nachfrage von Grundschulen für 3. und 4. Klassen kombinierte, mehrtätige Arbeitsprojekte durch, bei denen sowohl  seltene und außergewöhnliche Rhythmusinstrumente vorgeführt und ausprobiert, als auch einfache Instrumente selbst gebaut werden. Bei seinen Vorträgen, Präsentationen und Ausstellungen darf ein Großteil der Instrumente nicht nur in die Hand genommen, sondern auf Wunsch auch gespielt werden.

Datenblatt
Erwerbungsjahr2009 übertrug Rolf Irle die Sammlung der Stiftung Universität Hildesheim/ Center for World Music.
Sammler_in/ Stifter_in Rolf Irle
Materialart und Anzahlmehr als 3.000 Instrumente aus aller Welt
Stand der Erfassungteilerschlossen
Stand der Digitalisierungteilerschlossen
Standort der SammlungCenter for World Music. Ca. 1.000 Instrumente sind im Saal des CWM ausgestellt.
Projektmittel -----