Die Sammlung Hamid Ouamara

Musikpraxis der Berber*innen

Die Sammlung Hamid Ouamara umfasst über 1.200 CDs mit Aufzeichnungen aus Nordafrika, insbesondere Algerien - dem Herkunftsland des kabylischen Sammlers Hamid Ouamara. Ein Fokus der Sammlung liegt bei der Musikpraxis der Berber*innen. Darüber hinaus finden sich in der Sammlung Aufnahmen von portugiesischem Fado, griechischem Rembetiko, der Tuaregmusik aus Mali, baskischen Klängen auf dem Txalaparta und einiges mehr. 2012 stiftete Romana Timm, Ehefrau des verstorbenen Sammlers, die Kollektion an das Center for World Music.

Hamid Ouamara

Hamid Ouamara erwarb einen Großteil seiner Sammlung bei Aufenthalten in Paris und Marseille sowie durch persönliche Kontakte zu dort ansässigen Musiker*innen wie Idir, Souad Massi, Akli D., Karim Ziad, Rachid Taha, Takfarinas, Maurice el Medioni, Lili Boniche oder den Musiker*innen des Orchestre National de Barbes. Ein Stipendium ermöglichte dem 18-jährigen ein Bauingenieurstudium in Deutschland, anschließend absolvierte er eine Ausbildung zum Speditionskaufmann.

Nicht nur als Sammler, auch in der künstlerischen und kulturellen Praxis war Ouamara aktiv: Als Kurator arbeitete er am Masala-Weltbeatfestival in Hannover mit. Bei den One-Voice-Parties nach Konzerten legte er auf und stellte neue Musik bei Radio Flora vor.

Datenblatt

Erwerbungsjahr2012
Sammler_in/ Stifter_in Sammler: Hamid Ouamara, Stifterin: Ramona Timm
Materialart und Anzahlüberw. CDs (ca. 1.200); Schwerpunkt Nordafrika
Stand der ErfassungBefindet sich zur Zeit in der Inventarisierung, Katalogisierung seit Ende 2013
Stand der Digitalisierung-----
Standort der SammlungCenter for World Music
ProjektmittelFür die Erschließung: Präsidium der Stiftung Universität Hildesheim