28. Juni bis 30. Oktober 2026

Eine Prinzessin zu sein, war vor 500 Jahren wirklich schwer. Wie im Märchen mussten sie drei goldene Regeln befolgen:

  • Regel Nummer 1: Eine fürstliche Prinzessin war gottesfürchtig und lebte tagein tagaus nach den strengen Vorgaben der höfischen Etikette.
  • Regel Nummer 2: Eine Prinzessin heiratete nicht aus Liebe, sondern weil politische Erwägungen es erforderten. Sie war ein wichtiger Teil der Politik ihres Fürstenhauses und eine aktive Netzwerkerin.
  • Regel Nummer 3: Durch möglichst viele Söhne und Töchter sorgte eine Prinzessin für den Forstbestand ihrer Familie. Ihre Töchter wurden Bindeglieder der Freundschaft mit anderen Fürstenhäusern, ihre Söhne herrschten über Land und Leute.

Diese drei goldenen Regeln und alles, was damit zusammenhing, erlernten die Mädchen im fürstlichen Frauenzimmer. 

Das Hildesheimer Schulmuseum berichtet, wer in diesen Frauenzimmern lebte, wie der Alltag dort aussah und welche Sorgen Prinzessinnen manchmal hatten. Die Sonderausstellung „FRAUENzimmer-Geschichten“ entstand in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Schlösserverwaltung im Rahmen des Projektes „WIRKSAM. Frauennetzwerke der Hohenzollern im Spätmittelalter“.