Für eine gute Bildung lebte und studierte sie an vielen Orten.

Natalie Häpke, 1871-1923, Reifeprüfung 1907, Studium der Klassischen Philologie ab 1908 in Berlin, 1909 in München, 1909/10 in Göttingen, 1911/12 in Heidelberg, promovierte 1915 in München, Privatgelehrte.

Natalie Häpke aus Bremen war ungefähr 20 Jahre alt, als ihr Wunsch, ihre Kenntnisse der französischen und der englischen Sprache zu verbessern, sie von zu Hause fort führte. So verbrachte sie ein Jahr in Lausanne, im französischsprachigen Teil der Schweiz, und anschließend neun Monate in England. Auch in Südafrika und der Niederlande hielt sie sich einige Jahre auf und gab dort Deutschunterricht.

1908 begann Natalie Häpke ein Studium der Klassischen Philologie in Berlin. Dort blieb sie die ersten zwei Semester. Um die Lehrveranstaltungen der renommiertesten Professoren sowohl der großen als auch der kleineren Universitäten besuchen zu können, wechselte sie bereits für das dritte Semester nach München. Dort blieb die Studentin für ein halbes Jahr und besuchte anschließend die Universität in Göttingen. Nach einem Semester dort und einem weiteren Semester in Heidelberg zog es Natalie Häpke wieder nach München, wo sie 1915 zum Dr. phil. promoviert wurde mit einer Arbeit über die Reden des Volkstribunen Gaius Gracchus.