Forum Bildungsforschung

Das Forum Bildungsforschung des CeLeB steht für den fachübergreifenden Austausch und das gemeinsame Arbeiten an Themen, die Bildungsprozesse begleiten oder bestimmen. Diese Themen berühren die Forschung in allen Fächern und Disziplinen der Bildungsforschung, sie werden aber in unterschiedlicher Tiefe und mit verschiedenen methodologischen Ansätzen bearbeitet wie auch von verschiedenen theoretischen Sichtweisen motiviert.

Seit dem Sommersemester 2022 befasst sich das Forum Bildungsforschung mit Querschnittsthemen in der Lehrer*innenbildung.
 

Veranstaltungen im Wintersemester 2022/23

Flyer als Download

Diversity in Schule und Unterricht

Ein Vortrag von Prof. Dr. Viola Georgi (Abt. für Angewandte Erziehungswissenschaft der Stiftung Universität Hildesheim)

Termin: 25.01.2023 um 17:00 Uhr

Veranstaltungsort: Videokonferenz (zoom): https://eu01web.zoom.us/j/64655288049 Kenncode: 726375

Schule ist einer der zentralen Orte zur Aushandlung und Anerkennung von Diversität. Die Kultusministerkonferenz adressiert dieses bildungspolitische Anliegen in ihren Empfehlungen zur Interkulturellen Erziehung und Bildung in der Schule (2013) folgendermaßen: „Schule soll Vielfalt zugleich als Normalität und als Potenzial für alle wahrnehmen. (…) Unterrichtsmaterialien und Unterrichtspraxis sollen geprüft werden im Hinblick darauf, ob die vielschichtige, auch herkunftsbezogene Heterogenität der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt ist.“ (KMK 2013, 8) Die Schule wird damit dazu aufgefordert, einen Transformationsprozeß auf unterschiedlichen Ebenen in Gang zu setzen und zu durchlaufen. Ihr wird die Aufgabe übertragen, notwendige Anpassungsleistungen zu erbringen, damit sie den Ansprüchen von Bildungs- und Chancengerechtigkeit in der pluralen Demokratie gerecht werden kann. Der Vortrag beleuchtet dieses Spannungsfeld, stellt einschlägige empirische Untersuchungen vor und zeigt beispielhaft, wie Schule und Unterricht diversitätssensibel(er) gestaltet werden können.

Was hieße Bildung heute? Migrationspädagogische Überlegungen

Ein Vortrag von Prof. Dr. Paul Mecheril (Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Bielefeld)

Termin: 15.02.2023 um 17:00 Uhr

Veranstaltungsort: Videokonferenz (bbb): https://bbb.uni-hildesheim.de/b/sar-y0f-k7a-gae

 „Migration“ ist ein grundlegendes Kennzeichen der gesellschaftlichen Wirklichkeit. Die mit Migrationsphänomenen einhergehenden Wandlungsprozesse betreffen hierbei nicht allein spezifische gesellschaftliche Bereiche, sondern vielmehr Strukturen und Prozesse der Gesellschaft im Ganzen.  Problembeschreibungen sind hierbei charakteristisch für das Verhältnis von Pädagogik und Migration. In meinem Vortrag möchte ich zunächst diese aus migrationspädagogischer Perspektive skizzieren. Migrationspädagogik kann als Einladung zu einer Praxis des Denkens, Sprechens und Handelns verstanden werden, die versucht, Dominanzverhältnisse der Migrationsgesellschaft zu erkennen und Bedingungen zu erkunden, die es möglich machen, dass weniger Dominanz erforderlich ist. Die Frage, was es wohl hieße in der Migrationsgesellschaft gebildet zu sein, steht im Mittelpunkt meines Vortrags.