Damian Jeraj

Der Lehrer als Trainer: Auf der Basis visueller Wahrnehmung durch Fehlerkorrektur zum Erfolg

Im Schulsport geben Lehrkräfte bei einer Fehlerkorrektur wichtige Impulse für eine Bewegungsoptimierung oder Leistungsverbesserung einzelner oder mehrerer SchülerInnen. Entgegen allgemeiner Annahmen, dass ein Lehren nach technischem Leitbild veraltet sei, sind gerade im Gerätturnen eindeutige Bewegungsmerkmale zu erfüllen, wobei diese individuelle Ausprägungen enthalten können. Die Kompetenz der Lehrkraft oder des Trainers ist dabei in hohem Maße gefordert, denn es gilt die Fehler zu erkennen und zu kommunizieren, um adäquate Lösungswege anzusteuern.

Während eines Fehlerkorrekturzyklus finden sowohl Top-down-Effekte (Wissenseinfluss auf die Fehlererkennung) als auch Bottom-up-Effekte (Wahrnehmungseffekte auf die Fehlererkennung) statt. Dabei wird das bewegungsstrukturelle Modell (die Leitbildvorstellung) der Bewegung von mehreren Faktoren gebildet und beeinflusst. Es ist noch nicht erforscht, inwiefern diese Feedbackfaktoren die (visuelle) Wahrnehmung und die Entscheidung zum Feedback beeinflussen.

Ziel des Projekts ist es Lehrkräfte und TrainerInnen bei einer effektiven Fehlerkorrektur zu unterstützen, wobei sich das Projekt auf der Kontrolle von Faktoren gründet, die auf eine Wahl des bewegungsbezogenen Feedbacks Einfluss nehmen.

 

Publikationen:

Jeraj, D., Hennig, L. & Heinen, T. (2015). The Error Correction Process – A Heuristic Concept. In T. Heinen (Hrsg.) Advances in Visual Perception Research (S. 193-202). New York: Nova Science Publishers.

Jeraj, D., Veit, J., Heinen, T. & Raab, M. (2015). How do Gymnastics Coaches Provide Movement Feedback in Training? International Journal of Sport Science and Coaching, 10(6). 1015 – 1024.