vergangenheiten | vielfältig | vergegenwärtigen - Geschichte und Historisches Lernen inklusiv | Tagung vom 5. bis 7. März 2018

© J. A. Comenius (1698): Orbis sensualium pictus. Noribergae: Endter
Abb.: vergangenheiten | vielfältig | vergegenwärtigen - Geschichte und Historisches Lernen inklusiv

An den Schnittstellen von Erziehungs-, Geschichts- und Kulturwissenschaft einerseits und Fachwissenschaft und Fachdidaktik andererseits greift die Tagung Fragen historischer (Bildungs-)Forschung und historischen Lernens vor dem Hintergrund eines weiten Inklusionsverständnisses auf.

Fragen an die Vergangenheit müssen immer wieder neu gestellt und Geschichte muss von Neuem erzählt werden. Inklusion als aktuelle Reformidee und Menschenrecht verlangt nach einer weiteren Öffnung und Neujustierung der Optiken für den Blick in die Vergangenheit und für die Rekonstruktion von Geschichte. Vielfältige Vergangenheiten zu rekonstruieren und Geschichte auf vielfältige Weise zu erzählen meint nicht Beliebigkeit, sondern zum einen die Öffnung historischer (Bildungs-)Forschung für verschiedene, bislang zum Teil unterrepräsentierte Perspektiven auf Geschichte und zum anderen die Eröffnung unterschiedlicher Zugänge zum „Universum des Historischen“ im Rahmen schulischer und außerschulischer Vermittlungs- und Aneignungsprozesse.

Im Diskurs der Fachwissenschaft eröffnen Ansätze wie beispielsweise Queer History oder Disability History neue historische Fragehorizonte und in der (Fach-)Didaktik stellen sich im Hinblick auf ein inklusives Bildungssystem curriculare Fragen (zum Beispiel angesichts überholter nationalstaatlicher Meistererzählungen) und didaktische Herausforderungen hinsichtlich konkreter Bildungsangebote in Schulunterricht und Erwachsenenbildung. Auch die alltäglichen Begegnungen mit Geschichte im Rahmen von Geschichts- und Erinnerungskulturen lassen sich mit Hilfe von Begriffen wie Disability, Gender und Migration einer kritischen Reflexion unterziehen.

Die wissenschaftliche Bearbeitung dieses Feldes verlangt nach interdisziplinärem Austausch und so wird es in dieser Tagung aus Sicht der Geschichts- und Kulturwissenschaft, der Fachdidaktik (Geschichte, Sachunterricht, ...) sowie der Erziehungswissenschaft und Sonderpädagogik ausgeleuchtet.

Anmeldung und weitere Informationen

Anmeldeschluss: 26. Februar 2018
Teilnahmegebühren: Teilnehmer_innen: 90,00 €, Teilzeitmitarbeiter_innen: 60,00 €, Student_innen: 20,00 €

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Tagungsflyer
vollständiges Tagungsprogramm im Überblick

Organisation und Kontakt

Stiftung Universität Hildesheim
Arbeitsbereich Inklusion und Bildung/
Plattform Zukunft Inklusion (ZINK)

vergangenheiten(at)uni-hildesheim.de

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31141 Hildesheim

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