30 Jahre Lehrerfortbildungen: Hildesheimer Pädagogische Tage

Dienstag, 08. November 2016  / Alter: 1 Jahre

Die Universität Hildesheim war in den 1970er Jahren eine der ersten Universitäten, die „Pädagogische Tage“ angeboten hat, um Lehrerinnen und Lehrer fortzubilden und den fachlichen Austausch anzuregen. Schulen können sich seitdem in das Netzwerk einbringen und Fortbildungsangebote wahrnehmen. Auch zum 30. Jubiläum regt die Universität den Dialog über Schulentwicklung an.

Wirtschaftliches Denken fördern, Lesefreude wecken, mit Eltern zusammenarbeiten, im Labor experimentieren: An der Universität Hildesheim erhalten Lehrerinnen und Lehrer in Fortbildungen Impulse für den Schulalltag. Foto: Isa Lange/Uni Hildesheim

Die Universität Hildesheim lädt am Donnerstag, 17. November 2016, zum „Hildesheimer Pädagogischen Tag“ ein. Seit den 1970er Jahren bilden sich Lehrerinnen und Lehrer, Schulleitungen und pädagogisches Personal hier fort. Das 30. Jubiläum steht unter dem Motto „Wir machen Schule“. Die Universität Hildesheim war die erste Hochschule in Niedersachsen, die „Pädagogische Tage“ angeboten hat, um Lehrerinnen und Lehrer fortzubilden und den fachlichen Austausch anzuregen. Schulen können sich in den Dialog und das Netzwerk einbringen und Fortbildungsangebote wahrnehmen.

Zum Auftakt spricht die ehemalige pädagogische Leiterin der Helene-Lange-Schule in Wiesbaden zum Thema „Wir machen Schule“. Anschließend finden eine Talkrunde und die Fortbildungsangebote für Lehrkräfte, pädagogisches Personal, Leitungen von Schulen und angehende Lehrkräfte statt. In den Workshops geht es zum Beispiel um selbstständiges Lernen in Schullaboren, Zusammenarbeit mit Eltern, Kooperation im Lehrerkollegium, Schulentwicklung und Sprachenlernen in der Schule. Die Hildesheimer Sprachwissenschaftlerin Ulrike Bohle gibt Einblicke in Lese- und Schreibzentren für Jugendliche. Lehrerinnen der Oskar-Schindler-Gesamtschule haben gemeinsam mit dem Institut für deutsche Sprache und Literatur der Universität Hildesheim ein Lese- und Schreibzentrum aufgebaut. „Im Verlauf der Jahre sind hier einzigartige schulische Räume zur sprachlich-literarischen Entfaltung für Jugendliche entstanden“, so Bohle. Andreas Pudlat und Sanne Ziethen vom Uni-Geschichtsinstitut sprechen über Denkmäler als Erinnerungs- und Lernorte.

Die Workshops wurden gemeinsam mit Schulen entwickelt. Lehrerinnen und Lehrer der Grundschule Moritzberg stellen in einem Workshop ein Konzept zum Sprachenlernen von geflüchteten Eltern in der Schule sowie eine Schülerfirma vor. Die Grundschülerinnen und Grundschüler lernen selbst noch schreiben und rechnen, aber übernehmen bereits Verantwortung für ihre eigene Firma. Seit 2014 bereiten Achtjährige in der „Gelben Garage“ der Grundschule Moritzberg alte Fahrräder auf, reparieren und erledigen die selbstentwickelte Buchhaltung. Das Schulprojekt wird von Hubertus von Hoeren, einem ehemaligen Lehramtsstudenten der Universität Hildesheim, betrieben.

Der Fachtag an der Universität findet in Kooperation mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und unterstützt durch die Deutsche Schulakademie statt. Das ausführliche Programm ist online abrufbar. Kontakt bei Fragen zur Lehrerfortbildung: Vicky-Nicoletta Erber (Telefon 05121.883-92500, E-Mail: fortbildung@uni-hildesheim.de), Prof. Dr. Carola Iller und Benjamin E. Luft.

Hildesheimer Pädagogischer Tag 2016 an der Universität

Thema:  „Wir machen Schule. Mitdenken. Mitreden. Mitgestalten“
Wann?  Donnerstag, 17. November 2016
Wo?  Stiftung Universität Hildesheim, Universitätsplatz 1, 31141 Hildesheim

Von: Pressestelle, Isa Lange

Wirtschaftliches Denken fördern, Lesefreude wecken, mit Eltern zusammenarbeiten, im Labor experimentieren: An der Universität Hildesheim erhalten Lehrerinnen und Lehrer in Fortbildungen Impulse für den Schulalltag. Foto: Isa Lange/Uni Hildesheim