Ziel der Fallstudie ist die Analyse von Kinder- und Schulbüchern der DDR, deren vollständige Bestände in der Staatbibliothek Berlin sowie in der Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung vorhanden sind. Um einen Bestandteil für die ‚Karte‘ des kollektiven Gedächtnisses und die darin enthaltenen Mythen über Erziehung und Bildung in der DDR zu liefern, wird nach den ‚Bilderwelten‘ in Kinderliteratur und im Schulbuch gefragt. Vor dem Hintergrund der hohen Bedeutsamkeit der Lesepädagogik in der DDR sowie dem erzieherischen Auftrag von Kinder- und Schulbüchern zur Herausbildung der sozialistischen Persönlichkeit (Strewe 2006) interessiert sich die Fallstudie in erster Linie für das Wissen, das von Generation zu Generation weitergegeben werden sollte. Neben den Aspekten von Autorität, kindlicher Agency, Erziehung und Bildung stehen damit vor allem Generationen- und Geschlechterverhältnisse im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

Methodisch wird mit der Diskursanalyse nach Landwehr (Landwehr 2008) gearbeitet, die Bilder als Teile von Diskursen und Narrationen versteht und zum anderen mit bildanalytischen Verfahren im Anschluss an Panofsky, wie sie auch in die Dokumentarische Methode bei Bohnsack eingeflossen sind (Bohnsack 2011). Dafür werden die Quellen zuerst systematisiert und kategorisiert, um sie anschließend entlang der Forschungsfragen zu analysieren und auszuwerten. In einem dritten Schritt werden die Ergebnisse mit den Forschungen der Verbundprojekte in Beziehung gesetzt.

Verantwortliche Personen:

Fallstudienleitung: Prof. Dr. Meike Sophia Baader

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen: Dr. Sandra Koch und Friederike Kroschel

Die Literaturangaben sind hier zu finden.