Diversität in der außerschulischen Literaturvermittlung. Eine empirische Studie zu Projekten der Leseförderung in Deutschland

Teresa Streiß

Hildesheim: Universitätsverlag Hildesheim, 2017. - 136 S.

DOI 10.18442/685

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„Kinder brauchen Bücher“, das forderte Astrid Lindgren schon 1958. Die Welt von morgen liegt in den Händen und Köpfen derjenigen, die gerade jetzt lesen lernen. Projekte der Literaturvermittlung stehen so vor der Aufgabe, die hohen Potentiale des Mediums Buch (auch und gerade in der Arbeit mit Kindern) mit den Anforderungen einer von Diversität geprägten Gesellschaft zu verbinden.Um einen ersten Schritt in einer theoretisch fundierten Auseinandersetzung mit der Verbindung der Thematiken „Diversität“ und „Außerschulische Literaturvermittlung“ zu ermöglichen, wird in dieser Arbeit die empirische Praxis außerschulischer Literaturvermittlung beziehungsweise Leseförderung, wie sie sich im Deutschland des Jahres 2015/2016 zeigt, durch verschiedene methodische Zugänge auf ihren Umgang mit Diversitätsaspekten hin befragt.
Theoriegeleitet werden die Herausforderungen ausgearbeitet, welche gesellschaftliche Diversität an Literaturvermittlung stellt. Anschließend werden in einer explorativ-quantitativen Überblicksuntersuchung aktuelle Tendenzen im Umgang mit Diversität benannt. In einem dritten Schritt wird die konkrete Praxis dreier Leseförderprojekte untersucht und die Ebenen, auf denen Diversität in die Praxis einfließen kann, analysiert.
Zu den Ergebnissen zählt hierbei vor allem eine starke Differenz zwischen wissenschaftlicher Beschäftigung und praktischer Umsetzung sowie der Einfluss von gesellschaftlicher Diversität vor allem durch die (inhaltliche) Ausrichtung auf spezifische Zielgruppen.