Literarischer Salon im Wintersemester 2019/20

Mittwoch, 13. November 2019 um 18:00 Uhr

Der "Literarische Salon" ist eine Veranstaltungsreihe des Lese- und Schreibzentrums der Universität Hildesheim in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Hildesheim. Beginn ist um 18 Uhr in der Leselounge der Universitätsbibliothek. Der Eintritt ist frei.

 

Ausstehende Termine im Wintersemester 2019/20:

Mittwoch, 13.11.2019

Theodor Fontane: Mathilde Möhring
Dichter dran! Literarisches Gespräch zu einem Klassiker

Mathilde ist eine junge Frau mit schar-fer Beobachtungsgabe und großem Ehrgeiz. Fleißig, praktisch, gepflegt und gebildet, wenn auch nicht eigentlich hübsch, wie die Nachbarn nicht umhinkommen festzustellen. Der Untermieter Hugo Großmann wird ihr Projekt: Ihn macht sie zum Ehemann, zum Absolventen, zum Bürgermeister einer Kleinstadt. Doch dann zwingt Hugos schwache Gesundheit sie, selbst ihren Weg zu machen. Im Fontanejahr 2019 stehen mit seinem unvollendet gebliebenen Roman ein ganz besonderer Klassiker über eine starke Frau und eine Reise durch das soziale Gefüge des Bürgertums um 1900 auf dem Programm.

 

Mittwoch, 27.11.2019

Raphaela Edelbauer: Das flüssige Land
Lesung und Gespräch

Der Unfalltod ihrer Eltern führt die die Physikerin Ruth in deren Heimatort: Groß-Einland – ein unwirklicher Ort; unterhöhlt von einem geheimnisvollen Loch, das das Dorf zu verschlucken droht. In Raphaela Edelbauers Debütroman – nominiert für die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2019 – gerät aber nicht nur das Terrain, sondern auch die Zeit aus den Fugen. Alles ist im Fluss. Nichts ist fassbar, vor allem nicht die Vergangenheit. Die Suche nach Antworten führt Ruth immer weiter hinein in ein Geflecht aus scheinbaren Wahrheiten, die es wie Erdschichten abzutragen gilt. Wir freuen uns auf das Gespräch mit der Autorin.

 

Donnerstag, 12.12.2019

Norbert Gstrein: Als ich jung war
Literarisches Gespräch zu einer Neuerscheinung

Eine Lebenserzählung aus der Jugend lässt der aktuelle Roman Norbert Gstreins erwarten, und in der Tat schaut Franz überwiegend zurück. Wie wissend, das wird allerdings während des Lesens zunehmend unklarer: Ja, es gibt eigentümliche Todesfälle in seinem Umfeld, zunächst in Tirol, später in amerikanischen Bergwelten. Aber was haben sie tatsächlich mit ihm, dem Fotografen und Skilehrer, zu tun? „A lot remained to be explained.“ Dieses Zitat ist dem Roman vorangestellt, und der Autor weigert sich literarisch gewieft, die entsprechenden Lücken zu schließen. Eine spannende Leseerfahrung, meinen wir, und möchten sie teilen

 

Mittwoch, 15.01.2020

Susan Kreller: Elektrische Fische – Schneeriese
Lesung und Gespräch

Für die Klarheit, mit der Susan Kreller den Wandel und die Bedeutung einer Freundschaft beschreibt, und mit der sie von Entfremdung, der ersten Liebe und großen Enttäuschungen erzählt, ist „Schneeriese“ 2015 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet worden. Schon vor der Erscheinung ihres neuen Romans „Elektrische Fische“ hat sie uns verraten, dass Fremdheit und Liebe als Motive hier wiederkehren, aber eine ganz unterschiedliche Rolle spielen. Aus beiden Romanen wird die Autorin an diesem Abend für uns lesen und uns so Einblick in zwei ganz unterschiedliche Jugendfreundschaften und das Innenleben zweier von Veränderungen aufgewühlten Jugendlichen gewähren. Gefördert durch den DEUTSCHEN LITERATURFONDS e.V.

 

Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr in der Leselounge der Universitätsbibliothek. Der Eintritt ist frei.