Ausstellung "Selbstbildnis – Kunstgebunden Digitale Porträts und Künstlerbücher"

Dienstag, 06. Februar 2018  / Alter: 16 Tage

Ausstellung vom 06. Februar bis 09. März 2018   Die weiße Seite kann der Ort sein, an dem sich Kunst und Künstler/in manifestieren. Die Ergebnisse der Seminare „Kunstgebunden“ (Leitung: Jan Schönfelder) und „Selbstbildnisse“ (Leitung: Jacqueline Moschkau) zeigen, wie Kunst in buch-gebundener und digitaler Herstellung Formen des künstlerischen Subjekts und Objekte der künstlerischen Reflexion sein können.

„Kunstgebunden“: Bücher als Kunstwerke sind vom Künstler oder der Künstlerin gemacht oder autorisiert. Die meisten Konventionen sind dabei gesprengt worden: Buchdeckel? Text? Seiten? Eine Geschichte? Papier? Durchaus verzichtbar im Künstlerbuch; Auflage? Einzelstück? Alles möglich. Die ausgestellten Bücher setzen sich mit vielen Facetten einer kunst-gebundenen Form auseinander. Die Abfolge des Nacheinander der Seiten wird aufgehoben im Buchvorhang, das Erzählen einer Geschichte fehlt im Atlas der gleichgroßen Länder.

„Selbstbildnisse – Automedialität und Photoshop“: Die Automedialitätsforschung war der Ausgangspunkt, um den Zusammenhang von Selbstdarstellung und Selbstformung im Kontext der Gendertheorie zu durchdenken. Mit Fragen nach der Autorschaft bei Selbstbildnissen, nach Konstruktionen des Blickes in Bezug auf Geschlechterrollen und -verhältnissen sowie dem Medium, welches das Selbst sichtbar werden lässt, wurde das Thema theoretisch und praktisch erörtert.

Aufbauend auf die behandelte Theorie gestaltete jede/r ein eigenes Selbstportrait mit im Seminar erworbenen Bildbearbeitungsfähigkeiten. Hierbei beschäftigten wir uns mit Fragen nach dem eigenen Selbstbild und wie jede/r Einzelne das eigene Selbst begreift. Die ausgestellten Werke sind Einblicke, Spiegel, Darstellungen unserer selbst.

 

Abbildungen:
Links: Lea Joppich, Permanente Interpretationsreleanz, 2016

Rechts: Ali Syaaban (unsplash.com)