Universitätsbibliothek Hildesheim - Veranstaltungen 2014

10.12.2014 "Literarischer Salon": Lesung von und mit Finn-Ole Heinrich - "Maulina Schmitt"

„Die erstaunlichen Abenteuer der einzigartigen, ungewöhnlich spektakulären, grenzenlos mirakulösen Maulina Schmitt“ – so lautet der verbindende Titel des dreiteiligen Romans, mit dem Finn-Ole Heinrich in diesem Jahr auf zahlreichen Auszeichnungslisten nominiert ist. Im Mittelpunkt steht die tragische Familiengeschichte von Paulina alias Maulina, einer zügellos starken Heldin, die nicht nur die Scheidung ihrer Eltern, sondern auch die unheilbare Krankheit ihrer Mutter –   zwar oft maulend, dafür aber stets lösungsorientiert – zu verarbeiten versucht. Vielschichtige, tiefgehende und humorvolle Literatur, nicht nur für Kinder und Jugendliche."

Die Lesung beginnt um 18 Uhr in der Leselounge der Universitätsbibliothek. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Der "Literarische Salon" ist eine Veranstaltungsreihe des Instituts für deutsche Sprache und Literatur in Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Hildesheim.

26.11.2014 "Literarischer Salon": Lesung von und mit Ursula Krechel - "Landgericht"

„Angekommen, aber wo.“ Der Auftakt von „Landgericht“ führt in eine Bahnhofshalle am Bodensee, deren Zeitlosigkeit beeindruckt: ein beständiger Ankunfts- und Aufbruchsort. Zeitlos allerdings ist das Geschehen dieses mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichneten Romans nicht: Krechel erzählt die Geschichte des Richard Kornitzer, eine Rückkehr aus dem Exil in ein Land zwischen Aufbruch und Stillstand, Hoffnung und Depression. Bedrückend eng erscheint diese frühe Bundesrepublik mit ihrer vorstädtischen „Kleinteiligkeit“, bestürzend in der Sperrigkeit der Rechtsverweigerung. Der Dichte des Erzählens wollen wir im Gespräch mit der Autorin nachspüren."

Die Lesung beginnt um 18 Uhr in der Leselounge der Universitätsbibliothek. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Der "Literarische Salon" ist eine Veranstaltungsreihe des Instituts für deutsche Sprache und Literatur in Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Hildesheim.

26.11.2014 - 12.12.2014 Postkarten-Ausstellung: "Weltkrieg der Postkarten : 1914-1918"

Als beliebtes Medium der einfachen Menschen wurde die Postkarte von Anfang an zur Propaganda ausgenutzt. Man konnte sie zu einem günstigen Preis in großen Anzahlen produzieren und wegen des geringen Gewichts überall anbieten. So war es politischen und militärischen Organisationen sehr leicht möglich, ihre Ideen und Ziele einem großen Publikum bekannt zu machen und die Menschen zu beeinflussen.

Die Universitätsbibliothek Hildesheim zeigt bis zum 12. Dezember Teile einer Postkartensammlung, die das Scharnhorstgymnasium Hildesheim dankenswerterweise zur Verfügung gestellt und die auch in der Reihe "Geschichte im Postkartenbild" veröffentlicht worden sind.

Die Exponante sind chronlogisch nach geschichtsträchtigen Ereignissen des 1. Weltkriegs in der Kataloghalle der Bibliothek aufgestellt und innerhalb der Öffnungszeiten für alle Interessierten zugänglich.

18.11.2014 Lesung: Prof. Michael Kauppert & Irene Leser - "Hillarys Hand"

"Ein Foto aus dem »Situation Room« im Weißen Haus, in dem sich
am 1. Mai 2011 das nationale Sicherheitsteam der US-Regierung versammelte,
ging um die Welt. An Kommentaren zu diesem Foto fehlt es
nicht – wohl aber an wissenschaftlich begründeten Aussagen.
Das Buch versammelt ein breites Spektrum soziologischer, kunst- und
kulturwissenschaftlicher Analysen und bündelt sie in einer methodischen
Reflexion."

Michael Kauppert, Irene Leser & media artist Franz Reimer präsentieren in der Leselounge der Universitätsbibliothek „Hillarys Hand. Zur politischen Ikonografie der Gegenwart". Im Anschluss daran besteht die Möglichkeit, sich mit den Autoren und Gästen bei einem Empfang auszutauschen.

Die Veranstaltung beginnt um 18:15 Uhr, der Eintritt ist kostenlos!

12.11.2014 "Literarischer Salon": Literarisches Gespräch zu einer Neuerscheinung: "Bilder deiner großen Liebe" von Wolfgang Herrndorf

"Isa Schmidt ist wieder da und hat ihre Schuhe vergessen – Isa, das Müllhalden-Mädchen aus „Tschick“, das aus dem Nichts auftaucht, Maik und Tschick ein Stück begleitet und dabei viele Fragen hinterlässt. Wer ist diese rätselhafte Vagabundin? Woher kommt sie? Herrndorfs unvollendet gebliebener Roman „Bilder deiner großen Liebe“ erzählt von Isas Reise – wieder eine Road Novel, dieses Mal barfuß, nachdenklicher und mit dem Tagebuch als Kompass. Ein Kompass auch für den Leser, um Leerstellen und Ungereimtheiten, die dem fragmentarischen Text geblieben sind, zu füllen. Wir freuen uns, gemeinsam mit Ihnen Isas Fußspuren im Gespräch zu folgen."

Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr in der Leselounge der Universitätsbibliothek. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Der "Literarische Salon" ist eine Veranstaltungsreihe des Instituts für deutsche Sprache und Literatur in Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Hildesheim.

30.10.2014 Lesung: Prof. Gehler & Dr. Brait [u.a.]: "Grenzöffnung 1989. Innen- und Aussenperspektiven und die Folgen für Österreich"

Die Herausgeber, Prof. Michael Gehler und Dr. Andrea Brait (Univeristät Wien), präsentieren ihren Sammelband in der Kataloghalle der Bibliothek. Auch weitere Angehörige der Universität Hildesheim, Dr. Andreas Pudlat und Andreas Schimmelpfennig, haben Beiträge beigesteuert, die sie vorstellen:

"Zwanzig Beiträge analysieren die vielfältigen Folgen des Revolutionsjahres 1989, die sich für Österreich ergaben. Geschrieben von nationalen und internationalen Experten aus fünf europäischen Staaten werden politische, wirtschaftliche und diplomatische Entwicklungen beleuchtet sowie die historische Bedeutung der Grenzöffnung des Jahres 1989 – 25 Jahre danach – herausgearbeitet. Fachleute aus den Nachbarstaaten Österreichs untersuchen, wie die österreichische Politik in den Jahren 1989/90 von außen wahrgenommen wurde. Die auf Medienanalysen, Experteninterviews und klassischen Aktenstudien basierenden Texte befassen sich neben der nationalstaatlichen Ebene und jener der Europäischen Union auch mit den Folgen der Grenzöffnung im Sinne einer Innenperspektive, also für die österreichischen Bundesländer und regionalen Kontakte." (Böhlau Verlag)

Beginn der Veranstaltung ist um 18 Uhr, der Eintritt ist kostenlos. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

 

 

20.10.2014 - 07.11.2014 Fotoausstellung "100 Jahre Einsamkeit des Dolmetschers"

Die Ausstellung ist das Ergebnis einer minuziösen geschichtlichen Rekonstruktion und Forschungsarbeit, welche von Studierenden des Departamento de Traducción e Interpretación der Universidad de Salamanca (Spanien) durchgeführt wurde. Die Leitung lag bei den Professoren dieses Instituts, Prof. Jesús Baigorri und Prof. Icíar Alonso, beide gleichzeitig Gründungsmitglieder der internationalen Forschungsgruppe Alfaqueque, mit der das Institut für Übersetzungswissenschaft und Fachkommunikation der Universität Hildesheim seit einigen Jahren eng zusammenarbeitet.

Nachdem die Ausstellung bereits in mehreren europäischen Universitäten (Bologna, Gray, Antwerpen, Granada....) und Institutionen (EU-Kommission in Brüssel) gezeigt wurde, hat nun das Hildesheimer Publikum Gelegenheit, Einblick in einen Ausschnitt dieser faszinierenden Arbeit der Sprachmittler zu bekommen und sich anhand der hier gezeigten Bilderauswahl bedeutsame geschichtsträchtige Momente aus dieser „100jährigen Einsamkeit des Dolmetschers“ in Erinnerung zu rufen. Sinn und Zweck dieser Ausstellung ist es, insbesondere die Präsenz der Dolmetscher und ihres Umfelds sichtbar zu machen und sie aus der oftmals undankbaren Unsichtbarkeit ihrer Tätigkeit herauszuholen. Die Photographien sollen bedeutsame geschichtliche Ereignisse rekonstruieren und nachvollziehbar machen. In diesem Sinne will die Ausstellung über die eigentlichen politischen Ereignisse hinausgehen, in denen der Dolmetscher tätig war. Es geht sowohl um die Wiedergewinnung der Erinnerung als auch um die Aufarbeitung unserer Vergangenheit und jüngsten Gegenwart, unserer eigenen gelebten Geschichte. Wir wollen dazu anregen, den Blick kritisch auf die hier gezeigten Photographien zu richten und diese als wichtige, aber auch punktuelle geschichtliche Dokumente wahrzunehmen, die weder in ihrer Entstehungsphase noch in ihrer späteren Interpretation als wertneutral zu sehen sind.

Die Texte wurden von Studierenden der Universität Salamanca verfasst und von Studierenden des Moduls "Übersetzen für Gesellschaft und Kultur" (WS 2013/14) aus dem Spanischen übersetzt. Das Projekt wurde von Michaela König, MA, Aloisia Koppin und Dr. Reingard Schwarz betreut.

1908 Ellis Island, New York
1916 Alliierten-Konferenz, Paris
2012 Al-Faschir, Darfur

10.07.2014 "Literarischer Salon": Lesung von und mit Daniela Danz

„V.“ wurde geschrieben, um die „Begriffe beweglich zu halten“ wie Danz formuliert. „V“ „das sind die Dörfer die im Schlaf / über mich kriechen mit schweren Sockeln / der Kirchen und bellenden Hunden“. „V“, das ist das principium, in dem in Kurzprosa eine längst vergangene Zivilisation gezeichnet wird; ist patria, das Vaterland als Versuchsanordnung; ist aber auch limen, der Anfang, die Türschwelle in das eigene, gegenwärtige Haus, das im Gespräch mit einer Dohle entsteht. Realismus und Verdichtung, politische Reflexion und Ästhetik sind keine Gegensätze in den Texten der Autorin, auf deren Lesung wir uns ganz besonders freuen."

Der "Literarische Salon" ist eine Veranstaltungsreihe des Instituts für deutsche Sprache und Literatur in Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Hildesheim.

25.06.2014 "Literarischer Salon": Literarisches Gespräch zu einem Klassiker

"Im Mittelpunkt des autobiografisch gefärbten Briefromans Die Leiden des jungen Werthers (1774) steht ein hochsensibler junger Mann, den eine unerfüllte Liebe in den Selbstmord treibt. Goethes Buch wurde seinerzeit zum ersten Bestseller der deutschen Literatur, ja sogar zu einem Welterfolg. Der Roman traf den Nerv seiner Zeit. Und 2014? Kann man Werther als verkitschten Sozialromantiker, als infantilen, unter Realitätsverlust leidenden Adoleszenten oder gar als einen bipolar Gestörten sehen? Trifft er auch heute noch einen Nerv? Genug Stoff für ein anregendes literarisches Gespräch über diesen Klassiker."

Der "Literarische Salon" ist eine Veranstaltungsreihe des Instituts für deutsche Sprache und Literatur in Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Hildesheim.

03.06.2014 "Literarischer Salon": Lesung von und mit Maja Haderlap

Im Rahmen des "Literarischen Salons" wird die Autorin Maja Haderlap aus ihrem Roman "Engel des Vergessens" lesen. Die Lesung beginnt um 18 Uhr in der Leselounge der Bibliothek. Viel Spaß!

Großmutter, Eltern, der Stall, die schwarze Küche, die Speisekammer und der Dachboden, das sind die Koordinaten der Kindheit, die Maja Haderlap heraufbeschwört. Ein Mädchen wächst heran im slowenischen Kärnten. Schon auf den ersten Seiten wird angedeutet, wie die Erinnerungen an das Partisanen- und Lager(über-)leben diese Kindheit von Anfang an bestimmen. Allmählich wächst die Ich-Erzählerin aus der sinnlichen Großmutter-Kindheitswelt nicht nur durch Abgrenzung, sondern auch durch Verstehen heraus. Es ist auch eine Sprachfindungsgeschichte, die uns Maja Haderlap erzählt und deren Spuren wir im Gespräch mit ihr verfolgen können.

Der "Literarische Salon" ist eine Veranstaltungsreihe des Instituts für deutsche Sprache und Literatur in Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Hildesheim.

02.06.2014 - 05.07.2014 Ausstellung: "30 Years English Drama Group"

In den kommenden Wochen sehen Sie in der Kataloghalle der Bibliothek Ausstellungesstücke, die die Geschichte der "English Drama Group" an unserer Universität näherbringen: Flyer, Kostüme, Texthefte u.v.m.

Das 30jährige Bestehen der English Drama Group wird an der Universität mit dem Stück <Oh what a lovely war / Theater-Projekt-Leiterin Joan Littlewood, geb. 1914> gefeiert. Die Ausstellung verfolgt das Ziel, das Wirken des Ensembles an der Universität als Begegnungsstätte internationaler Universitätsangehöriger mit langer Tradition und als Spiel-Raum für kulturelles Engagement zu würdigen. Unter dem Motto „Völkerverständigung“, mit besonderem Blick auf die deutsch-britische Freundschaft präsentiert die Ausstellung (2.6.-5.7.) Exponate aus ihrem
langjährigem Engagement in- und außerhalb der Hochschule.

28.05.2014 Lesung: Prof. Gehler - "Europa - von der Utopie zur Realität"

Herr Prof. Michael Gehler wird am kommenden Mittwoch (28. Mai) sein Buch "Europa - von der Utopie zur Realität" vorstellen. Besonders vor dem Hintergrund der diesjährigen Europa-Wahlen stellt diese Veranstaltung ein ergiebiges Thema dar. Die Lesung findet in der Kataloghalle der Bibliothek statt.
Wir laden alle Interessierten herzlich zu dieser Veranstaltung ein. Beginn ist um 17:30 Uhr, der Eintritt ist kostenlos.

21.05.2014 Vortrag: Prof. Silvio Vietta: "Heidegger - Kulturkritik und neueste Debatten"

Am kommenden Mittwoch wird Prof. Silvio Vietta in der Universitätsbibliothek seinen Vortrag "Heidegger - Kulturkritik und neueste Debatten" halten. Er wird dort über seine persönlichen Erinnerungen an Martin Heidegger und Zeitgenossen wie Adorno berichten. Auch die kontrovers diskutierten "schwarzen Hefte" - Notizbücher, die der Philosoph führte - spricht Prof. Vietta in seinem Vortrag an.


07.05.2014 "Literarischer Salon": Lesung von und mit Aygen-Sibel Çelik

Am Mittwoch (7. Mai) beginnt die erste Veranstaltung des "Literarischen Salons":

Aygen-Sibel Çelik liest aus ihrem Roman "Seidenweg". Sie sehen und hören die Autorin um 18 Uhr in der Leselounge unserer Bibliothek. Aygen-Sibel Çelik behandelt in ihrem Buch das immer noch aktuelle Thema Migration, Integration und Akzeptanz und nimmt sich im Anschluss Zeit für Fragen.

Der "Literarische Salon" ist eine Veranstaltungsreihe des Instituts für deutsche Sprache und Literatur in Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Hildesheim.

05.05.2014 - 30.05.2014 Ausstellung: "Frauen in Naturwissenschaft und Technik"

Ab dem 5. Mai sehen Sie in der Universitätsbibliothek Hildesheim eine Posterausstellung über einflussreiche und bekannte Wissenschaftlerinnen der vergangenen vier Jahrhunderte. Die Ausstellung läuft bis zum 30. Mai und wird von einem Rahmenprogramm begleitet. 

Sie sind herzlich eingeladen, dem Auftakt der Veranstaltung beizuwohnen: Zur Ausstellungseröffnung um 17 Uhr hält Frau Veronika Oechtering (Universität Bremen) einen Vortrag zum Thema „Frauen in Naturwissenschaft und Technik: gestern – heute – morgen“. Im Anschluss gibt es einen Empfang und eine erste Führung durch die Ausstellung.

Wir freuen uns auf Ihr Erscheinen! 

05.02.2014 Ausstellung: "Buchprojekte: Künstlerbücher und Multiples"

Am Mittwoch (5. Februar) stellen Studierende des Instituts für Bildende Kunst und Kunstwissenschaft ihre Umsetzung der Lehrveranstaltung "Buchprojekte" im Rahmen einer Ausstellung der Universitätsbibliothek vor. Die offizielle Eröffnung beginnt um 15 Uhr. In der Kataloghalle Bibliothek können Sie sich die Exponate bis zum 6. März ansehen.

Buchprojekte umfassen künstlerische Arbeiten mit und in Büchern. "Klassische" originalgrafische Künstlerbücher finden genauso ihren Platz wie Buchobjekte, Unikate und Multiples. Das Buch ist Gegenstand der Untersuchung in ortsspezifischen Arbeiten oder Mittel privater Aufzeichnungen, Symbol der Kultur und scheinbar veralteter Träger von Informationen. In der Verbindung von Text und Bild, als Struktur und Symbol haben Studierende theoretisch und praktisch in einem breiten Spektrum zum Thema Künstlerbücher gearbeitet und präsentieren ihre Ergebnisse.

Seminarleitung:
Jan Schönfelder

Studierende:
Sarah Baum, Lea Beiermann, Alina Bohlen, Lina Roxane Czapla, Nina Diel, Marleen Gasche, Franziska Harnisch, Katja Hemkentokrax, Elena Herbst, Jule Holst, Lara Huesmann, Katharina Laage, Andre Ley, Annette Leyendecker, Uta Meyer, Hien Anh Nguyen, Andrea Maria Popelka, Christian Schattat, Johanna Tabea Schleihahn, Jana Sophie Shikhman, Cathleen Tischoff, Ricarda Wolf     

03.02.2014 Lesung: Prof. Michael Corsten [u.a.]: Was bewegt Deutschland?

Montag, 03.02.2014, um 17:00 Uhr in der Universitätsbibliothek

"Was Deutschland bewegt, das sind Krisen und Innovationen, das sind wirtschaftliche Entwicklungen und Regierugsprogramme, und das sind Medienereignisse und Katastrophen. Was aber treibt und Deutsche wirklich an, wovon werden wir berührt? Was beeinflusst unsere Lebensführung? Wie reagieren wir auf gesellschaftliche Umbrüche? Was tut sich dazu in Ost und West? Worin bestehen weiterhin soziale Differenzen? Zur Beantwortung dieser Frage beschreitet die Studie neue Wege. Gestüzt auf die theoretische Metapher der sozialmoralischen Landkarten versucht sie die Lebensorientierungen und biographischen Entwicklungen von engagierten und distanzierten Bürgern in Deutschland."

Wir freuen uns auf eine spannende Lesung. Alle interessierten Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist natürlich kostenlos.

Es lesen die Autoren

Dr. Michael Beetz

Prof. Dr. Michael Corsten

Prof. Dr. Hartmut Rosa

Torsten Winkler

"Literarischer Salon" am 22.01.2014: Literarisches Gespräch zu Hermann Hesses „Unterm Rad"“

Termin: Mittwoch, 22. Januar, um 18 Uhr in der Leselounge der Universitätsbibliothek

Als letzten Termin der Reihe "Literarischer Salon" steht ein Besprechung des Klassikers "Unterm Rad" von Hermann Hesse an. Die Kollegen/innen des Instituts für deutsche Sprache und Literatur haben folgende, Zusammenfassung des Werkes geschrieben, die wir her gerne zitieren möchten:

„Der Mensch, wie ihn die Natur erschafft […] ist wie ein Urwald ohne Weg und Ordnung. Und wie ein Urwald gelichtet und gereinigt und gewaltsam eingeschränkt werden muß, so muß die Schule den natürlichen Menschen zerbrechen, besiegen und gewaltsam einschränken“, heißt es höhnisch in Unterm Rad (1906), mit dem Hesse sich seine Erlebnisse im Maulbronner Klosterseminar von der Seele schrieb. Der Roman wurde der bedeutendste der um 1900 sehr beliebten ‚Schulromane‘, in deren Mittelpunkt der sensible, an der Erziehungstyrannei zer- brechende Schüler stand. Die Anklage geht gegen unnachsichtige Lehrer, patriarchale Väter und bürgerliche Pflichtethik. Und die psychologischen Einsichten in das Denken und Fühlen eines begabten, mit totem Wissen vollgestopften Schülers erscheinen erschreckend aktuell, allemal ein Gespräch wert."

Wir wünschen euch viel Vergnügen und freuen uns auf euch!

 

Der "Literarische Salon" ist eine Veranstaltungsreihe des Instituts für deutsche Sprache und Literatur in Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Hildesheim.

 

 

15.01.2014 Lesung: Juliane Jacobi: "Mädchen- und Frauenbildung in Europa von 1500 bis zur Gegenwart"

Am 15. 1. 2014 stellt Juliane Jacobi ihr Buch in der Leselounge der Universitätsbibliothek Hildesheim vor, die Veranstaltung wird von Professorin Meike Sophia Baader moderiert und von Dr. Ewald Brahms eröffnet. Sie beginnt um 18 Uhr. Interessierte sind herzlich eingeladen!

Mädchen- und Frauenbildung in Europa von 1500 bis zur Gegenwart

Welchen Idealen, Orientierungen und Konzepten folgte die Bildung von Mädchen und Frauen in Europa? Wie stellte sich dies in Einrichtungen, Lehrplänen und Methoden dar? Welche Unterschiede wurden bezüglich der sozialen Herkunft gemacht? Welche Wege waren für die Mädchen aus dem einfachen Volk und welche für die höheren Töchter vorgesehen? Wie entwickelte sich im 19. und 20. Jahrhundert eine stark nach Geschlechtern segregierte Berufsbildung, die typische Frauenberufe hervorbrachte? Wann wurden Frauen zum Abitur zugelassen und wie gestalteten sich die Auseinandersetzungen um die akademische Bildung sowie um den Zugang zur Universität? Diese und andere Fragen untersucht die Bildungshistorikerin Juliane Jacobi in einer vergleichenden europäischen Perspektive mit Blick auf Deutschland, Frankreich, England und Seitenblicken auf Süd- und Osteuropa, die Niederlande und Skandinavien. Vor diesem Hintergrund diskutiert sie dann die Frage, ob Deutschland eine verspätete Nation sei. Sowohl die vergleichende Perspektive als auch die zusammenhängende Darstellung schließen eine Lücke in der bisherigen Bildungsgeschichtsschreibung, die die Mädchen- und Frauenbildung bislang äußerst marginal behandelt hat.

08.01.2014 "Literarischer Salon": Lesung von und mit Felicitas Hoppe

Mittwoch, 8. Januar, um 18 Uhr in der Leselounge der Universitätsbibliothek

Die Georg-Büchner-Preisträgerin des Jahres 2012 wird Anfang des neuen Jahres zu uns nach Hildesheim kommen. Wir freuen uns auf eine spannende Lesung von und mit Felicitas Hoppe!

Auch wir haben bei der Beschreibung unseres Gastes mit dem Georg-Büchner-Preis begonnen. Dabei bieten sich beim Blick auf ihr Leben und Werk genügend andere Anknüpfungspunkte an:  

Sprachtalent, Containerschiff, Pinocchio und Wayne Gretzky einerseits sowie Aufenthalte und Lehraufträge im In- und Ausland, ein umfangreiches Gesamtwerk, das in mehrere Sprachen übersetzt wird, und diverse hochklassige Auszeichnungen andererseits.

Mittlerweile sind ihrem Erstlingswerk aus dem Jahr 1991 weitere Titel gefolgt,  ihre Bücher (Romane, Kinder- und Jugendbücher, Erzählbände) sind so begehrt, dass die DW Akademie sie „zu einer der wichtigsten deutschen Schriftstellerinnen ihrer Generation“ zählt. Ein liebevolles Porträt über die Autorin hat Felicitas  von Lovenberg in der FAZ geschrieben. Ihr letztes Buch, das ihren Namen trägt, wurde viel gelobt und beachtet –nicht nur weil es „hochintelligent“ und „immer wieder sehr komisch“ ist, sondern auch wegen der Gattung des Buches, in der es daher kommt.

Was also erwartet uns? Eine spannende Autorin, „eine Parodie auf biografische Literaturinterpretationen“ und hoffentlich ein neugieriges Publikum. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Der "Literarische Salon" ist eine Veranstaltungsreihe des Instituts für deutsche Sprache und Literatur in Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Hildesheim.