Universitätsbibliothek Hildesheim - Veranstaltungen 2010

Literarischer Salon - Donnerstag, 9. Dezember 2010

Ort: Leselounge der Universitätsbibliothek. Beginn: 18:00 Uhr
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Ilma Rakusa: "Mehr Meer. Erinnerungspassagen"
Literarisches Gespräch zu einer Neuerscheinung.

"Die Einnerung verfährt nach eigenen Gesetzen. Ob Menschen oder Plätze, Fehler oder Freuden im Gedächtnis haften bleiben, lässt sich kaum steuern. Wie wenig das Ich Herr im Hause ist, kann jeder ganz ohne Psychoanalyse an sich selbst erfahren: Er muss nur das eigene Leben zum Gegenstand des Erzählens machen. Was ihm da entgegentritt, das ist er selbst in Form eines Überraschungspakets. Ilma Rakusa, Schritstellerin und Übersetzerin, hat in ihren “Erinnerungspassagen” in Form gebracht, was von mehr als 60 Jahren Reisen, Wandern und Heimatsuche im Gedächtnis geblieben ist. Dass Ilma Rakusa auch Lyrik schreibt, merkt man den Sätzen auf’s glücklichste an. Die Stimmung ist das Material ihrer Erinnerung, herbeigezaubert durch Worte, Gerüche und Bilder. Wer Sinn für diese sanfte Art der Verführung hat, kann mit ihren Passagen durch Gegenwart und Vergangenheit eine süd-östliche Weltreise machen." SPIEGEL/ONLINE

Ilma Rakusa
Mehr Meer
Erinnerungspassagen
Droschl Verlag, Graz 2009
ISBN-10 3854207603
ISBN-13 9783854207603
Kartoniert, 321 Seiten, 23,00 EUR 

Der "Literarische Salon" ist eine Veranstaltungsreihe des Lese- und Schreibzentrums.

Programm WS 2010/2011 (PDF)

"Verlorene Leben" - Tagung vom 3. - 4. Dezember 2010 in der Universitätsbibliothek Hildesheim

Öffentliche Veranstaltung mit freiem Eintritt

Download Einladungs-Flyer (PDF)

"Gerade in Niederösterreich - als Teil der sowjetischen Besatzungszone - gerieten Frauen zum Ende des Zweiten Weltkrieges und noch weiter bis zum Ende der Besatzungszeit nicht selten wegen Spionageverdachtes und vermutlichen anderen 'Vergehen' in die Mühlen der Gerichtsbarkeit der kommunistischen Regime.
(...)
Die Tagung widmet sich vor allem den Frauen aus Österreich, die als Opfer des stalinistischen Systems ihr Leben lassen mussten oder die besten Jahre ihres Lebens in Gefängnissen oder Lagern verbrachten. Wie gerieten sie in die Mühlen des sowjetischen Systems, welcher Taten wurden sie beschuldigt, gab es dahinter ein System oder war es reine Willkür, usw. - Fragen, die im Rahmen der Tagung mit den teilnehmenden ExpertInnen erörtert werden."
(Quelle)

Links zum Thema:
http://www.gulag-frauen.at/

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1. Tag / 3. Dezember 2010

14:00
Univ.-Prof. Dr. Michael Gehler (Universität Hildesheim)
Begrüßung und Einführung zum Thema: Das Verhältnis Russland-Deutschland im 20. Jahrhundert
14:30
a.o.Univ.-Prof. Dr. Anita Prettenthaler-Ziegerhofer (Universität Graz)
Entweder sich dem Bolschewismus zu unterwerfen – oder ihn abzuwehren!
Coudenhoves Paneuropa als Speerspitze gegen den Bolschewismus/Kommunismus
14:45
Dr. Barbara Stelzl-Marx (Ludwig Boltzmann-Institut Graz)
Das Verhältnis (Sowjet-)Russland-Österreich im 20. Jahrhundert, unter besonderer Berücksichtigung
des Genderaspekts
15:15 - 15:30 Kaffeepause
15:30
Dr. Bogdan Musial (Warschau)
Der Hitler-Stalin-Krieg und seine Auswirkungen auf die Zivilgesellschaft
16:00
PaedDr. Josef Velfl/Ulrich Haag (Gedenkstätte Vojna/Pribram)
„Uran für den Frieden“ – Vojna bei Pribram. Zwangsarbeit und Straflager in der Tschechoslowakei nach 1948
16:30
Filmpräsentation “Verlorene Leben - Österreicherinnen im sowjetischen Gulag”. Mit zahlreichen noch nicht gezeigten Bildern des Gulag-Museums in Perm 36 und anschließender Diskussion der Nachmittagsreferate sowie des Films mit Mag.a. Anita Lackenberger
18:00
Eröffnung der Ausstellung in der Universitätsbibliothek
Einführungsworte Mag.a. Anita Lackenberger

2. Tag / 4. Dezember 2010

9:00
Dr. Isabella Ackerl (Wien)
Strategien des Überlebens: Häftlingsgesellschaften im GULAG am Beispiel des Schicksals der Angelina Rohr
9:30
Irina S. Ostrovskaya
Frauen, die besonderen Opfer Stalins – warum schwiegen sie? Ein Erlebnis und Erfahrungsbericht
10:00
Tatyana Kursina (Geschäftsführende Direktorin Perm 36)
Vorstellung des Gulag-Museums Perm-36, Gedenkstätte der Geschichte politischer Repression
10:30 - 10:45 Kaffeepause
10:55

Mag.a. Klara Pinerova (Prag)
Frauen als Opfer in der Tschechoslowakei nach 1945
11:15
Prof. Ingeborg Schödl (Wien)
Margarethe Ottilinger – ein österreichisches Frauenschicksal
11:45 - 12:15
Dr. Barbara Stelzl-Marx (Ludwig-Boltzmann Institut Graz)
„Die Honigfalle“: Spionage, Liebesbeziehungen und Verurteilungen in der sowjetischen Besatzungszone Österreichs

Anschließend Diskussion

Abschließende Worte
Univ.-Prof. Dr. Michael Gehler

Hans Mommsen – Lesung aus seinem neuen Buch "Zur Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert. Demokratie, Diktatur, Widerstand"

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Decius, Hildesheim und dem Institut für Geschichte

Hans Mommsen, der große deutsche Zeithistoriker, zieht eine eindrucksvolle Bilanz seines Arbeitsschwerpunkts, der deutschen Geschichte zwischen 1918 und 1945. Prägnant und mit differenziertem Urteil analysiert Mommsen Schlüsselmomente des Übergangs von der Weimarer Republik zum "Dritten Reich", Hitlers Aufstieg zur Macht, der Krise des "Dritten Reiches" sowie Formen des Widerstands gegen den Nationalsozialismus.

Hans Mommsen, geboren 1930 in Marburg, war von 1968 bis zu seiner Emeritierung 1996 ordentlicher Professor für Neuere Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Forschungsaufenthalte führten ihn nach Princeton, Harvard, Berkeley, Jerusalem und Washington D.C. 1998 wurde Hans Mommsen mit dem Carl-von-Ossietzky-Preis für Geschichte und Politik ausgezeichnet.

Mehr zum Buch beim Verlag (mit Leseprobe) ...

5. November 2010 - Festakt anlässlich des 85. Geburtstags von Professor Dr. h.c. Hilmar Hoffmann

Professor Dr. h.c. Hilmar Hoffmann ist seit 1999 Ehrendoktor der Universität Hildesheim. Er war Direktor der Volkshochschule Oberhausen, Begründer der Internationalen Kurzfilmtage, von 1970 bis 1990 Kulturdezernent der Stadt Frankfurt a. M., Präsident der Stiftung Lesen und des Goethe-Institutes. Er ist einer der profiliertesten Kulturpolitiker in Deutschland und hat mit seinen Schriften zum kulturpolitischen Diskurs wesentliche Beiträge geliefert.
Am 25.08.2010 wurde Hilmar Hoffmann 85 Jahre alt und die Oberbürgermeisterin der Mainmetropole ehrte ihn mit einem Empfang und Bundesaußenminister a. D. Hans-Dietrich Genscher mit einer Laudatio.
Das Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim hat ihm eine Ausstellung seiner 50 Bücher und eine Festschrift mit 25 Beiträgen zur Konzeption "Kultur für alle" zugedacht. Der Präsident der Stiftung Universität Hildesheim und der Dekan des Fachbereichs 2 laden ein zu einem Festakt am 5. November 2010 um 12:00 Uhr in die Universitätsbibliothek.

Die Ausstellung „Hilmar Hoffmann in 50 Bänden“ präsentiert die Fülle an Publikationen, die der bedeutende Kulturpolitiker seit den 1960er Jahren geschrieben und herausgegeben hat. Neben einem seiner wichtigsten Werke „Kultur für alle“ finden sich auch Publikationen mit Exkurs in die Filmwissenschaft und eine intensive Auseinandersetzung mit der Stadt Frankfurt am Main, dem Zentrum seines Schaffens. Einige Auszüge aus dem handgeschriebenen Manuskript des neuesten, noch nicht veröffentlichten Buches „Frankfurts Oberbürgermeister seit 1945“ geben Einblicke in seine neueste Produktion.

Das am 5. November erscheinende Buch „Kulturelle Bildung braucht Kulturpolitik. Hilmar Hoffmanns Kultur für alle reloaded“, herausgegeben von Prof. Dr. Wolfgang Schneider vom Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim, wird ebenfalls im Rahmen der Ausstellung einsehbar sein.

3. November 2010: Literarischer Salon

"Das Streichelinstitut" Lesung und Gespräch mit Clemens Berger "Es geht in Bergers Roman um die Entwirrung von Gefühlen angesichts einer inflationären Lebenshilfepraxis in einer Gesellschaft, die alle Beziehungen ökonomisiert. Die Trennung zwischen Privatsphäre und Arbeit, zwischen den Geschlechtern, alles gerät ins Wanken, und Sebastian bzw. Severin weiß nicht mehr, wo ihm der Kopf steht ..."
Matthias Reichelt, Junge Welt, 18.3.2010

Mehr zum Buch ...

Buchpräsentation und Lesung

Am Mittwoch, 27. Oktober 2010, um 19:00 Uhr präsentiert Prof. Dr. Gehler, Leiter des Instituts für Geschichte, in der Universitätsbibliothek sein neues Buch „Deutschland: von der Teilung zur Einigung. 1945 bis heute“.

Der Band leistet eine Gesamtgeschichte der drei deutschen Republiken, der alten Bundesrepublik Deutschland, der DDR sowie der Berliner Republik von der Einigung bis zur Gegenwart. Dabei werden innen- und außenpolitische, sowie gesellschafts- und wirtschaftsgeschichtliche Aspekte vergleichend behandelt.

Entstanden ist dabei weder nur eine Erfolgs- und Siegergeschichte der BRD, noch eine reine Misserfolgs- und Verlierergeschichte der DDR. Dem Autor gelingt es, die verschiedenen Perspektiven zu einer integrativen und gut lesbaren deutschen Nachkriegsgeschichte zu vereinen.

Michael Gehler ist Inhaber des Jean Monnet Chair für Vergleichende europäische Zeitgeschichte und die Geschichte der europäischen Integration, Leiter des Instituts für Geschichte der Stiftung Universität Hildesheim und beschäftigt sich mit deutscher, österreichischer und europäischer Geschichte im 19. und 20 Jahrhundert sowie den internationalen Beziehungen nach 1945.

21. September 2010: "Hier bin ich Mensch - hier kann ich‘s feiern"

Das Literaturfest Niedersachsen lässt Kulturgeschichtler Michael Maurer und Synchronstimme Suzanne Vogdt in der Hildesheimer Unibibliothek die Kulturgeschichte des Feierns erkunden.

Hier wird über Büchern gebrütet, hier rauchen die Studentenköpfe. In der Universitätsbibliothek in Hildesheim lagert jede Menge Wissen - und meistens ist es nicht
ganz anstrengungslos, sich dies in langen Lesesitzungen einzuverleiben. Das Literaturfest Niedersachsen macht jetzt auf spielerische Weise klar: Es geht auch anders. Passend zu seinem diesjährigen Schwerpunkt, den Fest- und Feier-Geschichten, präsentiert es hier eine Lesung der informativsten und unterhaltsamsten Art.
 
Kulturgeschichtler und Fest-Forscher Michael Maurer beleuchtet auf sachkundige Weise, was das Feiern für den Menschen eigentlich bedeutet, besichtigt die unterschiedlichsten Epochen und Kulturen, durchforstet Sitten und Gebräuche, Riten und Kulthandlungen, mit denen der Mensch sich den wesentlichen Ereignissen in seinem Dasein stellt: Geburt und Volljährigkeit, hohes Alter und Tod. Dabei holt er Erstaunliches aus den Archiven der Kulturgeschichte zu einem anschaulichen Reigen, bei dem er von einer Schauspielerin mit ganz besonders bekannter Stimme unterstützt wird. Suzanne Vogdt synchronisiert schließlich verschiedene Serienstars aus „Desperate Housewives“, „Gilmore Girls“ oder „24“. Besonders häufig hört man sie als Sprecherin von Dokumentationen, wie „Naturnah“ für den
NDR oder „37 Grad“ Reportagen für das ZDF. Gemeinsam laden sie zu einer Wissensparty, die den Kopf freimacht und zugleich aufs Schönste stimuliert.
 
Es ist eben ein ganz besonderes Jahr für die VGH-Stiftung, schließlich feiert sie 2010 ihr 10-jähriges Bestehen. Und so versteht es sich auch von selbst, dass sie das Literaturfest Niedersachsen, das sie nun zum fünften Mal veranstaltet, dazu anhält, den eigenen Namen in festlichster Weise Wirklichkeit werden zu lassen. Die rund 30 Veranstaltungen, die vom 9. bis zum 26. September im ganzen Bundesland stattfinden, widmen sich den großen Jubilaren, den Hochzeits- und Geburtstagsfesten, den rauschenden Partys der 20er Jahre, laden zu Barocken Banketten, zum Bier- und Schlachtfest, zur Familienzusammenführung und zum Disko-Fever. Hierfür stehen wie immer ausgewählte Orte zur Verfügung: Das phaeno in Wolfsburg ebenso wie die Galerie Herrenhausen oder der Museumsbauernhof Wennerstorf. Hier treten Schriftsteller, Musiker, Schauspieler und Sprecher auf - Clemens Meyer und Anna Thalbach, Tilman Rammstedt und Denis Scheck, Tanja Dückers und Heikko Deutschmann - und sie alle entfesseln gemeinsam das große Fest der Literatur.

Weitere Informationen: www.literaturfest-niedersachsen.de

Prof. Dr. Michael Maurer, 1954 in Tenneborn im Schwarzwald geboren, studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie in Tübingen und an der University of London und ist seit 1997 Professor für Kulturgeschichte am Institut Volkskunde/ Kulturgeschichte am Historischen Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Seit 2001 ist er zudem Leiter des Teilprojekts „Zeitkultur: Feste und Feiern“ im Sonderforschungsbereich „Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800“. Von 2006 bis 2008 war er Präsident der „International Herder Society“.

Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen als Herausgeber zählen: „Ich bin mehr Herz als Kopf. Sophie von La Roche - ein Lebensbild in Briefen“ (1983). „Das Fest. Beiträge zu einer Systematik und Theorie“ (2008) sowie „Festkulturen im Vergleich. Inszenierungen des Religiösen und Politischen“ (2010).

Suzanne Vogdt ist seit 1991 Sprecherin. Neben Synchron und Werbung spricht sie vor allem Dokumentarformate wie Naturnah, für den NDR, Metropolis und GEO Reisemagazine für ARTE, 37° Reportagen fürs ZDF, Unsere Gartenparadiese für den RBB, Zu Haus im Glück, für RTL2, Wissenshunger für VOX und Kurzschluß – Kurzfilmmagazine, für ARTE. Die 5 teilige Arte-Dokumentarserie Starke Herzen von Wilma Pradetto wurde für den GRIMME PREIS nominiert.

Als Synchronsprecherin hat sie unter anderem Serienrollen in „Desperate Housewives“, „Sex and the City“, „Cold Case“, „24“, „CSI Miami“, und „Gilmore Girls“ gesprochen. Als Schauspielerin war sie am Berliner Ensemble, am Schillertheater, und an der Freien Volksbühne in Berlin.  Im Film hat sie in Kino und TV gespielt, darunter „Alles auf Zucker“, „Tatort“, „Liebeskind“, „Unser Charly“, „Fickende Fische“ und „Neon Eyes“.

"Die schönsten deutschen Bücher 2009"

Ausstellung vom 13. Juli 2010 - 13. August 2010 in der Universitätsbibliothek

Wie in den vergangenen Jahren ist die Wanderausstellung der Stiftung Buchkunst auch 2010 für vier Wochen in der Universitätsbibliothek zu sehen.

1035 Bücher von 440 Einsendern nahmen 2009 am Wettbewerb der Stiftung Buchkunst in Frankfurt/Main teil. 47 Bücher erhielten eine Prämiierung, 17 Bücher eine Anerkennung und wurden somit in die diesjährige Auswahl aufgenommen. Die Auswahl der Jury orientiert sich an den Kriterien: Gestaltung, Konzeption und Verarbeitung. 

Unter den schönsten deutschen Büchern aus der Jahresauswahl vergibt eine Sonderjury den dreigeteilten Preis der "Stiftung Buchkunst". Vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gestiftet, ist die Auszeichnung mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Die Preisvergabe findet am 7. Oktober 2010 in Frankfurt während der Buchmesse statt.

Der "Förderpreis für junge Buchgestalter" wird seit 1989 verliehen und fördert junge, innovative Buchgestaltung. Die Bewerber dürfen nicht älter als 35 Jahre sein und können sich parallel mit der Anmeldung zum Wettbewerb "Die schönsten deutschen Bücher" um den Förderpreis bewerben. 2009 nahmen 163 Bücher teil. Der Förderpreis ist vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien insgesamt mit 5100 Euro dotiert und geht zu gleichen Teilen an drei Nachwuchsgestalterinnen beziehungsweise Nachwuchsgestalter.

Zur Ausstellung ist ein aufwändig gestalteter Katalog über den Buchhandel erhältlich (Preis: 12 Euro):

Stiftung Buchkunst (Hrsg.):
Die schönsten deutschen Bücher 2009
Vorbildlich in Gestaltung, Konzeption und Verarbeitung
300 Seiten, 170mm x 240mm
zahlr. farb. Abb.
Frankfurt am Main und Leipzig 2010
ISBN 978-3-7657-3090-0

Link: Stiftung Buchkunst

Ausstellung: Michael Jackson 1958-2009 : eine Ikone der Popkultur und Musikgeschichte

Ausstellung vom 25. Juni - 12. Juli 2010

Michael Jackson ist am 25.06.2009 im Alter von 50 Jahren in Los Angeles völlig überraschend gestorben. Jackson - als Kind Teil der in den 1970er-Jahren populären Band The Jackson Five - war einer der erfolgreichsten Sänger der Musikgeschichte.
In den 1980er Jahren wurde er zu einer Ikone der Popmusik und -kultur und zu einem der kommerziell erfolgreichsten Musiker in der Geschichte der Popmusik. 1982 veröffentlichte er mit dem Album und Titelsong "Thriller" das bis heute weltweit meistverkaufte Album. Weitere wichtige Alben waren "Bad" (1987), "Dangerous" (1991) und "Invincible" (2001). Insgesamt 13 Grammy Awards wurden ihm verliehen und seine Platten, CDs und DVDs schätzungsweise 750 Millionen mal verkauft. Posthum verkauften sich zudem bereits weitere 31 Millionen seiner Veröffentlichungen.

Die Universitätsbibliothek Hildesheim besitzt eine große Michael-Jackson-Sammlung. Sie umfasst u.a. 36 Zeitschriftentitel, 35 Videokassetten, 17 Bücher und Fotobücher, 66 CDs, 70 Schallplatten sowie 25 Tonkassetten. Darüber hinaus verfügt die Bibliothek über weitere Bücher und Filme über Jackson, u.a. den neuen Film „This is it“.

Aus Anlass des ersten Todestages von Michael Jackson wird diese Sammlung in der Halle der Universitätsbibliothek zum ersten Mal präsentiert.
Die Ausstellung ist vom 25.06.10 bis zum 12.07.10 zu sehen und besteht aus Fotoalben, CDs, Kassetten, Schallplatten, Postern u.v.m.
Nutzen Sie gerne auch unsere Mediothek und hören oder sehen sich DVDs, Videokassetten oder CDs an.

Literarischer Salon am Mittwoch, 30. Juni 2010

"Dichter dran" - Literarisches Gespräch zu Theodor Storm: Hans und Heinz Kirch (1882):

Technische Erfindungen und politische Reformen eröffnen neue Verkehrswege, Märkte und Beschäftigungsmöglichkeiten. Der Lebensweg der Menschen ist bestimmt von Vorstellungen über ökonomischen, sozialen und politischen Aufstieg. Individuelle Erwartungen ausgeschlossen. Und weicht doch jemand ab, droht Ausgrenzung. Das erleben auch die Figuren in Theodor Storms dramatischer Novelle des Realismus „Hans und Heinz Kirch“: Sie sind zugleich Handelnde und Leidtragende.

"Literarischer Salon" am Mittwoch, 9. Juni 2010 "Cafe Cyprus" - Lesung und Gespräch mit Yadé Kara

Yadé Kara, geboren 1965 in Cayirli (Türkei), studierte Anglistik und Germanistik. Sie arbeitete als Schauspielerin, Lehrerin, Managerin und Journalistin in Berlin, London, Istanbul und Hongkong. Sie lebt in Berlin. Für ihren 2003 erschienenen Roman ›Selam Berlin‹ erhielt sie 2004 den Deutschen Bücherpreis für das beste Debüt und den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis.

"Hasan, Türke mit Berliner Schnauze und Berliner mit Istanbuler Wendigkeit, ist im pulsierenden London angekommen, wo längst die ganze Welt zu Hause ist, und will hier Fuß fassen. Ein Roman in Episoden und ein Trip, der high macht wie die Stadt selbst mit ihrer unglaublichen Mischung von Menschen und Kulturen.

Sie heißen Khan und Betty, Kazim und Sukjeet, Ali und Ayse, die Freunde, mit denen Hasan – moderner Nomade – im London der frühen Neunziger Umgang hat. In Green Lanes, Nordlondon, arbeitet er in ›Ali’s Supermarket‹, bedient im Cafe Cyprus alte Zyprioten, die noch immer erbittert über die Lösung des Zypernkonflikts diskutieren, verkauft Kebab mit Kazim und Klamotten mit dem Künstlerpaar Khan und Betty auf dem Portobello Market, verliebt sich in die Modedesignstudentin Hannah, führt seine Mutter, die aus Istanbul anreist, und Cousine Leyla zu den touristischen Highlights der Stadt, philosophiert über Englishness und vergleicht, was er erlebt, mit Berlin und Istanbul, den Städten, in denen er aufgewachsen ist. Zweifellos – in London ist alles einen Zacken schärfer und tougher."

(Text von der Webseite des Diogenes-Verlages) 

Eine Leseprobe finden Sie auf den Seiten des Diogenes-Verlages ...


1. Juni 2010 - Vortrag: „Die USA auf der ökologischen Überholspur – US-Präsident Barack Obamas Umweltziele und Umweltschutzprogramm“

Frau Karen E. Bel vom Generalkonsulat der Vereinigten Staaten von Amerika in Hamburg spricht über US-Präsident Barack Obamas Umweltziele und Umweltschutzprogramm.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Universitätsbibliothek sowie den Instituten für Biologie und Geographie der Universität Hildesheim in Zusammenarbeit mit dem US-Generalkonsulat in Hamburg.

Literarischer Salon am Mittwoch, 19. Mai 2010: Emine Sevgi Özdamar

Literarisches Gespräch über Emine Sevgi Özdamars „Seltsame Sterne starren zur Erde"

Verlag Kiepenheuer & Witsch:
"Ein Buch über ein nun schon versunkenes Berlin, betrachtet wie von einem anderen Stern, voller kleiner und großer Liebesgeschichten und Entdeckungen diesseits und jenseits der Mauer. Berlin, Mitte der 70er Jahre. Eine geteilte, eingeklemmte Stadt, und doch voller heftiger und stiller Aufbrüche in Ost und West. Genau dorthin zieht es 1976 eine junge türkische Schauspielerin aus Istanbul, noch niedergedrückt von Erinnerungen an die Militärdiktatur im eigenen Land, aber mit einem großen Traum: das Theater Bertolt Brechts an der Ostberliner Volksbühne kennen zu lernen ..."

Mehr zur Autorin auf den Seiten des Verlages ...

Literarischer Salon am Freitag, 7. Mai 2010: Jenny Erpenbeck

Mit ihrem neuesten Roman „Heimsuchung“ nimmt die Autorin, Theater- und Opernregisseurin Jenny Erpenbeck uns wieder mit auf einen spannenden Streifzug durch die Geschichte. Der Protagonist ist hier ein Haus an einem märkischen See. War die Protagonistin in ihrem Debüt „Geschichte vom alten Kind“ (1999) ein aus dem Nichts auftauchendes 14jähriges Kind mit einem Eimer in der Hand und in „Wörterbuch“ ein Mädchen, das ihren Worterinnerungen schmerzlich auf den Grund geht, so führten uns in den Theaterstücken „Katzen haben sieben Leben“ (UA in eigener Regie 2000 in Graz) und „Leibesübungen für eine Sünderin“ (UA Deutsches Theater Berlin) Frauenfiguren durch die hässlichen Tiefen der Psyche.

In „Heimsuchung“ nun ist es ein Haus, dessen Geschichte in einem lakonisch, nüchternen Sprachstil präsentiert wird. Die Sprache hinterlässt den Eindruck, als spräche der Raum selbst zu uns in völliger Abgeklärtheit seiner Dauer in der Zeit. Das klingt so:

„Der Schulze hat vier Töchter: Grete, Hedwig, Emma und Klara. Wenn er am Sonntag mit seinen Töchtern durchs Dorf fährt, zieht er den Pferden weiße Strümpfe an. Der Vater des Schulzen war Schulze, und dessen Vater war Schulze, und immer so weiter zurück bis  sechszehnhundertundfünzig. Der König selbst hat den Vater des Vaters des Vaters des Vaters des Schulzen zum Schulzen bestellt, und deshalb zieht der Schulze, wenn er am Sonntag mit seiner mit Töchtern vollbeladenen Kutsche durchs Dorf fährt den Pferden weiße Strümpfe an.“ (S. 16)

Kunstvoll verwebt die Autorin die Schicksale deutscher Menschen des 20. Jahrhunderts im Brennpunkt dieses Hauses an einem märkischen See. Dabei werden nicht nur die Familienstrukturen, sondern auch die deutsche Geschichte auf eindrucksvolle Weise lebendig.

12. April bis 21. Mai 2010: Ausstellung "Sieben mal sieben mal Philosophie"

"Die philosophische Bibliothek gleicht einem uns Unabsehbare wuchernden Rhizom. Auf einen fixen Kanon lässt sie sich nicht reduzieren. Aber wir werden zu Recht gefragt: Was soll man lesen, zumal in der begrenzten Zeit des Studiums? Was sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen?

Die Ausstellung "Sieben mal sieben mal Philosophie" präsentiert die Antwort des Hildesheimer Instituts für Philosophie auf diese Frage.

Es ist eine Hildesheimer Besonderheit, dass wir die europäische Tradition der Philosophie schätzen -  aus diesem Fundus empfehlen wir "Dreiunddreißig Augenblicke des Glücks" -, darüber hinaus aber auch asiatische Traditionen pflegen; einen Zugang dazu eröffnen sechzehn "Perlen und Tautropfen". An erster Stelle stehen die Originaltexte, ergänzt durch Hinweise auf Übersetzungen, Kommentare und Einführungen.

Dies ist nicht 'der Kanon der Philosophie'. Wir zeigen ein Hildesheimer Profil.

Für ein einziges Studium sind es schon zu viele und zu gewichtige Texte. Fangen Sie an, indem Sie für sich einige Werke auswählen."

Konzeption der Ausstellung: Institut für Philosophie

"1000 Augen, ein Gesicht. Die Umschläge der rororo-Taschenbücher von Gisela Pferdmenges und Karl Gröning jr."

Eine Ausstellung des Studiengangs Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis der Universität Hildesheim vom 27.1.2010 bis 19.3.2010 in der Universitätsbibliothek Hildesheim.

Das Erscheinungsbild der rororo-Taschenbücher in den 1950er Jahren war geprägt durch die vom Künstlerehepaar Gisela Pferdmenges und Karl Gröning jr. gestalteten Buchumschläge.

Der Rowohlt-Verlag etablierte mit dieser Reihe das seinerzeit noch "innovative" Taschenbuch, welches aus der heutigen Buchproduktion nicht mehr wegzudenken ist. Die Ausstellung stellt die graphische Gestaltung der Buchumschläge in den Mittelpunkt, wobei eine Vielzahl von Buchtiteln gruppiert und kommentiert nach Motivgruppen und Gestaltungsprinzipien präsentiert wird. Die ausgewählten Buchcover lassen ein Stück deutsche Buch- und Verlagsgeschichte lebendig werden. Webseite zur Ausstellung:  rororo-cover.de Zur Ausstellung erscheint im Universitätsverlag Hildesheim ein Begleitbuch mit zahlreichen Abbildungen (18 € + Versandkosten  -  Hier bestellen ...)

Das Begleitbuch kann auch kostenlos als PDF-Dokument (17 MB) heruntergeladen werden:  Download

Literarischer Salon am 20.01.2010: Alina Bronsky

Alina Bronsky wurde 1978 in Jekaterinburg/Russland geboren. Sie verbrachte ihre Kindheit auf der asiatischen Seite des Ural-Gebirges und ihre Jugend in Marburg und Darmstadt. Nach abgebrochenem Medizinstudium arbeitete sie als Texterin in einer Werbeagentur und als Redakteurin bei einer Tageszeitung. Sie lebt in Frankfurt. "Scherbenpark" ist ihre erste literarische Veröffentlichung.

Das Buch:
"In diesem sehr heißen Sommer ist Sascha siebzehn, und sie hat nur zwei Träume: Sie will ihrer Mutter ein Buch schreiben, und sie will Vadim töten. Was es mit Vadim auf sich hat, warum Sascha ohne Mutter, aber mit ihrer Großtante lebt, wie die Familie durch ein Verbrechen erschüttert und berühmt wurde, und was es bedeutet, in ein Dreiecksverhältnis mit einem Journalisten und seinem sechzehnjährigen Sohn zu geraten – all das erzählt sie mit Herz, Witz und einer Energie, die mitreißt.

Weitere Informationen auf den Seiten des Verlages (mit Lese- und Hörproben)

6. Januar 2010: Dichter dran: Literarisches Gespräch zu Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“

Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“ aus dem Jahre 1926, die als literarisches Pendant zu Freuds Tiefenpsychologie gilt, hat nichts von ihrer Aktualität eingebüßt. Die faszinierende Mischung aus Traumbewusstsein und träumerischer Realität, in der das Verhältnis von faktischer und (nur?) psychischer Wirklichkeit zueinander verhandelt wird, soll Anlass zum Literarischen Gespräch über diesen Klassiker sein. Die Veranstaltung wird besonders für Studierende des Lehramtes Deutsch empfohlen.