Universitätsbibliothek Hildesheim - Veranstaltungen 2009

Literarischer Salon am 10.12.2009: Michèle Lesbre: Das rote Canapé

Französisch-deutsche Lesung  und Gespräch im Literarischen Salon des Instituts für deutsche Sprache und Literatur der Universität Hildesheim (in Kooperation mit der Ambassade de France en Republique Federale d’Allemagne, Bureau Du Livre).

Wir freuen uns auf ein anregendes Gespräch mit der französischen Autorin und ihrer Übersetzerin Dr. Nathalie Mälzer-Semlinger.

Paris, Irkutsk, zwei Frauen und die Liebe ihres Lebens Anne fährt mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Irkutsk, um ihren Geliebten Gyl am Baikalsee zu suchen. Während der Zug sie immer weiter nach Osten bringt, wandern ihre Gedanken zurück zu ihrem Leben in Paris. Vor allem an Clémence Barrot muss sie denken, ihre Nachbarin auf dem roten Canapé, der sie oft etwas vorgelesen hat. Während der Zeit der Résistance führte Clémence ein abenteuerliches Leben, später wurde sie Hutmacherin. Ihre große Liebe starb im Krieg - vergessen aber hat sie Paul nie.

Zart und sehr präzise zeichnet Michèle Lesbre die Geschichte beider Frauen nach, souverän verschränkt sie Gegenwart und Vergangenheit. Alles scheint miteinander verwoben zu sein in diesem
atmosphärisch so dichten Buch, das ein wahres Meisterwerk der leisen Töne ist.

Leseprobe:
„Die wirkliche Reise, wusste ich, beginnt erst bei der Rückkehr, wenn sie in die darauffolgenden Tage hinein schwappt, so dass sich ein andauerndes Gefühl der Verwirrung zweier Zeiten, zweier Räume einstellt. Die Bilder überlagern sich geheimnisvoll und gewinnen eine Tiefenschärfe, in der unsere Schatten wahrer erscheinen als wir selbst. Darin liegt die Wahrheit des Reisens. Das Schwierigste ist dann, morgens aufzustehen, ohne einen Ort zu haben, an den man gehen könnte. Ich wusste noch nicht, dass mir diese Prüfung bei meiner Rückkehr erspart bliebe und ich mich an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen zu einer Verabredung an einem Quai der Seine begeben würde.“

Michèle Lesbre, geboren 1947, war Lehrerin und Direktorin an einer Grundschule. Bislang erschienen: 'La Belle Inutile' (1991), 'Un homme assis' (1993), 'Une simple chute' (1997), 'Que la nuit demeure' (1999), 'Nina par hasard' (2001; 2005 auf Deutsch u.d.T. 'Purer Zufall' bei dtv), 'Victor Dojlida, une vie dans l'ombre' (2001), 'Boléro' (2003), 'Un certain Felloni' (2004), 'La Petite Trotteuse'(2005; auf Deutsch u.d.T. 'Der Sekundenzeiger'). 2007 erschien ihr Roman 'Le Canapé rouge' (2009 auf Deutsch u.d.T. 'Das rote Canapé'), für den sie für den Prix Goncourt nominiert war. 2009 folgte 'Sur le sable'. Sie lebt in Paris.

Michèle Lesbre:
Das rote Canapé :Roman
edition manholt im dtv /  dtv premium
Aus dem Französischen von Nathalie Mälzer-Semlinger
140 Seiten
ISBN 978-3-423-24721-4
Euro 12,90 [D]
13,30 [A]
1. Auflage, September 2009

"Literarischer Salon" am Mittwoch, den 2. Dezember 2009: Literarisches Gespräch über Norbert Scheuers Roman "Überm Rauschen"

Norbert Scheuers Neuerscheinung „Überm Rauschen“ ist eine Familiengeschichte vor dem Hintergrund einer dörflichen Gemeinschaft und zugleich eine Suche nach dem Glück. Sie wurde für den Deutschen Buchpreis 2009 nominiert.

C. H. Beck Verlag, München 2009
ISBN-10 3406590721
ISBN-13 9783406590726
Gebunden, 176 Seiten
17,90 EUR

Fotoausstellung: 18.11.2009 - 04.12.2009 "Die Beobachterin" - Eindrücke aus fünf Monaten Spanien von Ecaterina Barancic

Ecaterina Barancic studiert im neunten Semester Internationales Informationsmanagement (IIM) an der Universität Hildesheim. Das Sommersemester 2008 verbrachte sie in Spanien.
Eine Auswahl ihrer Fotografien ist bis zum 4.12.09 in der Bibliothek der Universität Hildesheim und anschließend im Studentenwerk Braunschweig, Hindenburgplatz 16, zu sehen.

Ecaterina Barancic schreibt:
"Wozu führen ein “ERASMUS- Stipendium”, fünf Monate Spanien, eine Menge Reise- und Erlebnislust und eine gewöhnliche Digitalkamera? Na klar, zu einer kleinen Fotoausstellung!
Während meines Auslandssemesters an der Universität Valladolid in Kastilien-León habe ich die spanische Kultur und Natur, den Alltag und die Lebensweise in Spanien hautnah erlebt. Bei fast allen meinen Aktivitäten hatte ich meine Digitalkamera dabei, um die schönsten Momente und interessantesten Orte für die Erinnerung festzuhalten. Ein kleiner Teil dieser Erinnerungen möchte ich anhand dieser Fotoausstellung mit euch teilen".

"Literarischer Salon" am 21.10.2009: Frauen in der Literaturgeschichte - Lesung und Gespräch mit Barbara Sichtermann

Barbara Sichtermann, eine „Grande Dame“ der bundesrepublikanischen Frauenbewegung lässt sich auch in ihren neuesten Veröffentlichungen durch keinen Trend zu ‚sexy Alphamädchen’, von ihren wohl durchdachten und durchlebten feministischen Reflexionen abhalten. Das macht sie zu einer wichtigen  Gesprächspartnerin, besonders auch für die Frage nach den Kontinuitäten von Machtverhältnissen. Vorstellen wird sie ihre neueste Veröffentlichung: "50 Klassiker - Schriftstellerinnen. Von Madame de la Fayette bis zu Ingeborg Bachmann", Gerstenberg-Verlag Hildesheim 2009.

Zusammen mit der Autorin werden spannende Stationen dieses feministischen Streifzugs Programm des Abends sein, der in Zusammenarbeit mit dem Gleichstellungsbüro ermöglicht wird.

Barbara Sichtermann, geboren 1943 in Erfurt, wuchs in Kiel auf und besuchte nach dem Abitur die Schauspielschule in Bochum, wo sie 1965-68 am Theater tätig war. Anschließend zog sie nach Berlin und studierte Sozialwissenschaften und Volkswirtschaftslehre. Seit 1978 arbeitet sie als freie Autorin und widmet sich vorrangig den Themen Frauenpolitik, Leben mit Kindern, Geschlechterbeziehung, Literatur und Medien. Barbara Sichtermann lebt in Berlin.

Der Berliner Autor und Journalist David Wagner liest aus seinem 2009 erschienenen Roman "Spricht das Kind".

Eine Lesung zum Thema "Familienmännlichkeiten" im Rahmen der Jahrestagung "Erziehung, Bildung und Geschlecht. Männlichkeiten im Fokus der Gender-Studies" der Kommission Pädagogische Anthropologie - Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft.

Donnerstag, 01.10.2009, 20.15 Uhr im Foyer der Universitätsbibliothek

"The Whole World on Strings" - Saiteninstrumente des Center for World Music

Das neu gegründete Center for World Music wird mehrere tausend Musikinstrumente aus aller Welt beherbergen. Eine kleine Auswahl kann schon vor der Eröffnung im Rahmen der Ausstellung "The Whole World on Strings - Saiteninstrumente des Center for World Music" in der UB besichtigt werden. Die Ausstellung wurde von Studentinnen des Instituts für Musik und Musikwissenschaft vorbereitet.

Bilder von ausgewählten Exponaten finden Sie hier ...

16. Juni 2009 - 3. Juli 2009: Ausstellung "Die schönsten deutschen Bücher 2008"

Ausschlaggebende Kriterien bei diesem Wettbewerb sind "vorbildliche Gestaltung" in "Satz, Druck, Bild, Einband", "die gelungene Verbindung von Inhalt und Form" sowie "die ästhetische und technische Leistung im Verhältnis zu Zweck, Auflagenhöhe und Preis". Zum Zweck der Bewertung werden die Bücher in folgende neun Gruppen eingeteilt:

Allgemeine Literatur
Wissenschaftliche Bücher, Fachbücher
Sachbücher, Ratgeber
Taschenbücher
Kunstbücher, Fotobücher, Ausstellungskataloge
Kinderbücher, Jugendbücher
Schulbücher, Lehrbücher
Sonderfälle, experimentelle Bücher
Bücher, die nicht im Handel sind

Am Wettbewerb 2008 nahmen 1072 Bücher aus 468 Verlagen teil. 52 Bücher erhielten eine Prämierung und tragen damit das Prädikat 'Eines der schönsten deutschen Bücher'. Für 10 weitere Bücher empfahl die Jury eine Anerkennung.

Eine fünfköpfige Sonderjury vergibt den dreiteiligen Preis der Stiftung Buchkunst, welcher aus den prämierten Büchern ermittelt wird (Abb. links). Der Preis ist mit insgesamt 10.000 € dotiert. Er wird von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gestiftet.

 

Eine vollständige Übersicht der prämierten Bücher finden Sie unter: http://www.stiftung-buchkunst.de/.

Ein aufwändig gestalteter Katalog ist im Buchhandel für 12 Euro erhältlich:
Die schönsten deutschen Bücher 2008. - 288 Seiten dt./engl.
ISBN: 978-3-7657-2900-3. - Kommissionsverlag MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH

Literarischer Salon am 17. Juni 2009: Jürg Schubiger

Am 17. Juni 2009 war Jürg Schubiger im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Literarischer Salon" zu Gast in der Leselounge der Universitätsbibliothek.

Der Autor, geboren 1936 in Zürich, wuchs in Winterthur auf. Er studierte Germanistik, Psychologie und Philosophie und promovierte über Franz Kafka. Anschließend arbeitete er im pädagogischen Verlag seines Vaters mit. Seit 1980 arbeitet er als Schriftsteller und Psychotherapeut in Zürich. Jürg Schubiger schreibt für Kinder und Erwachsene. Er wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. 1996 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis.

Literarischer Salon: Jörg Albrecht und Matthias Grübel - 20. Mai 2009

Ganz schön viel Staub hat der 1981 geborene Jörg Albrecht mit seinem zweiten Roman "Sternstaub, Goldfunk, Silberstreif" (Wallstein 2008) aufgewirbelt. Herzlich eingeladen sind alle, die neugierig sind auf Pop nach der Popliteratur, auf leichtfüßige Prosa mit Tiefgang und auf die geschichtsverlorene Geschichtsbesessenheit eines Zeitgenössischen.

 

Jörg Albrecht

geboren in Bonn 1981, aufgewachsen im Ruhrgebiet, lebt in Berlin.
Studium der Komparatistik, der Neueren Deutsche Literatur, Neueren Geschichte und Theaterwissenschaft in Bochum & Wien, Magister 2006 mit einer Arbeit über Rolf Dieter Brinkmann; z. Zt. promoviert er über Abbrüche in Literatur und Hörkunst seit 1960; ab 2008 nimmt er zudem am Lehrgang Szenisches Schreiben von uniT Graz teil.

Jörg Albrecht schreibt Prosa, Theatertexte & Essays; für die Prosa bekam er u.a. den Preis der Literaturwerkstatt Berlin beim Open Mike 2006, den Förderpreis des Landes NRW 2007 & im selben Jahr eine Einladung zum Ingeborg-Bachmann-Preis; sein erster Roman "Drei Herzen" erschien 2006 im Wallstein-Verlag, wo im Frühjahr 2008 mit "Sternstaub Goldfunk Silberstreif" eine Geschichte der Deutschen im Weltraum folgt.

2004 Uraufführung von Notstrom an der Staatsoper Hannover mit seinem Libretto & der Musik von Mela Meierhans; die drei Teile seiner Trilogie über Verschwinden wurden präsentiert. u.a. am Burgtheater Wien, an den Münchner Kammerspielen, am Schauspielhaus Graz & Staatstheater Mainz; Werkstattaufführung von Wir Kinder vom Hauptbahnhof [Lehrter Bahnhof] (Regie: Steffen Klewar) am Schauspiel Frankfurt und Maxim Gorki Theater Berlin 2007; Werkstattaufführung von worin noch niemand war [ein Heimatfilm] an den Münchner Kammerspielen 2007.
Zusammen mit dem Musiker Matthias Grübel/phon°noir bildet er die Band phonofix, Liveauftritte, die Musik & Text miteinander verbinden; außerdem gemeinsame Kurzhörspiele, die auf 1Live, Deutschlandradio Kultur & SWR2 gesendet wurden; im März 2008: die Ursendung des ersten größeren Hörspiels Moon Tele Vision im BR.

Literaturport.de

Wallstein-Verlag

http://www.phonofix.de/

http://www.fotofixautomat.de/

Matthias Grübel/phon°noir

geboren 1982 in Esslingen. Studium der Theaterwissenschaft und Anglistik an der Freien Universität, Abschluss 2007. Als "Phon°noir" veröffentlichte er zwei Alben. Außerdem Kollaborationen und Remixes mit/für Uzi&Ari, Calika, TG Mauss, Jenana.

2008 gründete er mit Simon Kealoha die Indie-Elektro-Band "Zermatt". Seit 2006 gemeinsame Arbeiten mit dem Autor Jörg Albrecht u .a. Experimental-Hörspiele (zuletzt "Moon Tele Vision", BR 2008) und Liveperformancs ("phonofix"). Daneben immer wieder Theatermusiken, zuletzt am Maxim Gorki Theater Berlin, am bat Berlin sowie am Staatstheater Mainz und an der Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin.

Weitere Informationen

http://www.myspace.com/phonofix

http://www.phononoir.de/

http://www.myspace.com/phononoir

Poster-Ausstellung und Vorträge - "Chance EU-Forschung"

Im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche "Chancen für Wissenschaftlerinnen im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm" vom 4. - 8. Mai 2009 informiert eine Posterausstellung in der Universitätsbibliothek vom 7. - 15. Mai über Aufbau und Beteiligungsmöglichkeiten am 7. EU-Forschungsrahmenprogramm. Ergänzend zur Ausstellung finden zwei Fachvorträge am 7. und 13. Mai in der Leselounge der Universitätsbibliothek statt. Die Veranstaltungen richten sich an Wissenschaftlerinnen aller Fachrichtungen und Karrierestufen, die sich über Möglichkeiten der Forschungsförderung der EU informieren möchten.

"Literarischer Salon" am 6. Mai 2009

Literarisches Gespräch zu Alina Bronsky "Scherbenpark"

Dieser Erstlingsroman der jungen Autorin, die in Jekaterinenburg in Russland geboren und in Marburg und Darmstadt aufgewachsen ist, hat nicht nur rund um die Frankfurter Buchmesse einige Aufmerksamkeit bekommen, sondern wurde auch vom Deutschlandfunk in die Liste "Die besten 7" der Kinder- und Jugendliteratur aufgenommen. Ob das eine angemessene Einordnung des Textes ist, ist nur eine der spannenden Fragen, die sich an diesen alles andere als 'weichgespülten' Roman stellen lassen.

Weitere Informationen auf den Webseiten des Verlages ...

Ausstellung: Afghanistans Wiederaufbau – humanitäre Hilfe zwischen Militär und zivilen Organisationen. Photographien von Mika Schmidt - 20. April bis 4. Mai 2009

Die Ausstellung Afghanistans Wiederaufbau – humanitäre Hilfe zwischen Militär und zivilen Organisationen beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Ansätzen der zivilen Hilfe in Afghanistan.

Dabei werden Aufnahmen gezeigt, welche die Situation des Wideraufbaus und der humanitären Hilfe in einem Land darstellen, dass derzeit zu einem der größten internationalen Kriegsgebieten der Welt gehört.  Durch die aktuelle Situation und das öffentliche Interesse an dieser Region bekommt die Ausstellung eine zusätzliche Präsenz.

Eine Auswahl von Bildern meiner Reisen nach Afghanistan im Jahr 2008 zeigen unterschiedliche Arbeiten und Projekte von ISAF, GTZ und KfW- Bank. Gezeigt wird diese Ausstellung in der Bibliothek der Universität Hildesheim vom 20. April bis 04. Mai 2009.

Photographiert und dokumentiert von Mika Schmidt mit freundlicher Unterstützung der Universität Hildesheim/ Institut für Sozialwissenschaften und der Universitätsbibliothek.

Während der Veranstaltungsreihe EINE WELT WOCHE, einer Aktion verschiedener Entwicklungsorganisationen, Bildungsträger und Kirchenverbänden vom 20. bis 25.04.2009 werden ferner Arbeiten im Rathaus Hildesheim zum Thema Afghanistan zu sehen sein.

Mika Schmidt

Buchpäräsentation: Dienstag, den 28. April 2009 - Angelika Mayr-Gehler: s' Fadele

Fern der Heimat, die gewohnte Mundart aufs Private reduziert: Ansporn für die aus Südtirol stammende und in Hildesheim lebende Autorin in ihrer Lyrik Blicke auf ihr Geburtsland zu werfen. Die Sicht zwar von außen, die Sprache aber südtirolerisch: darin besteht das Spannungsverhältnis.

"S'Fadele wirkt aus einem Guss abgehört als magisches Erlebnis, das den Zuhörer aus dem Alltag entführt in eine scheinbar verzückte Natur. Manchmal werden archaische Erinnerungen an die Kindheit erweckt, dann kommt wieder jene leichte Melancholie zum Zuge, die durchaus die Ironie über das gerade Aufgerufene vordringen lässt, ohne dass das Zitat in sich zusammenbricht."
(Helmuth Schönauer)

Angelika Mayr-Gehler
's Fadele
Südtiroler Mundart aus der Ferne
Mit Audio-CD
152 Seiten | Euro [D/A] 15
ISBN 978-88-7283-324-7
© Edition Raetia 2009

21. April 2009: Tanja Dückers zu Gast im "Literarischen Salon"

Mit ihrem Roman „Himmelskörper“ (2003) hat die 1968 in Berlin geborene Autorin Tanja Dückers ein für die neueste Gegenwartsliteratur zentrales Thema literarisch zur Entfaltung gebracht: die Aufarbeitung der Verwicklungen einzelner Familien in den Nationalsozialismus – und zwar aus der Perspektive der Enkel.

Von der Kritik sehr aufmerksam wahrgenommen, gehört der Roman schon wenige Jahre nach seinem Erscheinen zu den Büchern, denen die Literaturwissenschaft eigene Studien widmet. Das hat nicht zuletzt mit dem Erzählsog zu tun, dem man sich, wenn man die ersten Seiten des Romans aufgeschlagen hat, nicht entziehen kann. Welche Erzählweisen diesen Sog erzeugen und in welchem Verhältnis „Himmelskörper“ zu thematisch ähnlichen Texten der deutschen Gegenwartsliteratur steht, wird im Anschluss an die Lesung zu diskutieren sein.

Eine Stimme aus Afrika: Miriam Makeba (Ausstellung bis zum 18. April 2009)

Im vergangenen Winter ist die weltberühmte südafrikanische Sängerin Miriam Makeba (geb. 1932) bei einem Konzert in Italien zusammengebrochen und anschließend im Krankenhaus gestorben. Sie hatte sich für einen "Anti-Maffia"-Autoren eingesetzt und blieb damit ihrer politischen Haltung treu, die sie ihr ganzes Leben bestimmte. Sie galt als die prominenteste Anti-Apartheids-Kämpferin und verbrachte den Großteil ihres Lebens im Exil. Im Südafrika der 50er Jahre schon bekannt für ihre "Nachtigallen"-Stimme, konnte sie in den 60ern das amerikanische Publikum begeistern und später dann das der gesamten Welt. Das Center for World Music wird zwar erst im Laufe des Sommersemesters eröffnet werden, aber das Seminar "Sängerinnen in Afrika" wird vom Geschäftsführer, Univ.-Doz. Dr. Wolfgang Bender, schon mit Semesterbeginn angeboten. Das Leben von Miriam Makeba wird bei einem der Termine im Mittelpunkt stehen.

Die  Vitrinen  zeigen eine Auswahl der Schallplattenhüllen von LPs und Singles aus der Vinyl-Epoche der Schallplattenproduktion und geben somit einen Einblick in die Ästhetik der Cover-Gestaltung aber auch in die umfangreiche Produktion der Sängerin. Ihre gedruckten Biographien sind zu sehen sowie eine Auswahl aus der Sekundärliteratur.

„Eine Kindergeschichte ist nur dann gut, wenn sie auch für Erwachsene gut ist.“

Hans-Joachim Gelberg gründete 1971 das Kinder- und Jugendbuchprogramm Beltz & Gelberg. Heute lebt er als freischaffender Autor und Herausgeber in Weinheim.

Am Montag, den 26. Januar um 14.15 Uhr diskutiert er in der Leselounge mit Studierenden des Seminars „Das Phantastische in der Kinderkultur“ über Anforderungen einer guten Literatur für  Kinder und beobachtete Veränderungen im historischen Wandel.

Diskurs und Reisebericht zu den USA-Wahlen

Im Oktober 2008 waren acht Studierende der Politikwissenschaft der Universität Hildesheim als Wahlkampfbeobachter des US-Wahlkampfs für zwei Wochen im Bundesstaat Ohio unterwegs. In Begleitung ihrer Professorin Prof. Dr. Claudia Derichs haben die Studierenden die Kandidaten gesehen, Wahlkampfbüros besucht und mit Wählerinnen und Wählern gesprochen. Unterstützt von der Atlantik Brücke e.V. und in Kooperation mit der Partneruniversität der Universität Hildesheim, der Bowling Green State University in Ohio, stand die Reise im Kontext der politikwissenschaftlichen Bildung und des transatlantischen Austausches. Am 19. Januar, einen Tag vor der Amtseinführung des designierten Präsidenten der USA, Barack Obama, werden die Studierenden nun über ihre Erfahrungen und Eindrücke während der Präsidentschaftswahl berichten. In einer „US-Wahlnachlese“ in der Leselounge der der Universitätsbibliothek werden die Studierenden ab 16 Uhr kleine Beiträge zu ausgewählten Themen der Wahlbeobachtungsreise präsentieren. Eine Fotoshow und Ausstellung von Wahlpostern ergänzen diesen Reisebericht.