Universitätsbibliothek Hildesheim - Veranstaltungen 2004

"Franz Cölestin Freiherr von Beroldingen" - Ein Aufklärer im Fürstbistum Hildesheim. Briefe - Dokumente - Schriften: 1. November - 22. November 2004

"Der Mensch sucht im Schweiße seines Angesichts sein Brod; der Mönch wird im Müssiggange gefüttert"
Der Hildesheimer Domherr Franz Cölestin Freiherr von Beroldingen, geboren 1740 in St. Gallen, gehörte zu dem kleinen Kreis der Aufklärer innerhalb des Hildesheimer Domkapitels. Auf seinem Obödienzgut in Walshausen, bei Itzum gelegen, lebte er 22 Jahre bis zu seinem Tode 1798. Beroldingen, ein streitbarer, gebildeter und standesbewusster Adliger, betätigte sich als Naturforscher, Schriftsteller, Kunstkenner und -sammler.
In seinen Schriften setzt er sich kritisch mit dem eigenen Stand wie auch mit der katholischen Kirche auseinander und scheut sich nicht, sich selbst als laienhafter Forscher einstufend, Forschungsergebnisse berühmter Zeitgenossen wie Alexander von Humboldt in Frage zu stellen. Im Sinne der Aufklärung ermutigt er seine Zeitgenossen zum Selbstdenken und Selbstforschen.

Die Ausstellung zum Leben und Wirken des Hildesheimer Domherrn ist vom 1. - 22. November in der Universitätsbibliothek zu besichtigen.
Eine Broschüre mit Erläuterungen zu den Exponaten liegt aus. Im Rahmen der Finissage, die am Freitag, den 19. November ab 16.30 Uhr in der Universitätsbibliothek stattfindet, hält Herr Prof. Dr. Josef Nolte einen Vortrag unter dem Titel "Es müssen die Geistlichen weltlich sein - das Interesse an dem aufgeklärten Domherrn Franz Cölestin von Beroldingen".

Frau Gudrun Wille, Autorin einer 2003 erschienen Veröffentlichung des Stadtarchivs Hildesheim ("...so will ich mich bei künstlichen Erfahrungen nicht aufhalten". Franz Cölestin Freiherr von Beroldingen 1740-1798. / Hildesheim, Stadtarchiv, 2003) führt sachkundig durch die Ausstellung.

Ausstellung Ulrich Teske: "IMPLODIEREN" - vom 7. Juni - 25. Juni 2004

Ulrich Teske, Professor für Kunstpädagogik an der Universität Hildesheim, präsentiert seine Arbeitsjournale, die er als "Ästhetisches Tagebuch" seit Jahrzehnten führt - säuberlich datiert und nummeriert. Angefüllt mit Reisenotizen und Landschaftsskizzen, Zeichenaufgaben und Ideen für Projekte vermitteln sie dem Betrachter einen nachhaltigen Einblick in die Bild- und Gedankenwelt des Künstlers.

Befragt zur Metapher des Ausstellungstitels "Implodieren" antwortete Professor Teske: "Manche Künstler explodieren mit Farben auf großformatiger Leinwand. Ich tue das Gegenteil. Implodieren heißt, etwas Leeres durch Überdruck von außen füllen."

"Die schönsten deutschen Bücher 2003" - Ausstellung vom 5. Mai - 2. Juni 2004

Die Hildesheimer Universitätsbibliothek präsentiert, wie bereits in den vergangenen Jahren, die von der Stiftung Buchkunst prämierten deutschen Bücher. Die Palette reicht von wissenschaftlicher Literatur über Belletristik bis zu Kinderbüchern. Im Jahre 2003 wurden 49 Bücher mit dem Prädikat „Eines der schönsten deutschen Bücher 2003 ausgezeichnet, weitere 7 Titel erhielten eine lobende Anerkennung.Die Titel sind nun vom 5. Mai bis 2. Juni 2004 in der UB zu besichtigen.

"Friedrich Spilker - ein Maler unserer Region" - Ausstellung vom 9. März - 23. März 2004

Friedrich Spilker, geboren 1937 in Hildesheim, konnte bis zu seinem Ruhestand die Malerei nur als Hobby neben seinem Hauptberuf - dem Malerhandwerk - ausüben. Sein Interesse am künstlerischen Umgang mit Form und Farbe war jedoch immer weitaus mehr als beiläufig. Er studierte 1958 - 1961 an der Hildesheimer Werkkunstschule und besuchte dort die Malklasse. Auch danach beschäftigte er sich stets neugierig und intensiv mit verschiedenen künstlerischen Gestaltungstechniken.
Friedrich Spilker konnte seine Bilder bisher schon in einer Reihe von Gemeinschaftsausstellungen der Öffentlichkeit präsentieren. Nun stellt er sich mit einem Ausschnitt aus seinem Werk in der Universitätsbibliothek vor.

"Heribert Heinrichs - Vater des deutschen Schulfernsehens" - Ausstellung vom 20. Januar bis 7. Februar 2004

Die Ausstellung in der Universitätsbibliothek würdigt Leben und Werk von Prof. em. Dr. Heribert Heinrichs, der als "Vater" des deutschen Schulfernsehens und Wegbereiter der Medienpädagogik gilt.
Die Ausstellung präsentiert neben einer Auswahl seiner Publikationen Photographien und andere Materialien, die das Wirken von H. Heinrichs veranschaulichen. Eine Vielzahl technischer Geräte aus dem Bereich der Fernseh- und Studiotechnik gibt zugleich einen Einblick in die Technikgeschichte von Ton- und Bildaufzeichnung.

Nachtrag: Am 21.09.2004 verstarb H. Heinrichs im Alter von 82 Jahren.