Lesung: Ausgebremst - warum das Recht auf Bildung nicht für alle gilt

Gleiches Recht auf gleiche Bildungschancen? Weit gefehlt! An den Hochschulen studieren überwiegend Akademikerkinder. Diese soziale Schieflage beginnt bereits im Grundschulalter mit der Empfehlung der Lehrer für die richtige Schulform. Das zeigt: In den Köpfen muss sich etwas ändern. Denn nach wie vor ist die Überzeugung weit verbreitet, dass die Herkunft über unser Potenzial bestimmt.

Katja Urbatsch, Gründerin der gemeinnützigen Organisation "Arbeiterkind.de", liest in der UB ihr Buch "Ausgebremst - warum das Recht auf Bildung nicht für alle gilt". Los geht es um 18 Uhr in unserer Leselounge.

Boys' Day 2017 - Möge das Buch mit Euch sein

Beim Boys‘ Day, auch Zukunftstag der Jungen genannt, geht es darum, Schülern Berufsbilder nahezubringen, die den Ruf haben, eher von Frauen erlernt und ausgeübt zu werden. Um den Jungen den Studienberuf des Bibliothekswissenschaftlers und den Ausbildungsberuf des Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste näher zu bringen, luden wir sie zu uns in die Universitätsbibliothek ein.

Bei einer Führung lernten sie die Bibliothek und unsere Abteilungen wie die Integrierte Medienbearbeitung, die Fernleihe, die Zeitschriftenstelle und natürlich die Leihstelle kennen. Viele Fragen zum Berufsbild und zum Geschäftsgang des Buches in der Bibliothek wurden gestellt und beantwortet.

Außerdem gaben wir den Teilnehmern des Boys‘ Day einen besonderen Blick hinter die Kulissen der UB. In diesem Jahr stand der Boys' Day bei uns unter dem Motto "Möge das Buch mit dir sein". Durch ein kleines Laufschriftintro, ganz in Star Wars-Manier, erfuhren die Jungen von der verloren Fracht eines Raumschiffs, die sich irgendwo in der Bibliothek befinden soll. Nur ein paar kryptische Hinweise erhielten die Jungen und schon machten sie sich auf die Suche. Weitere Hinweise führten sie durch unsere Buch- und Zeitschriftenbestände, durch die Mediothek und wortwörtlich bis in den letzten Winkel der UB: das Magazin. In unseren Kellerräumen mit den verschiebbaren Regalen erwarteten die Jungs der letzte Hinweis und eine besondere Überraschung: Die verschollene Fracht wird von Stormtroopern bewacht. Nach harten Verhandlungen war es aber so weit: die Jungs konnten endlich die Fracht in ihren Händen halten. Mit den Stormtroopern und Jedi wurden im Anschluss noch ein paar tolle Fotos geschossen. Wir bedanken uns für diesen besonderen Boys' Day herzlich bei unseren kleinen Gästen und bei den Star Wars Fans Hannover "The Northern Outpost"!

 

Literarischer Salon im Sommersemester 2017

Erneut hat das Lese- und Schreibzentrum der Universität Hildesheim vier Veranstaltungen für das Sommerstester 2017 organisiert. Wir freuen uns auf Gespräche, Diskussionen und natürlich die Autorenlesungen – und noch mehr auf viele Besucher_innen aus der Hochschule, Hildesheim und dem Umland!

10. Mai 2017, 18 Uhr - Georg Bydlinski, Die Sprache bewohnen – wann Worte wichtig sind

Lesung und Gespräch

Weil „Lyrisch (…) eben die erste und schönste Fremdsprache auf der Welt“ ist, freuen wir uns auf das Gespräch mit dem österreichischen Lyriker Georg Bydlinski. Seine Kinder- und Erwachsenengedichte begegnen dem Alltäglichen mit den Mitteln der Sprache. Überraschende Wendungen verführen zu neuen Blicken auf die Welt, die mit Witz und Poesie unter die Lupe genommen wird. Dabei ist das Reimspiel in dieser Lyrik genauso zuhause wie die Entschleunigung der Sprache und die Anregungen zum Selberschreiben. Dass er seine Gedichte häufig selber auf der Gitarre begleitet, macht besonders neugierig auf seinen Besuch im Salon.

 

31.Mai 2017, 18 Uhr -  Lena Gorelik, Null bis unendlich. Roman

Literarisches Gespräch zu einer Neuerscheinung (Nachholtermin aus dem WiSe 16/17)

Ja, Zahlen spielen eine Rolle in dieser Geschichte rundum Sanela, Nils Liebe und Niels-Tito. Zum Beispiel die Zwei. Zwei Dinge nämlich hat Sanela, die mit 14 aus Jugoslawien geflohen ist und in der Schule auf Nils trifft, über sich sagen hören: Kriegskind und Waisenkind. Oder die Null, über die Sanelas Sohn Niels-Tito früh weiß, dass man sie nicht teilen kann; aber lieber ist ihm die Elf. Niels-Tito ist übrigens nicht der Sohn von Nils, aber Nils und Sanela werden zum zweiten Mal zusammenkommen, und die Erzählung rundum die Begegnung der beiden, zuerst und zuletzt, ist berührend und ein Gespräch wert, finden wir.

 

21. Juni 2017, 18 Uhr - José F.A. Oliver, HEIMATT/ Fremdenzimmer/ 21 Gedichte aus Istanbul, 4 Briefe & 10 Fotow:orte.

Lesung und Gespräch

Der in Hausach im Schwarzwald lebende Dichter andalusischer Herkunft, José F.A. Oliver liest

Gedichte aus dem frühen Band Heimatt. Mit feiner sprachlicher Sensibilität spürt der Schriftsteller darin den Zwischenräumen und Begegnungen der ihn prägenden Sprachen nach. Seine Essays in Fremdenzimmer (2015) umkreisen das Aufwachsen zwischen den Sprachen und Kulturen, zentrale Themen wie Herkunft und Fremdheit sowie das Aufbrechen von W:orten und Traditionen. In 21 Gedichte aus Istanbul, 4 Briefe & 10 Fotow:orte (2016) spiegelt sich hellsichtig aktuelles Geschehen und Istanbul als ein „Menschenatlas voller Wirklichkeiten“.

 

28. Juni 2017, 18 Uhr - Nikolai Gogol, Der Mantel

Dichter dran!

Gespräch zu einem Klassiker

Am Ende unserer Sommerreihe steht mit dieser russischen Novelle ein Stück Weltliteratur. Akaki Akakiewitsch ist alles andere als eine schillernde Figur: Klein, glatzköpfig, mittelalt und im mehligbraunen Rock verbringt er seine Tage auf einer Petersburger Behörde mit dem Abschreiben von Texten, er isst jeden Abend das gleiche, er hat keine Freunde und keine nennenswerten Interessen außer dem Kopieren und Verwalten – ein Langeweiler, dem der Kauf eines neuen Mantels zum spannenden Lebensereignis wird. Erst als ihm dieser neue Mantel gestohlen wird, verwandelt sich der unscheinbare Beamte in ein rächendes Phantom…

Die lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten 2017

Hausarbeiten inspiriert anpacken und entspannt beenden. Ideen holen, nicht allein sein, in einer völlig anderen Atmosphäre arbeiten, Mitarbeiter der UB und des LSZ kennenlernen, sich beraten lassen oder sich zurückziehen.

Jedes Jahr am ersten Donnerstag im März laden Schreibzentren in Kooperation mit Bibliotheken Studierende zu einer gemeinsamen Schreibnacht ein. An über 50 Unis und Hochschulen im deutschsprachigen Raum sowie international treffen sich tausende Studierende zum gemeinsamen Schmökern und Schreiben.

Am 02.03.2017 unterstützen wir Euch von 20 - 02 Uhr mit Schreibberatungen, Workshops, Recherchehilfen, Schreibtischsport und vielem mehr.

Literarischer Salon im Wintersemester 2016/2017

Das Lese- und Schreibzentrum des Instituts für Deutsche Sprache und Literatur hat für das Wintersemester erneut vier Veranstaltungen organisiert, die in der Leselounge der Universitätsbibliothek stattfinden werden. Wir freuen uns auf Diskussionen zu einer Neuerscheinung, einem Klassiker und die Autorenlesungen – und noch mehr auf viele Besucher_innen aus der Hochschule, Hildesheim und dem Umland!

Programm

 

Mi, 2. November 2016: Lesung und Gespräch: Jan Koneffke: Ein Sonntagskind

Ein Vaterleben erzählt Koneffke in diesem gerade mit dem Johnson-Preis ausgezeichneten Roman und verbindet dabei die Geschichte von Konrad Kannmacher, Sonntagskind, mit derjenigen seiner und unserer Zeit: 17 Jahre ist Konrad, als er in den Krieg zieht. Dass er heil zurückkehrt, wird man kaum behaupten können. Bis ins Jahr 2007 reicht dann der Erzählbogen, den Koneffke vom pommerschen Freiwalde bis zur Mainlinie, vom Schulzimmer bis in den Frankfurter Unibetrieb der 60er Jahre aufspannt, dabei immer auch auf den Spuren seines eigenen Vaters – und dessen Geschichtenbuch – unterwegs. Mehr am Abend und vom Autor!

Mi, 7. Dezember 2016: Literarisches Gespräch zu einer Neuerscheinung: Lena Gorelik: Null bis unendlich

Ja, Zahlen spielen eine Rolle in dieser Geschichte rundum Sanela, Nils Liebe und Niels-Tito. Zum Beispiel die Zwei. Zwei Dinge nämlich hat Sanela, die mit 14 aus Jugoslawien geflohen ist und in der Schule auf Nils trifft, über sich sagen hören: Kriegskind und Waisenkind. Oder die Null, über die Sanelas Sohn Niels-Tito früh weiß, dass man sie nicht teilen kann; aber lieber ist ihm die Elf. Niels-Tito ist übrigens nicht der Sohn von Nils, aber Nils und Sanela werden zum zweiten Mal zusammenkommen, und die Erzählung rundum die Begegnung der beiden, zuerst und zuletzt, ist berührend und ein Gespräch wert, finden wir.

Mi, 11. Januar 2017: Lesung und Gespräch: Marion Poschmann: Geliehene Landschaften

Glücklich, wer sich als Hintergrund für seinen Gartenzaun beim Horizont einen Berg ausleihen kann oder ein Flusstal. Mit Poschmanns Klangpanoramen öffnen sich uns für einen Abend lang Parkanlagen aus aller Welt, von Kaliningrad bis Berlin-Lichtenberg – aber von diesen Seiten können wir nur durch ihre Lyrik hereintreten. Vielleicht finden wir dabei unter Bernstein und Plastik den Garten Eden. Vielleicht wartet im Laternenlicht aber auch ein Mückenschwarm und unter dem Grasteppich die Prosa. Einen Vulkan wie den Fuji in einem Panorama einzufangen, ist nicht ohne Risiko.

Mi, 25. Januar: Dichter dran! Literarisches Gespräch zu einem Klassiker: E.T.A. Hoffmann: Das fremde Kind

Plötzlich taucht es im Wald auf und wird zum Spielkameraden für die Geschwister Felix und Christlieb. Es kann fliegen, mit Tieren sprechen, aus Steinen und Grashalmen ganze Paläste bauen, es ist zugleich Mädchen und Junge und auch ansonsten völlig anders als die langweiligen Cousins Hermann und Adelgunde mit ihren mechanischen Spielsachen und der unsympathische Hauslehrer Magister Tinte mit seiner ewigen Wissenschaftlichkeit.

E.T.A. Hoffmanns Das fremde Kind ist eine bemerkenswerte kleine Geschichte über Kindheit, Phantasie und die Gefahr der Abstumpfung – und zugleich ein genrebildender Text der Phantastik.

Wissen im Webspace 2

Vortragsreihe der Universitätsbibliothek Hildesheim (Wintersemester 2016/17)

Veranstalter: Dr. Ewald Brahms und PD Dr. Mario Müller

jeweils dienstags 18.15 Uhr

«Wissen im Webspace 2 – Forschung und Lehre digital» fragt nach den Herausforderungen und Chancen für das digitale Forschen und Lehren. Wie werden die digitalen Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten inzwischen in Forschung und Lehre genutzt, welche Entwicklungen zeichnen sich für die nächsten Jahre ab, wo werden die digitalen Möglichkeiten selbst zum Gegenstand von Forschung und Lehre? Antworten auf diese Fragen nach Methoden und Techniken digitaler Forschung und Lehre geben sieben Referentinnen und Referenten im Rahmen der UB-Vortragsreihe.

Veranstaltungsprogramm

25. Oktober 2016

Gegenstände und Methoden der digitalen Geisteswissenschaft
Prof. Dr. Fotis Jannidis, Universität Würzburg, Institut für deutsche Philologie

08. November 2016

Interaktives Lehren an deutschen Universitäten: Konzepte –  Methoden – Erfahrungen
Prof. Dr. Athanassios Pitsoulis, Universität Hildesheim, Institut für Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik

22. November 2016

Wikipedia ist mehr als eine Enzyklopädie: Hintergründe, Abgründe und Lichtblicke des Wikiversums
Julian Fischer, Wikimedia Deutschland e. V., Leiter Bildung, Wissenschaft und Kultur/Leiter Ideenförderung

06. Dezember 2016

*** Dieser Vortag entfällt ***

Digitale Medien – digitale Öffentlichkeiten
Prof. Dr. Michael Corsten, Universität Hildesheim, Institut für Sozialwissenschaften

10. Januar 2017


E-Science: editing & publishing enriched scholarly publications online: the RESuME platform

Frédéric Allemand and Daniéle Guido, DEIS, Rectorate, University of Luxembourg

 

17. Januar 2017

Wissen neu organisieren: Social Reading and Writing im (Schul-)Unterricht
Dr. Guido Graf, Universität Hildesheim, Institut für Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft

24. Januar 2017

Schülerinnen und Schüler bei Whatsapp, Instagram und Facebook: Was geht Schule das an?
Moritz Becker, Dipl. Sozialarbeiter/Sozialpädagoge (FH), Verein smiley e. V., Dozent der Niedersächsischen Landesmedienanstalt

Den Flyer zur Veranstaltung können Sie hier als PDF herunterladen.