Mensch & Computer 2005
5. Fachübergreifende Konferenz
4. – 7. September 2005 an der Johannes Kepler Universität Linz

 

 

 

Wissenschaftliches Pogrammkomitee Workshop:


Edith Maier, Fachhochschule St. Gallen

 

Kerstin Röse, TU Kaiserslautern

 

Christa Womser-Hacker, Universität Hildesheim
   

Fahri Yetim, Universität Hildesheim
   

Thomas Mandl, Universität Hildesheim

 

Workshop : Die Internationalisierung von Informationssystemen: Kulturelle Aspekte der Mensch-Maschine Interaktion

6.9.05 9:00 Uhr - 12:30 Uhr

 

Die Kulturzugehörigkeit von Benutzern beeinflusst deren Interaktion mit Informationstechnologie. Der Workshop dient der Diskussion von Forschungsmethoden für die Analyse dieser Beziehung und der Vorstellung von Forschungsergebnissen.

 

 Beiträge im Tagungsband

 Beiträge:


Einleitung (Mandl & Womser-Hacker) Folien

 

Activity Theory as a Framework for Accommodating Cultural Factors in HCI Studies (Edith Maier) Folien

 

Putting theory into practice: How to apply cross-cultural differences to user interface design? (Christian Sturm) Folien

 

Aspekte der interkulturellen Systemgestaltung
(Kerstin Röse)

 

Symbol Comprehension in Different Countries: Experience Gained from Medical Device Area (Long Liu, Uvo Hoelscher, Torsten Gruchmann)

 

Ermittlung kultureller Unterschiede in der Mensch-Computer-Interaktion (Rüdiger Heimgärtner) Folien

 

Kultur und Web-Design: Ein empirischer Vergleich zwischen Großbritannien und Deutschland (Dorthe Hodemacher) Folien

 

Veranstalter:

 
  Prof. Dr. Christa Womser-Hacker, Universität Hildesheim

  Dr. Thomas Mandl, Universität Hildesheim

 

Call for Papers:

Die zunehmende Globalisierung führt auch zu einer Internationalisierung der Forschung zur Mensch-Maschine Interaktion. Immer häufiger stammen Entwickler, Designer und Benutzer von Informationssystemen nicht mehr aus dem gleichen Land.

·         Das Off-Shoring, also die Entwicklung von Informationssystemen in anderen Ländern führt zu gemischten Entwickler-Teams.

·         Viele informationstechnologische Produkte werden für einen weltweiten Markt konzipiert.

·         Die weltweite Zugänglichkeit des Internet führt dazu, dass Benutzer auch auf Seiten treffen, die von Anbietern ganz unterschiedlicher Kulturen angeboten werden.

Die Kulturzugehörigkeit von Benutzern beeinflusst deren Interaktion mit Informationstechnologie. Die Kultur erfordert die Berücksichtigung von Gestaltungsaspekten in Bezug auf die Oberfläche wie länderspezifische Formate sowie die Rücksichtnahme auf die unterschiedliche Bedeutung von Farben und Symbolen. Weitere Ebenen betreffen die ästhetische Gestaltung, die Strukturierung, die Aufgabengestaltung sowie die Abfolge von Aufgaben aber auch die Gestaltung von Hardware (beispielsweise Mobiltelefone oder Verkehrsinformationssysteme).

Der Workshop dient der Diskussion von Forschungsmethoden für die Analyse dieser interkultureller Einflüsse und der Vorstellung von Forschungsergebnissen. Die Erforschung der Zusammenhänge zwischen Kultur und der Benutzung von Informationssystemen erfordert insbesondere die Rezeption von (quantitativen) Kulturmodellen (z.B. Hofstede, Trompenaars). Diese Kulturmodelle beschreiben Konventionen, Werten, Einstellungen (etwa zu Zeit und Raum) und sozialen Phänomenen (etwas Kommunikationsstile oder die Beziehung zu Vorgesetzten oder Lehrern). Ziel ist die Entwicklung von theoretischen und "best practice" Modellen für die Internationalisierung bzw. Lokalisierung von Systemen für bestimmte Kulturen.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Wahl geeigneter Methoden. Informationssysteme können als kulturelle Artefakte analysiert werden. Große Bedeutung besitzt die Beobachtung und Analyse der Interaktion von Benutzern mit Informationssystemen. Schwierig ist oft der interkulturelle Vergleich von Ergebnissen. So misslingt beispielsweise häufig das Sammeln qualitativer Daten durch ·lautes Denken· in Kulturen mit hoher Machtdistanz. Das methodologische Inventar der Mensch-Maschine Interaktion mit subjektiven und objektiven Methoden muss für die kulturübergreifende Evaluierungen adaptiert werden.

Ziel des Workshops ist es, Methoden und Ergebnisse dieses Forschungszweiges zu diskutieren und neue Forschungsziele zu identifizieren. Dabei soll vor allem die Vielfalt der untersuchten Themen deutlich werden. Der Workshop soll zur Bildung einer deutschsprachigen Community beitragen. Mögliche Themen der Workshopbeiträge können u.a. aus folgenden Gebieten stammen:

·         Gestaltungsrichtlinien in unterschiedlichen Kulturen

·         Lokalisierung, Internationalisierung (Richtlinien, best practice)

·         Kulturmodelle und ihre Anwendung für die Internationalisierung von Systemen

·         Empirische Analysen zur Web-Angeboten oder anderen Informationssystemen

·         Fallstudien zu sehr unterschiedlichen oder sehr ähnlichen Kulturen

·         Methodische Fragestellungen und Evaluierung

·         E-Learning im interkulturellen Vergleich (Lehr- und Lernmodelle)

·         Usability in internationalen Projekten (offshore usability engineering)

·         Kosten/Nutzen Analysen

Einreichung von Beiträgen     Deadline: 1.7.2005

 

Links zum Thema:


Seventh Annual International Workshop on Internationalisation of Products and Systems (IWIPS 2005)

 

 


Special Issue of "Interacting with Computers": Global Human Computer Systems:Cultural Determinants in Usability

 

Band 15 der Reihe "Hildesheimer Universitätsschriften" des Universitätsverlages ist erschienen: Der Band " Interkulturalität in Wissenschaft und Praxis " stellt eine Sammlung von Aufsätzen zu interkulturellen Themen dar.

 

 

Studiengang Internationales Informationsmanagement, Universität Hildesheim

 

 

  Thomas Mandl