D. Sarnowski
Informationsdienstleistung und Wissensorganisation für die
Filmwissenschaft
Hochschulbibliothek/Mediathek/Pressedokumentation als multimediale Bibliothek im Neubau der Hochschule für Film und Fernsehen
Das Abteilungsprofil und die praktische Wissensstrukturierung
In der Neukonzeption des Hochschulinformationssystems wurde nicht nur die Bibliothek ausgebaut, sondern auch das Zeitungsausschnittarchiv, die heutige Pressedokumentation. Der Nonprintbereich wurde als Mediathek konzipiert, die aus einer Videothek, einem Audiobereich und dem HFF-Filmarchiv besteht. Die Hochschulbibliothek/Mediathek sieht sich damit als Informations-Provider, der unabhängig von der Medienform als Wissenslotse fungiert.
Wer ist "der" Kunde? Für wen wird wie und welche Information gesammelt und erschlossen.
Auswahl/Bewertung/Katalogisierung/Vermittlung/Bewahrung
Hier soll der Einsatz der verschiedenen IT-Systeme beschrieben werden, die die zu bearbeitenden Medien (Buch, Aufsatz, Video, DVD, CD, CD-ROMs, Filmrollen, Internetlinks
-Bildwiedergabe, Tonspeicherung, Regionencodes, Zukunft-digitaler Film
Vorstellung eines Digitalen Filmarchiv durch ein Digital Content Management System/Media-Archive
durch die Fa. Tecmath AG
Im Filmarchiv der HFF wird seit ca. Mitte des Jahres 1999 das Content Management
System media archive® der Firma tecmath AG für die Archivierung und Dokumentation
der studentischen Abschlussarbeiten eingesetzt. In Ergänzung zur bisherigen
textuellen Dokumentation in einer Datenbank erlaubt media archive® die Archivierung
multimedialer Inhalte, in unserem Falle Kurzfilme. Als Lösung für das Content
Management unterstützt das System dabei den gesamten Arbeitsfluss beginnend
von der Akquisition (Digitalisierung) über die Dokumentation und Archivierung
bis hin zur Recherche und Bereitstellung von Inhalten über Grobschnitt und Export.
In dezentralen Archiven können unterschiedliche Formate wie Video-, Ton-, Text-
oder Bildmaterial beginnend von kleinen Kapazitäten, die vollständig in
direktem Zugriff sind, bis hin zu großen Archiven mit mehreren Terabyte und
hierarchischem Speichermanagement organisiert werden. Zugriffe sind über das
interne Computernetzwerk oder auch über Internet möglich, jeweils mit der
angepassten Übertragung nach verfügbarer Bandbreite von Keyframes über
RealVideo- oder MPEG-1-Streaming bis hin zum Download.
Für die HFF bringt der Einsatz des Content Management Systems im Filmarchiv
den Vorteil einer integrierten Gesamtlösung, welches nach dem Prinzip des Baukastensystems
eine schnelle, gleichzeitige Recherche- und Zugriffsmöglichkeit für eine
große Zahl von Nutzern bietet. Automatisierbare Tätigkeiten wie das Umkopieren
von Formaten und die Bereitstellung von an den jeweiligen Bedarf angepasste Datenkompressionen
tragen zur Kostenersparnis bei, die Möglichkeit der Präsentation und Vermarktung
von Inhalten über Online-Dienste erlaubt zusätzliche Ertragspotentiale.
_____________________________________________________
D. Sarnowski, M.A.
Zur Person:
Geb. 1961 in Berlin, 81-84 Senat für Wissenschaft und Forschung, Freie Universität Berlin, 84-85 Senatsbibliothek, Berlin, 85-88 Amerika-Gedenkbibliothek, 88-93 Stadtbibliothek Schöneberg, 86-91 Magisterstudium der Fächer Informations- und Erziehungswissenschaft, 93/94 Bertelsmann-Management-Seminar, ab 93 Leiterin der Hochschulbibliothek /Mediathek/Pressedokumentation der HFF
Mitautorin: Umlauf, Konrad: Medienkunde, erscheint Ende Nov. 2000 im Saur-Verlag