Das Projekt ELAN (eLearning Academic Network Niedersachsen) fördert den Aufbau eines eLearning-Netzwerks zwischen den niedersächsischen Hochschulen mit dem Ziel, die zukünftige Lehre und Weiterbildungsangebote der Hochschulen Niedersachsens durch den Einsatz multimedialer Technologien und entstprechend aufbereiteter Inhalte nachhaltig zu verbessern. Zur Ergänzung vorhandener eLearning- Angebote von ELAN wird daher im Rahmen des Projekts VitaminL und in Zusammenarbeit mit dem ELAN-Piloten H-BS eine Lerneinheit zur Thematik der objektorientierten Programmierung in Java entwickelt. Die Vermittlung der relevanten Lehrinhalte erfolgt dabei in einer Kombination aus Vorlesung und Praktikum: Grundlagenwissen wird der gesamten Lerngruppe per Frontalunterricht vermittelt, praktische Fähigkeiten werden von den Studierenden durch Bearbeitung kleinerer Aufgaben im unmittelbaren Anschluss an die Theorievermittlung erworben und am Ende des Kurses in einer Projektarbeit vertieft, deren Umfang mehrere Wochen beträgt. Die praktischen Arbeiten werden in Kleingruppen (von 2-4 Studierenden) durchgeführt und orientieren sich am konstruktivistischen Lernansatz, gemäß welchem Lernen nicht als Instruktionsprozess stattfindet, sondern als Konstruktion von Wissen durch die Gruppe selbst verstanden werden kann. Diese Form des Lernens im Team hat sich in vielen Bereichen als überlegen gegenüber dem individuellen Lernen gezeigt. Ebenso findet die Bearbeitung komplexer Aufgaben heute üblicherweise im Team statt, bedingt durch die für eine erfolgreiche Zielerreichung notwendige Aufgabenverteilung und die Spezialisierung der Teammitglieder.
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Die kurzzeitige, synchrone Zusammenarbeit virtueller Teams mit adaptiver, tutorieller Unterstützung bildet einen Spezialfall des CSCL (Computer Supported Collaborative/Cooperative Learning). Es gibt eine Reihe von Ansätzen tutorieller, kollaborativer und synchroner Systeme, allerdings decken diese die Ziele von VitaminL nur rudimentär ab, die Anpassung an die Teamstruktur fehlt sogar ganz.
Ziel war und ist daher die Konzeption und Implementierung eines Systems zur Durchführung virtueller Tutorien. Dazu waren einerseits grundlegende Kommunikationsmedien und Editoren zum gemeinsamen Bearbeiten von Quellcode umzusetzen. Andererseits aber war es das Ziel, den Teams auch außerhalb regulärer Tutorien jederzeit tutorielle Unterstützung zur Verfügung zu stellen.
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