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Associção Cultural Moinho da Juventude

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Associação Cultural Moinho da Juventude

Moinho Moinho

Das Associação Cultural Moinho da Juventude ist ein Gemeinschaftszentrum im Alto da Cova da Moura, einer Siedlung in der Nähe von Lissabon mit etwa 6000 Einwohnern, die größtenteils von den Kapverdischen Inseln stammen. 50% sind jünger als 20 Jahre. Die Aktivitäten des Zentrums begannen Anfang der 80er mit Kinderbetreuung, dem Kampf um bessere Arbeitsbedingungen, insbesondere für Frauen und der Verbesserung der hygienischen Verhältnisse im Viertel.

Heute gibt es dort ein Kinderzentrum ATL, das sich um Freizeitgestaltung, Gesundheit, Hausaufgabenbetreuung und organisierte Ausflüge für über 100 Kinder kümmert. Für Jugendliche gibt es ein Infobüro, eine Bibliothek, einen Gemeinschaftsraum, Computer- und Photokurse, Tanz und Sport und Diskussionsrunden über Familienplanung, AIDS, Drogen, Gewalt und Rassismus.

Durch die Gründung und Förderung von Musikgruppen wie Batuque Finka Pé und Kola Son Jon leistet das ACMJ einen Beitrag zur Bewahrung der kapverdianischen Kultur.

Das Infobüro des ACMJ, in dem man sich über Arbeitsbedingungen und - recht informieren kann, kämpft für die Verbesserung der Lebensbedingungen und der hygienischen Verhältnisse in der Siedlung und für die Legalisierung der Immigranten.

The Batuque Finka Pé

Batuque Batuque

Batuque Finka Pé entstand 1988 im Associação Cultural Moinho da Juventude aus einem Projekt von Frauen aus dem Alta da Cova da Moura-Viertel, die sich zusammengefunden haben, um kapverdianische Kultur und die Traditionen ihres Landes zu fördern.

Traditionell finden Perkussion Sessions – oder "Batucadas" – bei Hochzeiten, Taufen und anderen Familienfesten statt. Jedoch war vor der Gründung der Gruppe das Bewußtsein für die kulturelle Bedeutung dieser "Batucadas" sehr gering.

Nach mehreren Aufführungen im eigenen Stadtviertel kamen immer mehr Einladungen von außerhalb. Inzwischen ist es manchmal schwierig für die Frauen all diese Einladungen neben Arbeit und Familienalltag anzunehmen.

Neben Funaná ist Batuque einer der repräsentativsten Musikstile der Insel Santiago, die die Wurzeln der afrikanischen Kultur viel stärker beibehalten hat als ihre Nachbarinsel St. Vicente, dessen Kultur und die dort vorherrschenden Musikstile Morna und Coladeira durch Handel und Schiffahrt einen größeren europäischen (und sogar brasilianischen) Einfluß haben.

Batuque findet meist in Innen- und Hinterhöfen statt. Die Frauen bilden dabei einen Kreis um die Tänzerinnen und spielen die "Tchabeta", ein zusammengerolltes Tuch, das als Perkussionsinstrument gespielt werden kann, wenn es im Sitzen zwischen den Beinen plaziert wird. Sie singen und tanzen bis zum Morgengrauen. Ein typisches Batuque beginnt mit langen, improvisierten Melodien einer Solosängerin, die von glücklichen und traurigen Momenten des Lebens handeln oder eine bestimmte Person loben oder kritisieren. Die anderen Frauen wiederholen den Gesang der Solosängerin im ständigen Wechsel, wobei sich die Emotionen Schritt für Schritt hochschaukeln. Der Höhepunkt des Batuque ist erreicht, wenn der Gesang auf ein einziges Wort reduziert ist, das der Chor energisch wiederholt und mit aller Kraft auf die "Tchabetas" trommelt. Die Tänzerinnen zeigen beim "Rapira", einem Tanz mit schnellen Drehungen, ihre choreographischen Fähigkeiten zu zeigen. Das Publikum unterstützt die besten von ihnen mit enthusiastischem Applaus. Die eindrucksvollsten Tänzerinnen werden von den Zuschauern mit Geld belohnt.

Hörbeispiele

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