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Hang – melodisches Perkussionsinstrument aus dem 21. Jahrhundert

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Hang – melodisches Perkussionsinstrument aus dem 21. Jahrhundert
Die ersten Steeldrums
Geburtsstunde des „Urhang“
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Eine Entwicklungsgeschichte

Hang Hang Im Jahre 2001 wurde das Hang auf der Frankfurter Musikmesse erstmals einem öffentlichen Publikum präsentiert. Felix Rohner und Sabina Schärer, die aus der Schweizer Hauptstadt Bern angereist waren, hatten das Instrument ein Jahr zuvor entwickelt. Das Instrument schien eine absolute Neuheit zu sein und doch ließen das Prinzip der Tonerzeugung und der Klang Assoziationen mit der Karibik wach werden. Tatsächlich beginnt die Geschichte des Hang auf der anderen Seite des Atlantiks, gegen Ende des 19. Jahrhundert auf der Karibikinsel Trinidad.

Wie Chatburn beschreibt, wurden dort Rhythmen zunächst auf so genannten „tamboo-bamboo“, Bambusstäben verschiedener Länge, gespielt (1990: 119). Tamboo-bamboo Gruppen traten aber bald in organisierter Form auf dem Karneval auf. Gewalttätige Auseinandersetzungen unter den Musikgruppen sollen der Grund dafür gewesen sein, dass die britische Kolonialregierung Trommeln in der Zeit von 1900 - 1934 verbot (Goddard 1991). So kam es, dass die Musikgruppen ihre Rhythmen anstatt auf den tamboo-bamboo auf Pfannen, Keksdosen und Ölfässern zum Klingen brachten. Mit der ersten „zufälligen“ Delle („dent“) in einem der Ölfässer war die Idee der steelpan geboren. Dadurch, dass durch das Schlagen auf diese Einbuchtung ein anderer Ton erzeugt wurde, entstand die Idee, durch Hämmern systematisch „dents“ in das Metal zu schlagen, um so in einem Fass gleich mehrere verschiedene Töne erzeugen zu können. Winston ’Spree’ Simon soll der erste gewesen sein, der Stimmungen gezielt „in ein Fass geschlagen hat“ (Chatburn 1190: 120).