Zum ersten Mal in Europa!
Die kubanische Revolution des senegalesischen Salsa: Los Afro-Salseros de Senegal am Samstag, den 09.07.05 um 21 Uhr im Kulturcafe, Becherweg 5 (Forum, Alte Mensa), Uni Mainz
Eine afrikanische Geschichte: Im Jahre 2000 nimmt der neugewählte "konservative" Präsident Abdoulaye Wade diplomatische Beziehungen mit Kuba auf - Beziehungen, die der "sozialistische" Präsident Senghor nie für wichtig hielt. Gute Beziehungen zu Europa und den USA waren ihm wichtiger. Im Januar 2001 wurde die Aufnahme diplomatischer Beziehungen in Dakar gebührend gefeiert und der kubanische Botschafter in Conakry, jetzt auch für den Senegal zuständig, konnte den Klängen der besten Salseros von Dakar lauschen - und er war beindruckt. So beeindruckt, dass er die Musiker nach Kuba einlud. Diese Einladung löste so etwas wie die "kubanische Revolution des senegalesischen Salsa" aus: Bands, die sich sonst im Ringen um Zuhörer und Ruhm gegenseitig ausstechen wollten, arrangierten gemeinsame Benefizkonzerte um das Geld für die Flugtickets nach Kuba zu verdienen - denn die Flüge waren im Angebot des kubanischen Botschafters nicht enthalten. Ein guter Teil des Geldes kam zusammen, die senegalesische Regierung legte den Rest dazu, und im Juli 2001 kamen 16 senegalesische Salseros in Kuba an. Am Ende der Reise hatten sie 8 Songs, aufgenommen in den alten Egrem Studios in Havanna, mit im Gepäck. „Los Afro-Salseros de Sengal en la Habana“ wurde ein Riesenerfolg in Westafrika und die „Salseros“ avancierten zur senegalesischen Kultband.
