Über | Gabe
Angebot, Austausch und Gegenseitigkeit als künstlerische Strategie
Teil I: »Das Gastmahl«, 23. Juli 2011
Teil II: 28.Oktober bis 17. November 2011
Mit Beiträgen von
Florencia Almiron,
Iván Argote,
Markus Gustav Brinkmann,
Julia Dick,
Christin Lahr,
Katharina Sandner,
Antje Schiffers
und
David von Westphalen.
Für das zweiteilige Projekt »Über|Gabe: Angebot, Austausch und Gegenseitigkeit als künstlerische Strategie« lädt der Kunstverein Hildesheim Positionen ein, die Aspekte des Schenkens, Bereitstellens und des Tauschens thematisieren. In der Ausstellung »Über|Gabe« vom 29. Oktober bis 17. November 2011 präsentieren 8 Künstler Installationen, Videos, Fotografien, Performances und Künstlergespräche zum Thema.
Im Gegensatz zur ökonomischen Transaktion, die durch den Tausch von Geld gegen Ware abgeschlossen wird und keine Erwiderung nach sich zieht, erscheint das Geschenk jenseits ökonomischer Logiken prinzipiell unbezahlbar und kann nur durch ein Gegengeschenk erwidert werden. Der Austausch von Gaben basiert folglich auf intersubjektiven Prinzipien. Ausgehend von der Ebene direkter zwischenmenschlicher Interaktion soll im Rahen von »Über I Gabe« über die gesellschaftlichen Implikationen des Gabentauschs nachgedacht werden. Dem zugrunde liegt die Annahme, dass der Austausch von Geschenken auf komplexen Strukturen sozialer Systeme wie Machtverhältnisse, Intentionen, Konventionen, Abhängigkeiten und Geltungsbedürfnisse referiert.
Sobald etwas aus den Händen eines anderen in Empfang genommen worden ist, ändert sich sein Status vom bloßen Gegenstand zum individuell besetzten Geschenk, dessen Wert nicht mehr objektiv bestimmt werden kann. Der Akt des Schenkens eröffnet vielmehr einen subjektiven Erwartungsraum zwischen Schenkendem und Beschenktem und generiert einen offenen Zyklus des Gebens, Nehmens und Erwiderns. Das Überreichen einer Gabe zieht somit eine auszuhandelnde Situation nach sich, in der sich beide Parteien über Annahme, Ablehnung und Erwiderung zueinander positionieren.
Die soziale Praxis des Schenkens wird dabei nicht immer als positive Handlung und Geste erfahren. So begegnet man Geschenken von Fremden tendenziell mit Misstrauen oder fühlt sich in die Pflicht genommen, nachdem man ein Geschenk angenommen hat. In Form von Giveaways, Prämien oder Gratisbeigaben ist das Geschenk auch Teil jener ökonomischen Strategien, denen es seinem Grundprinzip nach widerspricht. Die Praxis des Schenkens stellt somit eine hybride Mischung dar von Gabe und Ökonomie, von Freigebigkeit und Eigennutz, Freiwilligkeit und Zwang.
Die Geste des Schenkens bietet als paradigmatischer Akt der Gegenseitigkeit Anlass zur Untersuchung weiterer Formen des nicht kommerziellen Austauschs von Waren und Handlungen. Strukturen des Anbieten, Markierens und auch Infiltrierens von Gaben können dabei ebenso betrachtet werden wie Prozesse des Überreichens, Annehmens und Reagierens auf kostenlose Angebote.
Ausgehend von der Ebene direkter zwischenmenschlicher Interaktion soll über die gesellschaftlichen Implikationen des Gabentauschs nachgedacht werden. Dem zugrunde liegt die Annahme, dass der Austausch von Geschenken auf komplexe Strukturen sozialer Systeme wie Machtverhältnisse, Intentionen, Konventionen, Abhängigkeiten und Geltungsbedürfnisse referiert.
»Über | Gabe« in zwei Teilen
Das zweiteilige Projekt »Über | Gabe« beginnt mit einer Einladung nach Hildesheim am 23. Juli 2011. Wir laden an eine festliche Tafel, um bei einer Reihe von theoretischen Impulsen und performativen Aktionen das Thema des Gebens und Nehmens zu eröffnen.
Die für den zweiten Projektteil im Oktober eingeladenen Künstler beteiligen sich im Juli mit einem Gastgeschenk, das beispielsweise die Form einer kurzen Vorstellung des eigenen Arbeitens oder einer Skizzierung des Interesses am Thema annehmen kann.
Während den darauf folgenden Wochen sollen sich die ersten Projektideen für Oktober konkretisieren. Im Rahmen des zweiten Teils von »Über | Gabe« vom 28. 10. – 13. 11. 2011 werden die künstlerischen Projekte in Hildesheim präsentiert, durchgeführt oder vorgestellt.
Kontext »Geben und Nehmen«
Das Programm des Kunstverein Hildesheim für 2011 bewegt sich aus verschiedenen Perspektiven um den Begriff und die Idee von »Austausch« in seiner Mehrdeutigkeit von Kommunikation, Warentausch und Wissensvermittlung sowie verwandte Begriffe wie Schenken, Einladen, Sammeln und Leihen.
Das Thema wird von Kunstverein Hildesheim 2011 in einer Reihe von Projekten untersucht, in denen ortsspezifische und prozessorientierte künstlerische Praktiken überwiegen und sich Inhalte und Formate häufig vor Ort und in Auseinandersetzung mit den beteiligten Künstlern entwickeln.
Ein Fokus liegt dabei auf der Frage, wie innerhalb des Formates der Ausstellung Austausch stattfinden kann. Austauschprozesse werden deshalb nicht nur inhaltlich thematisiert, sondern in den jeweiligen Formaten praktiziert und diskutiert.
Samstag, 23. Juli
Über | Gabe I. Das Gastmahl
Samstag, 23. Juli 10.00 bis 22.00
Programmübersicht Samstag, 23. Juli
Das vollständige Programm zum
Download (de, pdf).
10.00
Lisa Schmidt / Mayte Kappel Rovira
»Über | Gabe« – Begrüßung
11.00
Prof. Dr. Viola Vahrson
»Geben und Nehmen«
Kann ich nehmen ohne zu geben, geben ohne zu nehmen? Ist nicht schon die
Anerkennung der Gabe und das notwendige ‚Dankeschön’ eine Gegengabe? »Wenn der andere mir
zurückgibt oder mir schuldet oder mir zurückgeben muß, was ich ihm gebe, wird es keine Gabe gegeben
haben“, behauptet Derrida. Der Vortrag spürt den Paradoxien der Gabe nach, balanciert zwischen Geben
und Nehmen und landet in der Verausgabung.
13.00
Jens Papenkort
»Der Künstler als Parasit«
Das Bild vom Künstler als Parasiten basiert zumeist auf einer Differenzierung zwischen Kunst und Arbeit. In seinem Vortrag diskutiert Jens Papenkort diese Unterscheidung anhand ausgewählter Aspekte aus Begriffsgeschichte und Theorie des Parasiten und fragt nach der Aktualität des Motivs innerhalb der zeitgenössischen künstlerischen Praxis.15.00
Dr. Johannes Stahl
»Giveaways«
Johannes Stahl unternimmt mit den Anwesenden einen Spaziergang zu ausgesuchten
Orten im näheren Umfeld des Kehrwiederturms und benennt dabei kulturhistorische Konstanten
des Gebens und Bekommens. Dabei geht es jeweils um Verbindungen zu heutigen künstlerischen Formen und Strategien von Giveaways.
16.00
Gastgeschenke
Beiträge der für »Über|Gabe II - Angebot, Austausch und Gegenseitigkeit als künstlerische Strategie« geladenen Künstler.
18.00
Prof. Christin Lahr
»Macht Geschenke: Das Kapital«
Christin Lahrs Arbeit MACHT GESCHENKE: DAS KAPITAL* begegnet der herrschenden politischen Ökonomie sowie sinnentleertem, menschenunwürdigem Bürokratismus mit der Geste des Schenkens und stellt die Sinnfrage. Das System sieht sich selbst im Spiegel. Die Mikrospenden bringen 1x täglich die Bilanz des Staates aus dem Gleichgewicht – ungefähr einen Atemzug lang.
* MACHT GESCHENKE: DAS KAPITAL – Kritik der politischen
Ökonomie. Schenkung an die Bundesrepublik
Deutschland, Überweisung von Kapital an das Bundesministerium
der Finanzen, CHRISTIN LAHR, 2009 - ca. 2052
19.30
David von Westphalen
»Was gibt es heute, wer ist ›es‹, warum ›gibt‹ es, und wer gibt wen?«
Was passiert, wenn der geladene Performer selbst zum Gastgeber des Publikums wird, wo er
doch eigentlich Gast der Kunstinstitution ist? Wer bezahlt was und womit; wer erwartet was und wie? Woher kommt die von ihm angebotene Gabe eigentlich? David von Westphalens Vortrag thematisiert selbstreferentiell und situationsspezifisch seinen eigenen ökonomischen
Rahmen. Weil es eben keine Gabe gibt ohne Ökonomie.
Anmeldung
Um Anmeldung zum Gastmahl bis zum
20. Juli 2011 per e-mail an
kontakt@kunstverein-hildesheim.de
wird gebeten.
Programmflyer, »Über | Gabe I : Das Gastmahl«
Download
Das vollständige kommentierte Programm zum
Download (de, pdf).
Freitag, 28.10., 20.00, Eröffnung
Über | Gabe II. Angebot, Austausch und Gegenseitigkeit als künstlerische Strategie
28.10. - 13.11.2011
Ausstellung, Performances, Aktionen
In der Ausstellung »Über | Gabe« im Oktober, dem zweiten Teil des Projekts, präsentiert der Kunstverein Hildesheim das Thema in Form künstlerischer Beiträge. Den Auftakt des Projekts bildete im Juli 2011 das »Gastmahl«, ein diskursives Begegnungsformat, bei dem sich Künstler, Kunsttheoretiker und Gäste zum Thema des Gebens, Nehmens und Erwiderns in Kunst und Leben austauschten. Während des Ausstellungszeitraums vom 29. Oktober bis 17. November werden nun dieselben Künstler sowie zusätzliche Positionen im Kehrwiederturm Installationen, Videos, Fotografien, Performances und Künstlergespräche präsentieren.
Die Installationen »Just another ordinary day« von Julia Dick und »Schenk mich« von Katharina Sandner fordern den Betrachter zum aktiven Austausch mit seinem Umfeld heraus. Die für ihre partizipativen Performances bekannten Künstlerinnen haben ihre Solo-Arbeiten eigens für »Über I Gabe« entwickelt. Das Video der Intervention »I just want to give you money« des Medienkünstlers Iván Argote thematisiert das Misstrauen gegenüber der »milden Gabe«. Die junge argentinische Künstlerin Florencia Alirón hingegen arbeitet in ihren Fotografien mit dem Farb- und Formenreportoire von Gabentischen und Geschenkverpackungen.
In seinem Projektbüro am Ostertor 12 zeigt Markus Gustav Brinkmann fünf Arbeiten unter dem Titel »Keine gute Tat«. Jede einzelne und alle zusammen sind das Angebot an die Bürger und Bürgerinnen, ihm Geld zu geben.Markus Gustav Brinkmann hat beobachtet, dass es der höchste Wert unserer Gesellschaft ist, möglichst viel Geld für möglichst wenig Gegenleistung zu bekommen. Artifiziell überspitzt Markus Gustav Brinkmann diesen Zustand, indem er die Gegenleistung auf Null setzt. Markus Gustav Brinkmann nimmt nur noch. Dafür ist ihm jede Begründung recht.
»Keine gute Tat«
Eröffnung: Dienstag, 01. November, 14.00
Dienstag bis Freitag ab 14.00
Samstag 10.00 - 15.00
Weitere Informationen unter
www.keinegutetat.de
Das oberste Stockwerk des Kehrwiederturms wird nacheinander performative Formate, Installationen und Künstlergespräche dreier unterschiedlicher KünstlerInnen beherbergen: vom 28. Oktober bis 2. November wird hier Christin Lahrs Arbeit »MACHT GESCHENKE: DAS KAPITAL – Kritik der politischen Ökonomie«, (WORK IN PROGRESS 2009 – 2052) zu Gast sein. David von Westphalen bespielt vom 4. bis 9. November den Raum mit seiner kulinarisch-philosophischen Performance »Es gibt Fisch«. Am 11. November schließlich erzählt die Künstlerin Antje Schiffers in einem Vortrag von Tauschgeschäften, Hammelfett und Unternehmensberatern.
Julia Dick »Junst onother ordinary day«, 2011
Installationsansicht
Julia Dick »Junst onother ordinary day«, 2011
Installationsansicht
Katharina Sandner »Schenk mich«, 2011
Installationsansicht
Florencia Almirón »Banquet woman«, 2007
Copyright: Florencia Amirón
Markus Gustav Brinkmann »Keine Gute Tat«, 2011
Installationsansicht Ostertor
Christin Lahr »Macht Geschenke: The Making of Capital«
2009 ongoing, Installationsansicht
Christin Lahr »Macht Geschenke: The Making of Capital«
2009 ongoing, Installationsansicht
Christin Lahr »Macht Geschenke: The Making of Capital«
2009 ongoing, Installationsansicht
David von Westphalen »Es gibt Fisch«
Vorstellung am 6.November 2011
David von Westphalen »Es gibt Fisch«
Vorstellung am 6.November 2011
Antje Schiffers »Das große Beschparmak – ein Medley«
Installationsansicht zum Vortrag
Antje Schiffers »Das große Beschparmak – ein Medley«
Installationsansicht zum Vortrag
Antje Schiffers »Das große Beschparmak – ein Medley«
Installationsansicht zum Vortrag
Veranstaltungen
Samstag, 29. Oktober, 18.00
»MACHT GESCHENKE: THE MAKING OF CAPITAL. Über die Ökonomie des Schenkens oder die Kunst, ein Nilpferd mit der Goldwaage zu wiegen.«
Vortrag und Künstlergespräch von und mit Christin Lahr
Dienstag, 01. November, 14.00
Eröffnung »Keine gute Tat«
Ort: Ostertor 12
»Keine gute Tat«
immer Dienstag bis Freitag ab 14.00
jeden Samstag 10.00 - 15.00
Weitere Informationen unter
www.keinegutetat.de
Freitag, 4. November und Samstag, 5. November, jeweils 19.30
Performance »Es gibt Fisch« von David von Westphalen
Eintritt inklusive Menü: 8€, ermäßigt 5€
Um Anmeldung an kontakt@kunstverein-hildesheim wird gebeten
Freitag, 11. November, 19.00
»Das große Beschparmak – ein Medley«
Vortrag von Antje Schiffers
Donnerstag, 17. November, 19.30
Finissage
Öffnungszeiten
Freitag bis Mittwoch, 14.00 – 18.00
Konzept und Organisation
Mayte Kappel Rovira und Lisa Schmidt
Veranstaltungskoordination »Gastmahl«
Julia Oehme
Kunstvermittlung Kunstaufstieg Maralena Schmidt
Dokumentation Norman Grotegut
Grafik Wiebke Frerichs
Assistenz Birke Baumann
Lisa-Marie Kromer
Kunstvermittlung Kunstaufstieg: Sommerferienprojekt ab 13 Jahre
Geschenkt
KUNSTAUFSTIEG lädt Jugendliche ab 13 Jahren zu einem Projekt rund um das Thema Schenken ein.
Ausgehend von den Themen der Ausstellung
»Über | Gabe« des Kunstvereins, schauen wir uns an, wie die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler das Thema Schenken umsetzen.
Welche Bedeutung hat das Schenken in unserem Alltag? Warum freut man sich über Geschenke und warum macht es Spaß, zu schenken? Wie lang wäre eine Liste aller Geschenke, die ich in meinem Leben schon bekommen habe? Was ist ein Geschenk wert? Muss ein Geschenk immer ein Gegenstand sein oder ist z.B. auch eine "Gratis-Umarmung" für einen Passanten ("Free Hug") ein Geschenk?
Gemeinsam entwerfen und bauen wir eine mobile Schenk-Station in der wir unsere Ideen, Meinungen und Aktionen zum Schenken präsentieren können. Die Station kann an verschiedene Orte in Hildesheim wandern und die Passanten zum mitmachen einladen.
Zeitraum
Dienstag, 9. August - Freitag, 12. August 2011
11.00 - 15.00 Uhr
Abschluss: Samstag, 13. August 2011, 11.00 Uhr
Treffpunkt
Kehrwiederturm, Am Kehrwieder 2, Hildesheim
Teilnahmekosten
3 € (bitte mitbringen)
Anmeldung und weitere Informationen
maralena.schmidt@kunstverein-hildesheim.de
Informationen zu den beteiligten Künstlern und Vortragenden
Florencia Almirón (*1982 in Buenos Aires, Argentinien)
studierte Bildende Kunst am Instituto Universitario Nacional del Arte von Buenos Aires (Argentinien) und an der UdK Berlin. Stipendiation des DAAD und des MMSEN-Programms, einem Stipendienprogramm zur Förderung herausragender junger argentinischer Künstlerinnen. Einzel- und Gruppenausstellungen in Berlin und Buenos Aires.
www.floralmiron.blogspot.com
Ivan Argote (*1983 in Bogota, Kolumbien)
Studierte Bildenden Kunst an der Ecole nationale supérieure des Beaux-Arts bei Claude Closky und Guillaume Paris in Paris (Frankreich) sowie Neue Medien und Grafik-Design an der Universidad Nacional de Bogota (Kolumbien). Er arbeitet in den Medien Video, Fotografie, Skulptur, Performance und Intervention im öffentlichen und institutionellen Raum. Er hat in Kolumbien, Frankreich, Deutschland, Spanien, Groß Britannien, USA, Taiwan und der Schweiz ausgestellt. Lebt und arbeitet in Paris.
www.ivanargote.com
Markus Gustav Brinkmann (*1972)
studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis in Hildesheim. Er arbeitet freischaffend als Performance- und Interventionskünstler und als Kulturpädagoge. Seine Arbeiten sind der Versuch, Normalität auszuhebeln, Scheitern salonfähig und Begegnungen zu Kunst zu machen.
www.keinegutetat.de
www.markusgustavbrinkmann.de
Julia Dick (*1981)
studierte Kunstpädagogik und Darstellendes Spiel sowie ein Meisterschülerstudium in freier Kunst an der Hochschule für bildende Künste in Braunschweig. Sie ist die eine Hälfte des Performanceduos katze und krieg, sowie Mitbegründerin des Kuratorenprojekes actualitas - kunst vor Ort. Freischaffend tätig arbeitet sie als Künstlerin, vorwiegend Performerin, sowie als Dramaturgin, Kunst- und Theaterpädagogin. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit dem Verhältnis von den Grenzen und den Möglichkeiten zwischen den Menschen.
www.katzeundkrieg.de
Norman Grotegut (*1982),
Diplom-Kulturwissenschaftler mit den Schwerpunkten Medien und Theater. Seine Schwerpunkte sind Dokumentar- und Animationsfilm, Schauspiel und Audioformate. Seit 2008 freiberuflich als Dokumentarfilmer, Medienpädagoge, Schauspieler und Sprecher tätig. Arbeits- und Studienaufenthalte in Finnland, Palästina und diversen Ländern Osteuropas.
Christin Lahr (*1965 in München)
lebt und arbeitet als Künstlerin, Kuratorin und Professorin in Berlin und Leipzig. Seit Abschluss des Studiums an der UdK Berlin zahlreiche Stipendien, Preise und Ausstellungen in Inn- und Ausland. Seit 2001 Professur für Medienkunst, Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig. Seit 2006 Leiterin des Studienganges Medienkunst und Prodekanin, seit 2010 Geschäftsführende Professorin der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig
www.christin-lahr.de
Katharina Sandner (*1982)
studierte in München, Valencia und Braunschweig Bildende Kunst und Performance. Zusammen mit Julia Dick gründet sie das Performance Duo katze und krieg, das seit vier Jahren eigene Konzepte verwirklicht und national als auch international ausstellt.
wwww.schenkmich.blogspot.com
www.katzeundkrieg.de
Antje Schiffers (*1967 in Heiligendorf)
arbeitet seit mehreren Jahren mit einer altbekannten, jedoch in der westlichen Welt nicht mehr vertrauten Praxis, dem Tauschgeschäft. Sie tauscht ihr künstlerisches Können gegen die Möglichkeit, unterschiedliche Lebens- und Arbeitsbedingungen kennen zu lernen und nimmt dabei eigene und fremde Vorstellungen über die Rolle von KünstlerInnen in der Gesellschaft ins Visier. Antje Schiffers hat in Deutschland, USA und Lateinamerika gearbeitet. Aktuell ist sie Gastprofessorin an der Universität Hildesheim. Sie hat mit ihrer Kunst zahlreiche Preise und Stipendien gewonnen, unter anderem das Niedersächsisches Landesstipendium, den Förderpreis des Landes Niedersachsen und den Sprengel-Preis für Bildende Kunst der Niedersächsischen Sparkassenstiftung.
www.antjeschiffers.de
David von Westphalen (*1981)
studierte in Hildesheim Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis mit den Schwerpunkten Philosophie und Theater. Leiter der Spielstätte »Nachtbar« im Stadttheater Hildesheim 2005/06. Arbeitete als Darsteller, Dramaturg, Regisseur und Texter in Theaterperformances verschiedener Art.
davidvonwestphalen.blogspot.com
Dr. Johannes Stahl (*1958)
studierte Kunstgeschichte, Germanistik, Philosophie und Städtebau an den Universitäten Bonn und Marburg. Lehrte an den Universitäten Bonn und Halle/Saale sowie an der Akademie der Bildenden Kunst in Mainz und an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle/Saale. Zu Zeit tätig als Autor, Kurator und Kulturberater. Inhaltliche Schwerpunkte seiner Arbeit sind u.a. Kunst im öffentlichen Raum, Kunstvermittlung, Giveaways und Fragen des Räumlichen in verschiedenen Medien.
www.j-stahl.de
Jens Papenkort M.A. (*1971)
Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Germanistik in Basel und Düsseldorf.
Lebt und arbeitet als freier Kunsthistoriker in Düsseldorf.
Das Projekt wird gefördert durch die Stadt Hildesheim, das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und die Stiftung Niedersachsen.
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