observing beast, time, evolution
Kunst und Naturwissenschaft

7. September - 2. November 2008

Ein Kooperationsprojekt des Kunstvereins Hildesheim und des Roemer-Pelizaeus-Museums Hildesheim

Ariane Michel, Sur la terre, Videoinstallation, 2005


Sonntag 07.09.2008
11 Uhr
Eröffnung im Roemer-Pelizaeus-Museum

13 Uhr
Empfang in der Galerie im Kehrwiederturm


Was ist Leben? Wie lange reichen unsere fossilen Ressourcen? Was ist Zeit? Wer verantwortet den Klimawandel? Dürfen wir in die Evolution eingreifen? Fragen zu Naturkatastrophen, Genforschung oder Artensterbenwaren lange Zeit den Naturwissenschaften vorbehalten - heute werden sie auf politischer und wirtschaftlicher Ebene verhandelt. Ihre Brisanz lässt sich nach dem jüngsten UN-Klimabericht auf die Frage zuspitzen:
Ist die Erde noch zu retten?

Vor diesem Hintergrund zeigt die Ausstellung „observing beast, time, evolution. Kunst und Naturwissenschaft“ über ein Dutzend internationaler Künstlerinnen und Künstler der Gegenwart. Die Schau findet als Kooperationsprojekt zeitgleich im Kunstverein Hildesheim und im Roemer- und Pelizaeus-Museum statt. Bezugspunkt für die Arbeiten mit unterschiedlichen Medien ist die erdzeitgeschichtliche Sammlung im Museum. Beginnend mit dem Urknall, wird hier die Entstehung allen Lebens mit Mineralien, Knochenfunden und fossilierten Skeletten vermittelt. Die Künstler der Ausstellung arbeiten seit vielen Jahren im Kontext der Naturwissenschaften.



Sanna Kannisto, Eupetomena macroura, c-print, 2005
Courtesy Galerie Georg Kargl, Wien

 


 


Hansbauer & Konrad, Niemandsland, Installation, Detail, 2005

Sie bedienen sich wissenschaftlicher Methoden für eigene fiktive Dokumentationen. Sie schlüpfen in die Rolle von Amateurforschern, die Bienenkästen aufstellen, Paradiesvögel anlocken oder Gendaten sammeln. Sie inszenieren Expeditionen an die Ränder der Erde mit der Verve eines Forschers oder archivieren Bäume, Unkräuter und Insekten im städtischen Raum. Wie es der Titel andeutet, beobachten sie Tiere, reflektieren die vergehende Zeit und widmen sich subtilen Veränderungen in unserer Umwelt.
Kuratiert von Elke Falat und Sabine Mila Kunz

Mit: Mark Dion, Frank Hesse, Katie Holten, Sanna Kannisto, Ursula Hansbauer & Wolfgang Konrad, Künstlerkollektiv finger, Jochen Lempert, Ariane Michel, Helen Mirra, Jürgen Stollhans & Federico Geller, Susan Turcot, Lois & Franziska Weinberger

Die Ausstellung wird gefördert aus Mitteln des Landes Niedersachsen, der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, der Sparkasse Hildesheim und der Friedrich Weinhagen Stiftung.

Vorträge im Roemer- und Pelizaeus-Museum:

Montag, 29. 09. 08, 19.30 Uhr
Künstlerkollektiv finger: Qualitätskontrolle. Stadtimkerei/finger in Hildesheim

Montag, 20. 10. 08, 19.30 Uhr
Hansbauer & Konrad und Anne Schweigler: Koloniale Saat

Montag, 27. 10. 08, 19.30 Uhr
Jürgen Stollhans & Frederico Geller:
Pangäa. Fahr zur Hölle, Sozialdarwinismus! „an introduction to developmental noise“

Geologische Exkursion für Familien mit Kindern
Sonntag, 28. 09. 08, 10.30 Uhr

vor dem Roemer- und Pelizaeus-Museum mit Dr. Carsten Helm (Ende 15.00 Uhr)
Ein Fußmarsch durch die Innenstadt über den Galgenberg zum Bismarkturm.

Kunstverein Hildesheim
Kehrwieder 2, 31134 Hildesheim
Tel 05121 295 97 36
Mi - Sa 15.00 -18.00 Uhr, So 11.00 - 18.00 Uhr
www.kunstverein-hildesheim.de

Roemer-und Pelizaeus Museum
Am Steine 1-2
31134 Hildesheim
Di-So 10-18 h
www.rpmuseum.de

Zur Ausstellung erschient ein Kalatog in dt./engl. im Kerber Verlag Bielefeld.


Finger, Stadtimkerei Hildesheim, 2008
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