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Dekobild im Seitenkopf Studiengangsevaluation
 

Ziele des Evaluationsverfahrens

Ziel der Evaluationsverfahren an der Universität Hildesheim ist es, Diskussionsprozesse zur Qualität von Studium und Lehre zwischen Studierenden und Lehrenden anzuregen. Der Dialog soll auf unterschiedlichen Ebenen durch verschiedene Methoden angeregt werden. Während die Lehrveranstaltungsevaluation schwerpunktmäßig ein direktes Feedback für die Lehrenden darstellt,  sollen die Studiengangsevaluation und die Evaluation der Studienbedingungen auch Diskussionen auf Studiengangsebene und auf Ebene der gesamten Universität initiieren. Die Ergebnisse der beiden letztgenannten Evaluationsverfahren werden daher – anders als bei der Lehrveranstaltungsevaluation – den Kommissionen des zentralen und dezentralen Qualitätsmanagements zur Verfügung gestellt.

Mit der Studiengangsevaluation werden die Kritikpunkte der Studierenden und die Anregungen aus dem ersten Bologna-Tag vom 20. Januar 2010 aufgegriffen. Die Studiengangsevaluation soll u.a. Aufschluss darüber geben, wo die Studienstrukturen beispielsweise durch mehr Wahlmöglichkeiten flexibilisiert, Prüfungsbelastung reduziert und Mobilitätsbarrieren abgebaut werden können.

 

Die Studiengangsevaluation als Teil des Qualitätsmanagements der Universität Hildesheim

Die Studiengangsevaluation ist Teil eines umfassenden Qualitätsprogramms, mit dem sich die Universität Hildesheim zum Ziel gesetzt hat, die Qualität von Studium und Lehre nachhaltig zu verbessern. Die Studiengangsevaluation stellt dabei nicht das einzige, aber ein wesentliches Element der Evaluation von Studium und Lehre dar. Weitere Evaluationsinstrumente sind bspw. die Lehrveranstaltungsevaluation, die Evaluation von Studienbedingungen, die Erstsemesterbefragung sowie  Absolventenbefragungen.

Damit die Evaluationsergebnisse nicht ins Leere laufen, werden – und hier greift einer der Grundgedanken des Qualitätsmanagements: den „Qualitätskreis zu schließen“ – auf unterschiedlichen Ebenen Regelkreise geschlossen.

Anders als die Lehrveranstaltungsevaluation generiert die Studiengangsevaluation Daten, die nicht nur zwischen Veranstaltungsteilnehmern und Dozenten/Dozentinnen diskutiert werden, sondern auch und vor allem in den Gremien des zentralen und dezentralen Qualitätsmanagements. D.h. konkret, dass die Ergebnisse der Studiengangsevaluation einerseits auf zentraler Ebene in der Senatskommission Qualitätsmanagement, in der Hochschulleitung und im Senat diskutiert werden und andererseits auf Ebene der Fachbereiche in den QM-Studienkommissionen. Das ist der Ort, an dem Verbesserungspotenziale bezogen auf einzelne Studiengänge aber auch studiengangsübergreifend diskutiert und Maßnahmen zur Weiterentwicklung angestoßen werden können.

Die Evaluationsergebnisse bilden darüber hinaus unter anderem die Grundlage für die Semesterplanung, in der das Lehrangebot für jedes Semester geplant wird, sowie für die Planung der Verwendung dezentraler und zentraler Studienbeiträge. Da sie eigens Fragen zur Verwendung der Studienbeiträge und zu wünschenswerten Veranstaltungen enthält, kann die Studiengangsevaluation Informationen zur bedarfsgerechten Verwendung der Studienbeiträge beisteuern.

 

Was wird mit der Studiengangsevaluation erhoben?

Die Studiengangsevaluation möchte nicht die Qualität der Studiengänge an der Universität Hildesheim objektiv messen, sondern durch subjektive Rückmeldungen der Studierenden zu wichtigen Qualitätsmerkmalen die Diskussion über die Qualität der Studiengänge anstoßen. Letztlich soll es darum gehen, Verbesserungspotenziale im Dialog zu identifizieren und Maßnahmen zur Weiterentwicklung von Studium und Lehre abzuleiten.

Während sich die Lehrveranstaltungsevaluation auf einzelne Veranstaltungen bezieht, untersucht die Studiengangsevaluation den übergeordneten Zusammenhang eines Studiengangs. Hier werden die Studiengänge hinsichtlich ihres strukturellen und inhaltlichen Aufbaus untersucht einschließlich Lehrangebot und Prüfungssystem. Außerdem werden Faktoren erhoben, die aus Sicht der Studierenden die Studierbarbeit beeinträchtigen.

Zu folgenden Rubriken enthält die Studiengangsevaluation Fragen:  

  • Informationsmöglichkeiten für die Organisation des Studiums
  • Studienorganisation
  • Lehrangebot
  • Studien- und Prüfungsleistungen
  • Familiengerechte Hochschule (Studieren mit Kind bzw. mit zu pflegenden Angehörigen)
  • Schlüsselkompetenzen
  • Forschungsorientierung des Studiengangs
  • Praxisbezug des Studiengangs
  • Verfügbarkeit von Literatur
  • Studierbarkeit
  • Finanzierung des Studiums
  • Verbesserung von Studium und Lehre

Insgesamt besteht der Fragebogen aus max. 80 Fragen, je nach Studiengang bzw. abhängig davon, ob aufgrund eigener Kinder bzw. zu pflegender Angehöriger auch Fragen zur Vereinbarkeit von Studium und Familie relevant sind.

Eine Voransicht des Fragebogens zur Studiengangsevaluation im PDF-Format finden Sie im elektronischen QM-System. Dort können Sie auch den Diskussionsprozess zur Entwicklung des Fragebogens mit allen Änderungsvorschlägen, die beim Qualitätsmanagement eingegangen sind, sowie die Beschlussfassung der Senatskommission Qualitätsmanagement nachvollziehen.

 

Wer war an der Entwicklung des Fragebogens beteiligt?

Vorbildfunktion für die Studiengangsevaluation hatte die seit Jahren von den Studierendenvertretern an Fachbereich 2 durchgeführten Befragungen und Studiengangsberichte (siehe Fachschaft Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis). Auf dieser Grundlage und auf Basis einer umfassenden Recherche zu vergleichbaren Evaluationsinstrumenten an anderen deutschen Hochschulen wurde ein erster Entwurf für einen Fragebogen an der Universität Hildesheim entwickelt. Dieser wurde dann im Sommersemester 2009 und im Wintersemester 2009/10 in der Senatskommission Qualitätsmanagement intensiv diskutiert und auf Grundlage von Rückmeldungen aus allen vier Fachbereichen mehrfach überarbeitet.

In den Entwicklungsprozess waren nicht nur die dezentralen QM-Studienkommissionen der Fachbereiche sowie die fachbereichsübergreifende Studienkommission Lehramt involviert, an denen Studierende paritätisch beteiligt sind. Auch haben mehrere Gespräche zwischen den Studierendenvertretern von AStA und StuPa mit dem Vizepräsidenten für Lehre und dem Qualitätsmanager stattgefunden. Auch diese Gespräche haben zur Überarbeitung des Fragebogenentwurfs beigetragen.

An dieser Stelle sei allen, die sich aktiv bei der Entwicklung des Fragebogens eingebracht haben, ganz herzlich gedankt. Nach dem ersten Durchlauf der Studiengangsevaluation wird eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aller Fachbereiche damit beauftragt, das Evaluationsinstrument auf Grundlage der Ergebnisse des ersten Durchlaufs weiterzuentwickeln. Nähere Informationen zu dieser Arbeitsgruppe werden bekanntgegeben, sobald die AG beauftragt wurde.

Der Diskussionsprozess mit allen beim Qualitätsmanagement eingegangenen Rückmeldungen zum Fragebogen kann im elektronischen QM-System nachvollzogen werden.

 

Ablauf der Studiengangsevaluation

Die Studiengangsevaluation wurde erstmals im Sommersemester 2010 im Online-Verfahren durchgeführt. Alle Studierenden der Universität Hildesheim ab dem zweiten Semester wurden zur Teilnahme an der Studiengangsevaluation eingeladen.

Von den 4.731 Studierenden, die zur Teilnahme an der Studiengangsevaluation eingeladen wurden, haben 1.598 geantwortet. Das entspricht einer Rücklaufquote von 33,8%. In zahlreichen Bachelor- und Master-Studiengängen liegt die Rücklaufquote sogar bei 40% bis 57%. Niedrigere Rücklaufquoten von unter 30% weisen nur einzelne Bachelor- und Master-Studiengange sowie auslaufende Diplom- und Magister-Studiengänge auf.

Die Auswertungen zur Studiengangsevaluation finden Sie online. Beachten Sie bitte, dass Sie nur innerhalb des Universitätsnetzes oder über VPN darauf Zugriff haben.

Im nächsten Schritt werden nun die Ergebnisse auf Ebene der Studiengänge und auf Ebene der Fachbereiche ausgewertet und analysiert. Die Diskussionen hierzu finden in den QM-Studienkommissionen statt, an denen Sie als Studierende paritätisch beteiligt sind, sowie im direkten Kontakt der Institute mit Ihnen.

Die Fachbereiche wurden damit beauftragt, eine schriftliche Auswertung und Interpretation der Evaluationsergebnisse anzufertigen. Anhand dieses Reports sollen dann im Rahmen des Dies academicus im Wintersemester 2010/11 die Evaluationsergebnisse und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung der Studiengänge präsentiert und gemeinschaftlich zwischen Studierenden und lehrenden diskutiert werden.

Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass die Ergebnisse der Studiengangsevaluation für Diskussionen zur Qualität der Studiengänge genutzt werden und damit zur Weiterentwicklung der Studiengänge beitragen.

 

Was passiert mit den Ergebnissen?

Die Frage, die insbesondere Studierende am stärksten bewegt, ist was mit den Ergebnissen der Studiengangsevaluation passiert. Nur wenn tatsächlich Erkenntnisse aus der Studiengangsevaluation dazu beitragen, das Studieren in Hildesheim zu verbessern, wird man bereit sein, an der Evaluation teilzunehmen und sich mit seiner Kritik und mit seinen Ideen einzubringen. Zugegebenermaßen liegt darin wohl eine der größten Herausforderungen des Qualitätsmanagements in Studium und Lehre.

Die Studiengangsevaluation soll hier einen wesentlichen Betrag leisten, nicht nur Erkenntnisse zu sammeln, sondern auch Transparenz zu schaffen, was mit den Daten passiert. Während die Ergebnisse der Lehrveranstaltungsevaluation insbesondere im direkten Kontakt zwischen den Studierenden und Lehrenden einer Veranstaltung besprochen werden,  fällt es bei der Studiengangsevaluation leichter, die Ergebnisse – studiengangsbezogen oder studiengangsübergreifend – in den Gremien der Universität zu diskutieren. Denn die Daten der Studiengangsevaluation enthalten keine personenbezogenen Daten und sie liefern Anhaltspunkte, was auf übergeordneter Ebene verbessert werden kann.

Auswertungsberichte zur Studiengangsevaluation

Die Ergebnisse der Studiengangsevaluation werden in zwei Berichtstypen veröffentlicht:

  1. Auswertung je Studiengang:
    Datengrundlage bildet die Auswertung der Daten der Studiengangsevaluation je Studiengang. Diese Auswertung wird durch aggregierte Daten aus der Lehrveranstaltungsevaluation ergänzt.
  2. Gesamtauswertung der Universität:
    Datengrundlage bildet die Auswertung der Daten aller Studiengänge. Auch diese Auswertung wird durch aggregierte Daten aus der Lehrveranstaltungsevaluation ergänzt.

Die Auswertungen der Studiengangsevaluation 2010 finden Sie im elektronischen Qualitätsmanagement-System.

Diskussion der Ergebnisse in den Gremien

Alle Berichte werden den zuständigen Gremien der Universität Hildesheim zur Verfügung gestellt:

  1. Eine Auswertung je Studiengang geht an die zuständige QM-Studienkommission
  2. Eine Gesamtauswertung der Universität geht an die Senatskommission Qualitätsmanagement, die Hochschulleitung und den Senat.

Die QM-Studienkommissionen werden aus der Senatskommission Qualitätsmanagement heraus mit der Ableitung von Handlungspotenzial je Studiengang und der Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen beauftragt.

Die Berichte werden darüber hinaus im Intranet der Universität der Hochschulöffentlichkeit bereitgestellt.

Neben der Diskussion in den Gremien findet zweimal im Semester ein Jour Fixe des Vizepräsidenten für Lehre und des Qualitätsmanagers mit Studierendenvertretern von AStA und StuPa statt. In diesem Kontext werden auch die Ergebnisse der Studiengangsevaluation diskutiert und insbesondere Maßnahmen zur Verbesserung von Studium und Lehre auf übergeordneter Ebene erörtert.

Ansprechpartner:

  • Sollten Sie allgemeine Fragen zum der Evaluationsverfahren oder zum Qualitätsmanagement haben, so können Sie sich gerne an den Qualitätsmanager der Universität, Herrn Ditzel (evaluationuni-hildesheim.de)  wenden.
  • Bei Fragen zur Weiterentwicklung einzelner Studiengänge wenden Sie sich bitte an die Dekanatsgeschäftsführer der zuständigen Fachbereiche oder direkt an die Studiengangsbeauftragten.
 
 

aktuelle Hinweise

Eine Diskussion der Ergebnisse erfolgt in der Senatskommission für Qualitätsmanagement, in den QM-Studienkommissionen, im Rahmen von Studiengangs- bzw. Institutsversammlungen sowie im Rahmen des Dies Academicus im Wintersemester 2010/11.