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Aufgetaucht: 420 Eltern erkunden Uni-Campus

Reinhard und Gerda Mayr reisten aus dem Sauerland zum Elterntag an, um den Studienort ihres Sohnes Florian kennenzulernen.

„Wir wollen wissen, wo unser Sohn die nächsten Jahre lebt“, begründen Gerda und Reinhard Mayr die vierstündige Anreise aus dem Sauerland. 420 Eltern und Angehörige der Studienanfänger haben am Freitag, 19. Oktober 2012, die Universität und Stadt Hildesheim erkundet.

Ungewohnt, ohne Laptops auf dem Schoß. Prof. Dr. Wolfgang Schröer freut sich an diesem Freitagmorgen, mal „zu einem anderen Publikum“ zu sprechen. Wie erwachsen sind Studierende? Was ist Jugend? Wann sind wir erwachsen? In seinem Festvortrag wandte sich Schröer an die Eltern und Angehörigen der Studienanfänger. Er unterstrich, dass Universitäten stärker dazu beitragen müssen, dass junge Erwachsene eine soziale, politische, berufliche Haltung finden können. „Das braucht Zeit. Studierende stehen unter einem immensen Statusdruck und in einem verschärften Wettbewerb um Bildungszertifikate. Wir haben verlernt zu sehen, dass Studium mehr ist als Wissensoutput – eine Lebensphase.“ An die Eltern gerichtet hielt er fest: „Unterstützen Sie die Studierenden als junge Erwachsene, verstehen Sie sie aber auch in ihrer Jugendlichkeit und machen Sie das Studium nicht zum Familienprojekt".

Die Bilanz der Eltern nach der Vorlesung? „Ökonomische Selbstständigkeit, ein eigener Haushalt und die Sorge für andere – auch aus anderen Generationen –, das gehört zum Erwachsenwerden“, lautet das Fazit von Eliana und Raffaele De Simone. Ihre Tochter Lara beginnt in diesen Tagen ihr Studium „Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus“. Um sechs Uhr ging es los, die Eltern sind aus Heidelberg zum Elterntag (Bildergalerie vom Elterntag) angereist und freuen sich „dass die Universität Hildesheim diesen Übergang vom Elternhaus in das Studium mit einem Feiertag begeht“. Ein „Ritual“, irgendwie fühlen sie sich „an den Schulanfang erinnert“.

Derweil blicken am Hauptcampus im Halbstundentakt neugierige Eltern in die Hörsäle, die Sportanlagen und die Bibliothek. Familie Leupold hat sich um Lehramtsstudentin Sevim Dasci versammelt, die an diesem Tag bereits die fünfte Campus-Führung startet. „Wir wollen wissen, wo unsere Tochter Verena Pädagogische Psychologie studiert. Das haben wir bisher noch nicht erlebt, so ein volles Programm und diese persönliche Atmosphäre“, sagen Michael und Regina Leupold, die mit dem Zug aus Berlin angereist sind.

420 Eltern und Angehörige von Studienanfängern kamen zum Elterntag, der mit einer Feierstunde im Audimax begann – so viele wie nie zuvor. Heidelberg, Berlin, Ulm, Essen, Bremerhaven, Frammersbach, Gelsenkirchen, Hamm, Stade, Dortmund: Aus allen Ecken des Bundesgebiets reisten die Eltern an. Uni-Vizepräsident Dr. Christoph Strutz, die Bürgermeisterin der Stadt Hildesheim, Ruth Seefels, und der Vorstand der Universitätsgesellschaft, Dr. Rainer Hermeling, hießen die Eltern willkommen. Bis zum Abend standen Campus- und Stadtführungen und eine Sondervorstellung im Theater für Niedersachsen auf dem Programm.

Medienberichte

SAT.1 Fernsehen, Film, 19.10.2012

NDR, Film „Familienbesuch auf dem Kulturcampus" und Bericht, 19.10.2012

Bildergalerie vom Elterntag

 

Uni-Gesellschaft fördert mit 78 Projekten wissenschaftlichen Nachwuchs

Wiedergewählt: sitzend v.l.n.r.: Dr. Rainer Hermeling, Dr. Hartmut Häger, Dr. Hans-Peter Geyer, Helmut Grieger, Jutta Schwarzer; stehend Prof. Dr. Herbert Reyer, Vizepräsident und Geschäftsführer Dr. Christoph Strutz, Ehrenvorsitzende Dr. Lore Auerbach, Präsident Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich

Die Universitätsgesellschaft, ein Zusammenschluss von rund 300 Bürgerinnen und Bürgern, denen die Universität Hildesheim am Herzen liegt, förderte in den vergangenen drei Jahren 78 Projekte mit insgesamt 64.180 Euro.

Hauptkriterien bei der Vergabe der Fördermittel seien Nachhaltigkeit, Wertorientierung und Leistung gewesen, sagte Vorsitzender Dr. Rainer Hermeling in seinem Rechenschaftsbericht bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung. Er wünschte sich, dass das Wachstum der Universitätsgesellschaft mit dem der Universität mithalte. Aktuell sei aber ein leichter Rückgang der Mitgliederentwicklung zu bedauern: 51 Abgänge stünden 40 Eintritte gegenüber. Um gegenzusteuern, möchte der Vorstand auch neue Wege gehen. So hat er unter anderem einem studentischen Kreativ-Team die Frage gestellt, wie die Studierenden sich eine Universitätsgesellschaft vorstellen könnten. Stellvertretend berichteten  Alina Herbing und Nikolas Hoppe den Gesellschaftsmitgliedern von den wichtigsten Ergebnissen: Eine attraktive Präsentation der Leistungen im Internet und verstärkte Nutzung der modernen Medien, Vorzüge für Mitglieder durch Teilhabe an den Produkten der geförderten Projekte und ein Ort der Begegnung in der Stadt für Studierende und Bürgerschaft.

Über die Entwicklung der Universität berichtete Prof. Dr. Toni Tholen, Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs. Der Ausbau der Universität werde nach Um- und Erweiterungsbauten in Marienburg und an der Lüneburger Straße 2014 mit der Fertigstellung des Torhauses an der Tilsiter Straße abschlossen sein. Eine weitere Steigerung der Studierendenzahl über die jetzt erreichten 6.000 hinaus sei nicht beabsichtigt. Vielmehr setze die Universität auf die ständige Verbesserung ihrer wissenschaftlichen Qualität. Dafür sorgten unter anderen Forschungszentren wie das Centrum für Bildungs- und Unterrichtsforschung, das Forum Fachdidaktische Forschung, das Kompetenzzentrum Frühe Kindheit Niedersachsen, das Zentrum für Weltmusik und das Herder-Kolleg, Zentrum für transdisziplinäre Kulturforschung. Um erfolgreich dringend benötigte Drittmittel einwerben zu können, seien gerade Profiluniversitäten mit geisteswissenschaftlichem Schwerpunkt wie Hildesheim zur Vernetzung mit Forschungsverbünden aufgefordert. „Gute Forschung ist Voraussetzung und Bedingung für gute Lehre“, sagte Tholen. Eine Kennziffer für die besondere Qualität der Stiftungsuniversität sei die beachtliche Zahl der erfolgreich geführten Bleibeverhandlungen mit Professoren, die zugunsten Hildesheims einen Ruf an große und traditionsreiche Universitäten abgesagt hätten.

Ein Gastvortrag von Prof. Dr. Andreas Mojzisch, der seit 2011 im Fach Sozialpsychologie forscht und lehrt, bewies, dass Wissenschaftlichkeit und Verständlichkeit sich keineswegs ausschließen. Mit sechs prägnanten und unterhaltsam vorgetragenen Beispielen führte er die Mitglieder der Uni-Gesellschaft  sehr gekonnt in „Die Kunst des Überzeugens“ ein und erhielt großen Beifall.

Der Vorstand der Universitätsgesellschaft beherrscht diese Kunst offenbar, denn alle Mitglieder wurden einstimmig in ihren Ämtern für weitere drei Jahre bestätigt: Vorsitzender Dr. Rainer Hermeling, stellvertretende Vorsitzende Dr. Hans-Peter Geyer und Dr. Hartmut Häger, Schatzmeister Helmut Grieger und die Beisitzer Dr. Christian Grahl, Prof. Dr. Herbert Reyer und Jutta Schwarzer.

Autor: Dr. Hartmut Häger

 

Studierende und Wissenschaftler ausgezeichnet

Anna-Christina Petermann, Karolin Obenaus und Dr. Barbara Hornberger erhielten die Förderpreise der Universitätsgesellschaft.

Während der feierlichen Immatrikulation aller Erstsemesterstudierenden Mitte Oktober 2011 wurden die Förderpreise der Universitätsgesellschaft verliehen.

Zudem wurde der DAAD-Preis für herausragende ausländische Studierende überreicht, er ging an Marion Touze, Studentin des Studiengangs Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis. Die 25-Jährige wird für ihre herausragenden universitären und interkulturellen Leistungen ausgezeichnet.

Mit den Förderpreisen der Universitätsgesellschaft Hildesheim e.V. wurden Karolin Obenaus (Fachbereich IV, beste Bachelorarbeit), Anna-Christina Petermann (Fachbereich I, beste Masterarbeit) und Dr. Barbara Hornberger (Fachbereich II, beste Dissertation) ausgezeichnet. Dr. Rainer Hermeling, Vorsitzender der Universitätsgesellschaft Hildesheim e.V., überreichte die Preise und würdigte die herausragenden wissenschaftlichen Leistungen.

Von insgesamt 21 zur Auszeichnung eingereichten, ganz hervorragenden Arbeiten der Studierenden wurden die folgenden Themen mit dem Förderpreis bedacht: „Leben mit Wölfen - Eine Einstellungsuntersuchung zur Rückkehr der Wölfe in Niedersachsen" (Bachelor), „Schulseelsorge - Ein junges kirchliches Handlungsfeld im Schulalltag und in Krisenzeiten. Der Trauerkoffer - in der Trauer füreinander da sein" (Master), „Die Neue Deutsche Welle. Geschichte, Ästhetik und Popkulturelle Bedeutung" (Dissertation). „Die Auszeichnung solcher aussergewönlichen Leistungen betrachten wir sowohl als eine Anerkennung für die Studierenden als auch für die Universität", hob Hermeling hervor.

 

Elterntag an der Stiftung Universität Hildesheim

Das Wintersemester 2011/12 begann Mitte Oktober mit einer Einführungswoche, in der die Studienanfängerinnen und Studienanfänger die Universität und die zentralen Einrichtungen kennen lernen. An einem Elterntag am Freitag, 21. Oktober, erfuhren die Eltern der neuen Studierenden in einer Feierstunde im Audimax mehr über die Universität. In Campus- und Stadtführungen lernten sie den Hochschulstandort Hildesheim kennen.

Im Rahmen einer Feierstunde im Audimax sprachen der Präsident der Stiftung Universität Hildesheim, Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich, Hildesheims Bürgermeister Ekkehard Palandt und Dr. Hartmut Häger, Universitätsgesellschaft Hildesheim e.V, Grußworte.

Prof. Dr. Kristian Folta-Schoofs, Institut für Psychologie, Stiftung Universität Hildesheim, hielt den Gastvortrag „'Dich kenne ich doch!' Neueste Erkenntnisse der Hirnforschung über das Lernen, Erkennen und Vergessen". Penelope Murdoch und Matthias Müller (Gesang und Gitarre) sowie Oliver Gross und Prof. Jürgen Attig (Klassischer Jazz) begleiteten die Feier musikalisch.

Mittags konnten die mehr als 350 Eltern die Universität in Campusführungen erkunden und in der Mensa der Universität Hildesheim, im Restaurant Am Campus oder im Hofcafé Domäne Marienburg Mittag essen. Anschließend begannen die Stadtführungen am historischen Marktplatz, unterstützt von Hildesheim Marketing. Die Abendvorstellung „Der kleine Horrorladen“ im Theater für Niedersachsen rundete den Tag in Hildesheim ab.

 

Sommerfest & Wiedereröffnung der Domäne Marienburg

Am 25. Juni 2011 wurde die Wiedereröffnung der Domäne Marienburg im Rahmen des traditionellen Sommerfestes gefeiert. Bis in die Nacht wurde ein hochkarätiges Kulturprogramm geboten. Studierende, Absolventen und Lehrende präsentierten auf sechs Bühnen, in den alten und neuen Räumen, ihre Projekte aus den Bereichen Bildende Kunst, Musik, Theater, Kabarett, Literatur und Tanz, zeigten Ausstellungen, und Installationen.

Zu Beginn des Wintersemesters 2011/12 wird eines der anspruchsvollsten Bauprojekte der Stiftung Universität Hildesheim abgeschlossen: der Umbau und die Erweiterung der denkmalgeschützten Domäne Marienburg für den Fachbereich Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation. Die kulturwissenschaftlichen Studiengänge führen Studierende aus dem gesamten deutschsprachigen Raum nach Hildesheim auf die Domäne Marienburg. Die Liegenschaft gehört zu den wertvollsten mittelalterlichen Baudenkmälern in Norddeutschland. Seit 1993 werden Bereiche der Domäne Marienburg von der Universität genutzt.

Ziel der Baumaßnahmen war es, den ursprünglichen Charakter der Liegenschaft zu erhalten, bzw. in einigen Bereichen erst wiederherzustellen und dennoch eine moderne Nutzung im 21. Jahrhundert möglich zu machen.

Die Bauaktivitäten auf der Domäne verteilten sich maßgeblich auf vier Gebäude: Neben dem Umbau der ehemaligen Stallgebäude zu Seminar- und Übungsräumen und dem Umbau des hochmittelalterlichen Palas („Hohes Haus“) zu Seminar- und Veranstaltungsräumen entstand ein moderner Theaterneubau sowie ein Hofcafé. Zudem wurde die Ver- und Entsorgungsinfrastruktur der gesamten Liegenschaft erneuert.

 
 

Flyer

Flyer "Wir fördern Bildung, Wissenschaft und Künste" der Universitätsgesellschaft Hildesheim e.V. (Förderverein)

Ehrenmitglieder

Dr. Lore Auerbach (Ehrenvorsitzende)

Dr. Wolfgang Riemann

Dipl.-Ing. Dieter Höper

 
 
Last change: 25.10.2012