Prof. Dr. Friedrich - im Spiegel der Presse 2002
Handwerkskammer und Uni Hildesheim

- Gruppenbild
Verbesserung der Lehrerausbildung als gemeinsames Projekt
Künftige Lehrerinnen und Lehrer sollen mehr Chancen erhalten, frühzeitig und intensiver die Wirtschaft kennenzulernen. Bereits bisher betreut Uni-Dozent Dr. Joachim Algermissen Praktika in der Wirtschaft. Der Nutzen liegt auf der Hand: Die Ergänzung theoretischer Kenntnisse durch praktische Erfahrungen besonders im Handwerk bringt eine andere Herangehensweise an die Arbeit in der Schule. Genau das wollen Handwerkskammer-Präsident Theodor Striegan und Universitäts-Präsident Wolfgang-Uwe Friedrich gemeinsam fördern.
Striegan will die jungen Studenten frühzeitig mit der Arbeitswelt im Handwerk vertraut machen. Denn sie werden künftig Haupt- und Realschüler unterrichten. Friedrich will das Fach Arbeit/Wirtschaft an der Uni stärken und sucht dazu Partner. “Dort, wo es sinnvoll ist, werden wir auf die Wirtschaft zugehen und gemeinsam bessere Leistungen erbringen,” erklärt der Uni-Präsident. Striegan stimmt freudig zu: “Das Handwerk bleibt eine tragende Säule unserer Wirtschaft, und wo ausgebildet wird, geht es auch um unsere Interessen.”
Kaum verwunderlich ist Professor Friedrichs Werben um konkretes Engagement: “Die Uni wird Stiftung, und eine Stiftung braucht Stifter.” Die Reaktion der Handwerkskammer: “Wir verstehen das. Für gute Leistungen soll auch gutes Geld fließen.” Drei Gesprächsrunden liegen hinter Handwerks- und Uni-Vertretern. Noch vor Weihnachten soll es ein konkretes Ergebnis geben, durch das wissenschaftliche Ausbildung und wirtschaftliche Entwicklung in Hildesheim gestärkt werden.
Universität Hildesheim stellt Antrag auf Überführung in eine Stiftung
Hildesheim, 04.12.2002
Senat entscheidet mit elf gegen eine Stimme für Reformmodell
Der Senat der Universität Hildesheim hat in seiner Sondersitzung am 18. September mit elf gegen eine Stimme für die Umwandlung der Universität in die Trägerschaft einer rechtsfähigen Stiftung des öffentlichen Rechts ausgesprochen. Seit März wurde die Stiftungsoption, die mit Einführung des neuen Niedersächsischen Hochschulgesetzes von allen Niedersächsischen Hochschulen beantragt werden kann, diskutiert.
Intensiv wurde in der vierstündigen Senatsdebatte die Stellung des Stiftungsrates diskutiert. Während Kritiker seinen Einfluss skeptisch beurteilen, weisen Befürworter auf dessen stärkere Identifikation mit der Universität Hildesheim hin.
Die Hochschulleitung hat dem Senat die Beantragung der Stiftungsform für die Universität Hildesheim auch empfohlen, um die Identifikation der jetzigen, künftigen und ehemaligen Mitglieder und Angehörigen mit ihrer Alma Mater zu fördern. Insgesamt geht es um die nachhaltige Stärkung des Universitätsstandortes Hildesheim.
Präsident Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich hob die Chancen hervor: "Wir waren bisher Objekt der Politik. Als Stiftungsuniversität können wir mehr eigenverantwortlich handeln." Die staatliche Finanzierung wird auf Basis von Zielvereinbarungen zwischen der Hochschule und dem Land ausgehandelt und vertraglich vereinbart. Die Universität Hildesheim bleibt folglich auch in neuer Rechtsform in der Verantwortung des Staates. Damit unterscheidet sich die vom NHG vorgesehene Stiftungsform für Hochschulen deutlich von amerikanischen Hochschulstiftungen, die in erheblichem Maße privat finanziert werden.
Die Übereignung von Liegenschaften als Stiftungsvermögen und der Umfang der jährlichen Finanzhilfen sind noch festzuschreiben. Der Senat hob in seinem Beschluss hervor, dass im Rahmen der Zielvereinbarungen die dauerhafte Sicherung des Lehrangebots und der Forschung sowie der fachlichen Schwerpunkte und Sonderaufgaben gewährleistet - und das heißt auch finanziell abgesichert - sein müssen.
Uni-Leitung verhandelt Stiftungsform

- Prof. Dr. Friedrich, Minister Oppermann, Dr. Grahl
Hildesheim, 20.09.2002
Der Senat der Universität Hildesheim beauftragte auf einer Sondersitzung am 21.Juni 2002 einstimmig die Hochschulleitung, Verhandlungen mit dem Niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur über die Bedingungen
zur Errichtung einer Stiftungsuniversität aufzunehmen.
Der Beschluss lautet: “Der Senat der Universität Hildesheim begrüßt die im neuen Niedersächsischen Hochschulgesetz vorgesehene Möglichkeit zur Errichtung von Stiftungshochschulen. Der Senat beauftragt die Hochschulleitung, mit dem Niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur unverzüglich Verhandlungen über die Bedingungen zur Errichtung einer Stiftungsuniversität Hildesheim gem. §§ 55 ff NHG-neu aufzunehmen.
Der Senat beauftragt die Hochschulleitung ferner, die von den vier vertretenen Gruppen, dem AStA und dem Personalrat vorgetragenen und weiter vorzutragenden Vorstellungen mit zum Gegenstand der Verhandlungen zu machen. Der Senat bittet die Hochschulleitung um einen Zwischenbericht im August 2002.”
Der Senat fasste wiederum einstimmig einen zweiten Beschluss über die Aufnahme von Verhandlungen mit der Gewerkschaft Ver.di.
Der Beschluss lautet: “Der Senat der Universität Hildesheim beauftragt das Präsidium, nicht geklärte Sachverhalte, die sich aus einer möglichen Umwandlung in eine Stiftungsuniversität ergeben, zur Absicherung der Rechte und Interessen der Beschäftigten mit der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.di) zu diskutieren, mit dem Ziel, diese vertraglich zu regeln.”
Es wurden Sondersenatssitzungen für den 21.August und den 18.September vereinbart.
Universität Hildesheim wird Stiftungsmodell prüfen

- Prof. Dr. Friedrich, Minister Oppermann, Dr. Grahl
Universität Hildesheim wird Stiftungsmodell prüfen
In Berlin führten der designierte Präsident der Universität Hildesheim, Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich (links) und Uni-Kanzler Dr. Christian Grahl (rechts) ein intensives Informationsgespräch mit dem niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur, Thomas Oppermann. Anlass des Treffens war eine Tagung zur Zukunft der Hochschulfinanzierung, zu der die Schleyer-Stiftung hochrangig nach Berlin eingeladen hatte. Friedrich lobte Reformansätze des Ministers und kündigte Dialogbereitschaft der Uni an.
In dem Gespräch mit dem niedersächsischen Wissenschaftsminister Thomas Oppermann wurde schnell deutlich, dass die Universität Hildesheim Innovationen unterstützt. Professor Friedrich erklärte: "Das Stiftungsmodell des Ministers gehört zu den interessantesten und ehrgeizigsten hochschulpolitischen Reformvorhaben in der Bundesrepublik Deutschland. Es könnte sich eines Tages als eine der wichtigsten Weichenstellungen in der deutschen Universitätsgeschichte erweisen. Die Universität Hildesheim sollte deshalb mit dem Wissenschaftsministerium noch vor Verabschiedung des neuen Hochschulgesetzes einen intensiven Dialog beginnen, in dem zu klären wäre, ob das Stiftungsmodell auch für ihre eigene erfolgreiche Weiterentwicklung vorteilhaft ist. Dabei muss die Universität großen Wert auf die zentrale Frage der Sicherung der weiterhin unverzichtbaren staatlichen Finanzierung und der Arbeitsplätze legen. Von entscheidender Bedeutung ist die Mitwirkung des Senats. Er sollte einen Beschluss über die Stiftungsfrage nur mit sehr breiter Mehrheit fassen."
Prof. Dr. Friedrich neuer Präsident

- v.l. Prof. Dr. Kierdorf, Dr. Barczaitis, Gabi Göller, Prof. Dr. Friedrich, Hans Kenn, Dirk Schmittchen, Prof. Dr. Wolfgang Werner
Konzil wählt im ersten Wahlgang mit eindeutiger Mehrheit
Die Universität Hildesheim hat Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich (49) zum neuen Präsidenten gewählt. Das Konzil der Universität entschied sich mit überzeugender Mehrheit für den vom Senat zur Wahl vorgeschlagenen Kandidaten: 41 der 48 wahlberechtigten Konzilsmitglieder votierten für Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich. Er wird sein Amt am 1. April 2002 antreten und Dr. Ulla Bosse in der Leitung der Hochschule ablösen. Im Gegensatz zu der vierjährigen Amtszeit der scheidenden Präsidentin, umfasst die Amtszeit des neuen Präsidenten knapp drei Jahre und endet am 31.12.2004, wie dies das Vorschaltgesetz zum neuen Niedersächsischen Hochschulgesetz vorsieht.
Für Vizepräsident Friedrich bedeutet das neue Amt einen nahtlosen Übergang im Arbeitsalltag: Bereits seit April 2000 ist er als Vizepräsident Mitglied der Hochschulleitung. Zu seinem Ressort zählt insbesondere der Vorsitz der Forschungskommission.
Professor Friedrich ist seit 1984 an der Universität Hildesheim, zunächst als wissenschaftlicher Angestellter und nach der Habilitation seit 1996 als Professor im Fach Politische Wissenschaft. Er lehrte außer in Hildesheim unter anderem an den Universitäten Göttingen, Hannover und Greifswald. Seit 1985 leitet Friedrich den Deutsch-Amerikanischen Arbeitskreis (DAA) eine interdisziplinäre Studiengruppe, die sich mit den deutsch-amerikanischen Beziehungen befasst. 1982/83 war er Kennedy-Fellow an der Harvard University. Seitdem ist er korrespondierendes Mitglied des dortigen Zentrums für Europastudien.


