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Dekobild im Seitenkopf Presse 2003
 

Stärkung des Lehramtstudiengangs

von links: Dr. Christian Grahl, Dr. Josef Lange, Ursula Ernst, Lutz Stratmann, Präsident Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich
von links: Dr. Christian Grahl, Dr. Josef Lange, Ursula Ernst, Lutz Stratmann, Präsident Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich

Minister Stratmann und Präsident Friedrich erzielen Einvernehmen

Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Lutz Stratmann und der Präsident der Stiftung Universität Hildesheim Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich stimmen überein, den Studiengang Lehramt an Grund,- Haupt- und Realschulen von der Universität Hannover an die Universität Hildesheim zu verlagern.

In einem mehrstufigen Verfahren sollen dabei die Interessen der in Hannover im Gebäude an der Bismarckstraße Studierenden gewahrt werden. Ab Wintersemester 2004/05 erfolgt die Neuaufnahme von Lehramtstudierenden für den Bereich Grund-, Haupt- und Realschulen dann nur noch an der Universität Hildesheim. Gleichzeitig wird die Universität Hildesheim zum Wintersemester 2004/05 das Lehramtstudium auf das konsekutive Modell umstellen. Danach werden aufeinander abgestufte Bachelor- und Masterstudiengänge eingeführt. Dieses konsekutive Modell dient der Angleichung der Studiengänge im europäischen Hochschulraum (Bologna-Prozess).

An dem abschließenden Gespräch nahmen auch der Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Josef Lange, Universitätsvizepräsident Dr. Christian Grahl und die Hildesheimer CDU-Landtagsabgeordnete Ursula Ernst, teil. Alle zeigten sich überzeugt, dass Hildesheim besonders geeignet ist, die Aufgaben gut zu bewältigen. Präsident Friedrich erklärte: “Exzellenz in der Lehrerausbildung ist unser Programm.” Die Abgeordnete Ernst zählt zu den Absolventinnen der Hildesheimer Universität. Sie setzt sich nachhaltig für eine Stärkung der Stiftungsuniversität ein. Minister Stratmann ist zuversichtlich, dass dieser Schritt der Lehramtsausbildung in Niedersachsen insgesamt zugute kommt. Minister Stratmann: “Zu den Zielen meiner Politik gehört es, Stärken zu stärken. Die Verlagerung des Lehramtstudiengangs nach Hildesheim ist ein wesentlicher Beitrag dazu.

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Auftakttreffen des Doktorandenkollegs

Prof. Dr. Friedrich mit dem Doktorandenkolleg
Prof. Dr. Friedrich mit dem Doktorandenkolleg

Hildesheim, 04.11.2003

30 Doktoranden des Promotionskollegs trafen erstmals zusammen

Es war ihr erstes Zusammentreffen im institutionellen Rahmen des Promotionskollegs. 30 Doktorandinnen und Doktoranden des Fachbereichs Erziehungs- und Sozialwissenschaften steht erstmals seit dem Sommersemester ein Forum zum Erfahrungsaustausch über ihre Forschungsarbeiten zur Verfügung. Dieses neu gegründete Doktorandenkolleg wird von der Stifterin Margot Möller-Meyer finanziert.

Es dient den Nachwuchswissenschaftlern zur Kommunikation und wechselseitigen kritischen Diskussion von Projekten aus unterschiedlichen Disziplinen. Nicht zuletzt soll aber auch der Erwerb und die Vertiefung fächerübergreifender wissenschaftsrelevanter Schlüsselqualifikationen gefördert werden. Mit dem Kolleg hat die Universität erstmals einen institutionellen Rahmen geschaffen, der geeignet ist, die Chancen eines zügigen und erfolgreichen Abschlusses von Promotionen zu verbessern. Die promovierenden Nachwuchswissenschaftler von heute übernehmen morgen die Verantwortung in führenden Positionen. Es liegt deshalb im Interesse der Universität, sie auf ihre künftigen Aufgaben in der Gesellschaft professionell vorzubereiten.

Im Rahmen des Auftakttreffens stellte der Doktorand Stefan Oyen vom Institut für Geschichte seine “Studien zum Nachkriegsabitur 1947 und 1950 an Gymnasien in Hildesheim, Erfurt und Weimar” vor. Leitthema der zweitägigen Veranstaltung war: “Wissenschaft und Gesellschaft”. Als Gastdozent konnte der Leiter des Kollegs, Prof. Dr. Werner Brändle, den international renommierten Sozialphilosophen Prof. Dr. Hermann Lübbe von der Universität Zürich gewinnen. Er referierte unter dem Titel “Wissenschaft im Kontext politischer und ethischer Interessen”. Rhetorisch glänzend, mit vielen aktuellen Beispielen gespickt, entwickelte Lübbe in seinem Vortrag die Chancen und Risiken für die gegenwärtigen Wissenschaftler. Anknüpfend an die Tradition der Humboldtschen Universitätsidee des 19. Jahrhunderts machte er deutlich, dass die Wissenschaft dann gesellschaftlichen Nutzen erbringt, wenn man den Wissenschaftlern Raum und Zeit für ihre wissenschaftliche Neugierde und ihre Forschungsinteressen lässt. Nur so könne der Rechtfertigungsdruck, der derzeit auf den Universitäten laste, eingelöst werden. “Wissenschaft dient dem Frieden, weil sie das Prinzip der Macht durch das des Wissens ablösen will.”

Erstaunlich und erfreulich für die Doktoranden auch seine These, dass die gegenwärtige Leitfunktion der Naturwissenschaften gerade nicht die sogenannten Geisteswissenschaften bedrohe, sondern ihnen langfristig sogar nützlich sei. Und zwar deshalb, weil die Schnelligkeit des technischen Fortschritts immer stärker die Fragen nach Herkunft und Orientierung bei den Menschen wachrufe. Und gerade diese Dimensionen des Lebens seien es, die nur von den Geisteswissenschaftlern und ihrer wissenschaftlichen Kompetenz beantwortet werden könne. Uni-Präsident Prof. Dr. Friedrich bedankte sich bei dem Referenten für dessen anregenden, hochaktuellen Vortrag und er beglückwünschte die Kollegiaten zum glänzenden Auftakt ihres Forums.

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Stiftungsrat ist bestellt

Entwurf für das neue Logo der Stiftung
Entwurf für das neue Logo der Stiftung

Hildesheim, 28.05.2003

Hochkarätiges Fünferteam einstimmig bestätigt und vom Ministerium bestellt

Die 16. Sitzung des XII. Senats der Universität Hildesheim wird in die Geschichte der Universität Hildesheim eingehen. Nachdem die Hochschule bereits bei der Antragstellung auf Überführung in eine öffentlich-rechtliche Stiftung in Niedersachsen die Nase vorn hatte, behielt sie das Tempo auch bei der Besetzung des Stiftungsrats bei. Als erste Universität überreichte sie dem Ministerium die Liste der fünf künftigen Stiftungsratsmitglieder der Universität Hildesheim.

Seit Wochen hatte eine kleine Findungskommission unter dem Vorsitz des Präsidenten Prof. Friedrich über zwanzig Vorschläge diskutiert. Das Ergebnis der Sondierungen wurde am 19. Februar vom Senat bestätigt.

Die 13 Mitglieder des Uni-Senats schlagen folgende Persönlichkeiten dem Minister zur Bestellung als Stiftungsratsmitglieder vor:

Die Konstanzer Kulturwissenschaftlerin Prof. Dr. Aleida Assmann. Sie ist zurzeit Gastprofessorin an der Yale-University in den USA. Sie gehört der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Göttinger Akademie der Wissenschaften an, erhielt zahlreiche Ehrungen und Gastprofessuren und ist auch Mitglied des Senats der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Prof. Daniel Fallon ist Psychologe und war Vizepräsident der University of Maryland, bevor er Abteilungsleiter Bildungswissenschaften an der renommierten New Yorker Carnegie-Stiftung wurde. Dr. Rainer Hermeling ist einer der deutsch-amerikanischen Topmanager und Präsident von Delphi Delco Electronics mit Sitz in Wuppertal. Dr. Joachim Sartorius besuchte als Generalsekretär des Goethe-Instituts mehrfach die Universität Hildesheim. Heute ist er Generalintendant der Berliner Festspiel GmbH.

Dr. Jürgen Stark war früher Staatssekretär im Bundesfinanzministerium und ist seit 1998 Vizepräsident der Deutschen Bundesbank und Vertreter des Präsidenten im Rat der Europäischen Zentralbank. Sein besonderes Aufgabengebiet in der Bundesbank ist der Bereich Internationale Beziehungen.

Was haben die fünf Mitglieder gemeinsam? Sie alle halten das deutsche Hochschulsystem für reformbedürftig. Sie sehen in der Lehrerbildung eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben Deutschlands. Sie kennen das deutsche Universitätssystem von innen und sind außerhalb der Wissenschaft in führende Positionen aufgestiegen. Die Stiftungsuniversität Hildesheim ist in ihren Augen hervorragend geeignet, das Reformprojekt voranzubringen. Uni-Präsident Friedrich ist hoch zufrieden: “Wir haben ein exzellentes Team, das uns helfen wird, die großen Aufgaben zu bewältigen.” Zudem wählte der Senat die Informationswissenschaftlerin Prof. Dr. Christa Womser-Hacker als seine Vertreterin in den Stiftungsrat.

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Universität Hildesheim erhält Berufungsrecht

Hildesheim, 24.02.2003

Bundesweit einmaliges Maß an Hochschulautonomie

Die Universität Hildesheim hat als erste Stiftungshochschule ihren Stiftungsrat zusammengesetzt und gleichzeitig die Übertragung des Berufungsrechts beim Ministerium beantragt. Der Minister hatte den Stiftungshochschulen zugesichert, dass er den Hochschulen das Berufungsrecht übertrage, wenn der Stiftungsrat bestellt sei. Dies war bei der Universität Hildesheim zuerst der Fall. Präsident Prof. Friedrich: “Wir sind in der 600-jährigen deutschen Universitätsgeschichte die erste Hochschule, die das Berufungsrecht erhält.”

Das niedersächsiche Ministerium für Wissenschaft und Kultur teilt mit:

24.02.2003
Stiftungshochschulen können Professorinnen und Professoren selbst berufen

HANNOVER. Die fünf niedersächsischen Stiftungshochschulen können ihre Professorinnen und Professoren in Zukunft selbst berufen. Das entschied jetzt der noch amtierende Wissenschaftsminister Thomas Oppermann und machte damit Gebrauch von einer im Niedersächsischen Hochschulgesetz (NHG) eröffneten Option.

“Mit dem Berufungsrecht legen wir die für die Weiterentwicklung der Stiftungshochschulen zentrale Entscheidungskompetenz in die Hände von Hochschulpräsidium und Stiftungsrat,” erklärte Oppermann. In den vergangen Jahren hatten zahlreiche hochschulpolitische Akteure zuletzt der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft in seiner Vergleichsstudie zu den 16 deutschen Hochschulgesetzen diesen Schritt gefordert. Nach dem NHG kann das Wissenschaftsministerium sein Berufungsrecht auf die Hochschulen “in der Weise übertragen, dass das Präsidium im Einvernehmen mit dem Stiftungsrat die Professorinnen und Professoren beruft.”

Oppermann betonte, er sei mit diesem Schritt der Bitte der Stiftungshochschulen und zahlreicher designierter Mitglieder der Stiftungsräte nachgekommen. Der Verzicht des Staates auf das Berufungsrecht ist in der deutschen Hochschulgeschichte bislang einmalig. Seit dem 1. Januar sind die Universitäten Göttingen, Hildesheim und Lüneburg, die Fachhochschule Osnabrück sowie die Tierärztliche Hochschule Hannover Stiftungshochschulen.

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