Prof. Dr. Friedrich - im Spiegel der Presse 2004
Forschungsfeld Schule

- Kooperationspartner v.l. Dr. Dietmar Hintz, Dr. Jörg-Dieter Wächter, Prof. Dr. Friedrich, Dr. Margitta Rudolph
Don-Bosco-Schule und Universität unterzeichnen Kooperationsvertrag
Die Don-Bosco-Schule, Haupt- und Realschule des Bistums Hildesheim, und die Universität Hildesheim haben am 7. September 2004 in einem Kooperationsvertrag eine umfangreiche Zusammenarbeit vereinbart. Unterzeichnet wurde der Vertrag von Uni-Präsident Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich und dem Leiter der Hauptabteilung Bildung des Bischöflichen Generalvikariats, Privatdozent Dr. Jörg-Dieter Wächter.
Ziel des Vertrages ist laut Präambel die „Verbesserung der Qualität des Unterrichts in der Schule“ und die „Förderung der Ausbildung der Studierenden der Universität“. „Mit dem Vertrag wird das jahrelange gute Miteinander zwischen unserer Schule und der Universität jetzt auch schriftlich dokumentiert und zugleich erheblich ausgebaut“, betonte Dr. Dieter Hintz, Schuleiter der Don-Bosco-Schule, der bei der Unterzeichnung dabei war. 13 Lehrkräfte sind bereits als Mentoren in der Lehrerausbildung tätig, zwei weitere halten als Seminarleiter den Kontakt zur zweiten Phase der Lehrerausbildung im Studienseminar Hildesheim.
Auch Präsident Friedrich zeigte sich erfreut über diese Kooperation. Nach seinen Worten „ist es ein Anliegen der Stiftung Universität Hildesheim, auf Einrichtungen der Bürgergesellschaft, wie in diesem Fall das Bistum Hildesheim, offen zuzugehen. In einem solchen Kontext ist die Unterzeichnung des Kooperationsvertrags mit der Don-Bosco-Schule ein weiterer wichtiger Schritt." Dr. Wächter ergänzte: "Das Bistum Hildesheim hat ein hohes Interesse an der Qualität des Bildungsangebotes in Stadt und Region Hildesheim."
Kooperieren wollen Schule und Universität laut Vertrag in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik, Kath. Religion, Sport, Biologie, Arbeit/Wirtschaft und Gesellschaftlich-soziale Weltkunde (Erdkunde und Geschichte). Weitere Fächer können nach Absprache einbezogen werden. Ausdrücklich wird angestrebt, auch die Grundschule Bonifatiusschule in diese Kooperation mit einzubeziehen.
Profitieren von dieser Zusammenarbeit werden beide Seiten, so Schulleiter Hintz. Die Universität kann den Theorie-Praxis-Bezug in der Lehrerausbildung und ihre Schulbegleitforschung stärken. Zugleich werden die Schüler der Don-Bosco-Schule gefördert, Lehrkräfte weitergebildet und Unterrichtsvorhaben evaluiert.
Konkrete Beispiele der Zusammenarbeit sind laut Hintz unter anderem ein Projekt zur Lese- und Rechtschreibförderung, die Weiterentwicklung des Berufsorientierungskonzepts der Don-Bosco-Schule und die Mitarbeit von Studierenden bei der Hausaufgabenhilfe sowie im Projekt „Erwachsen werden“ von Lions-Quest. Auch das unterrichtsergänzende freiwillige Nachmittagsangebot wird von der Universitäts-Schul-Kooperation profitieren. Im Gegenzug unterstützt die Schule Forschungsprojekte der Universität und öffnet sich auch weiterhin als schulpraktischer Erfahrungsraum für die Studierenden. Außerdem arbeiten die Lehrkräfte in praxisbezogenen Seminaren mit.
Der Kooperationsvertrag wurde von Prof. Dr. Karl-Heinz Arnold und Dr. Margitta Rudolph vom Institut für Pädagogik gemeinsam mit dem Schulleitungsteam der Don-Bosco-Schule vorbereitet. Dr. Rudolph betont, „dass für die pädagogische Arbeit in den Schulen universitäre Forschung und Lehre passgenauer optimiert werden kann, wenn die Universität gezieltere und kontinuierliche Einblicke in den Mikrokosmos der schulischen Arbeit bekommt."
Uni und Schule vereinbaren Sportkooperation

- Unterzeichnung des Kooperationsvertrags. Von links im Bild: Peter Flemming, Uni-Präsident W.-U. Friedrich, Thomas Vahldiek
Hildesheim, 08.09.2004
Neues Projekt des Sportinstituts mit der Offnen Ganztagsschule Sarstedt
Das Institut für Sportwissenschaft (IfS) der Universität Hildesheim und die Offene Ganztagsschule Sarstedt (OGS) arbeiten ab sofort enger zusammen. Lehramtsstudierende haben so die Chance, unbürokratisch praktische Erfahrungen im Sportunterricht zu sammeln oder zu vertiefen, während die Sportkollegen der OGS von den Möglichkeiten des IfS profitieren können.
Die Idee zu dem neuartigen Projekt hatte Thomas Vahldiek, Fachbereichsleiter Sport der OGS und Lehrbeauftragter am Sportinstitut. Der Grundgedanke ist, Lehramtsstudierende schon während des Studiums stärker in das Alltagsleben der Schule mit einzubeziehen. Gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Mitarbeiter des Instituts, Peter Flemming, arbeitete er ein Konzept aus, das mit der jetzigen Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung durch den Präsidenten der Universität Hildesheim offiziell an den Start geht.
Den ca. 350 Sportstudenten wird nun ermöglicht, nach eigenem Ermessen im Unterricht der OGS zu hospitieren oder praktische Studien zu betreiben. Nach einer kurzen telefonischen Anmeldung kann es losgehen. Damit die Studenten wissen, welcher Unterrichtstoff wann gegeben wird, teilen Vahldiek und seine Sportkollegen ihre Unterrichtspläne der Uni mit. Die Sportdozenten reagieren ihrerseits und fördern die Verknüpfung von Theorie und Schulpraxis in einzelnen Themenbereichen ihrer Seminare. "So können zum Beispiel die Vermittlungsmodelle des Korblegers beim Basketball praktisch im Unterricht ausprobiert werden", erklärt Vahldiek und Flemming fügt hinzu: “Auch Erkenntnisse der Sporttheorie finden so ein Fundament für eine Überprüfung“.
Der zum Wintersemester 2004/05 anstehenden Änderung des bisherigen Lehramtsstudiums in den Bachelor/Master-Studiengang kommt eine weitere Möglichkeit der Praxisverknüpfung sicher zu Gute. Die Studenten sollen aber mehr als nur am Unterricht teilnehmen. Nach Vorstellung der beiden Initiatoren können sie Ausflüge, Klassenfahrten und Erlebnistage begleiten, Bundesjugendspiele, Spielturniere und alternative Sportfeste organisieren und sogar AGs an der Schule anbieten. Berührungsängste und „Praxisschock“ werden abgebaut oder vermieden, und es besteht frühzeitig die Möglichkeit, die eigene Berufswahl zu überprüfen.
Von dieser neuen Zusammenarbeit profitieren nicht nur die Studenten. Den Sportlehrern steht frei, unbürokratisch und flexibel an Seminaren des Sportinstituts teilzunehmen. "Zum Beispiel wenn Trendsportarten oder neueste Erkenntnisse zum Sport mit Jugendlichen vorgestellt werden oder aber Kollegen ihren Trampolinschein machen wollen", so Flemming. Auch die Bereitstellung der vorhandenen Fachliteratur gehört dazu. Bislang sei das nicht so ohne weiteres möglich gewesen.
Vahldieks und Flemmings Wunsch? Dass das Projekt von beiden Seiten angenommen und zu einer festen Einrichtung wird. Und: Dass sich später weitere Schulen und Uni Institute anschließen.
Kontakt: Peter Flemming, Mail: flemming@uni-hildesheim.de
Freiheit für die Hochschulen

- FTD vom 25.04.2004
Hildesheim, 04.08.2004
Niedersachsen hat als erstes Bundesland Stiftungsuniversitäten eingerichtet
Im Rahmen einer Sonderbeilage der Financial Times Deutschland zum Thema "Stiftungen" vom 25.04.2004 berichtete die Journalistin Marion Schmidt unter anderem über die Stiftung Universität Hildesheim.
(...) Der Staat zahlt jedoch weiterhin den Großteil des Haushalts für Forschung und Lehre. Über das vorhandene Geld kann die Uni jedoch frei entscheiden. "Wurde früher kameralistisch verwaltet, muss heute strategisch gehandelt werden", sagt Wolfgang-Uwe Friedrich, Präsident der Stiftungshochschule Hildesheim. Er ist begeistert von dem neuen Modell: "Die neue Rechtsorm erleichtert die Arbeit erheblich", sagt er. Will er einen Professor berufen, muss er sich nicht mehr mit dem Ministerium abstimmen. Will er das Hörsaalgebäude sanieren, kann er das nun mit privaten Firmen billiger und schneller machen. Die neue Freiheit, sagt er, habe die Effizienz und Effektivität gesteigert. Wer gestalten will muss allerdings auch Verantwortung übernehmen. Nicht alle Mitarbeiter einer Hochschule wollen das. "Das Anstaltsdenken ist nur mühsam zu überwinden", sagt er. Manch ein Professor hängt an alten Besitzständen. (...)
Wiederwahl des Präsidenten

- Prof. Dr. Friedrich
Hildesheim, 28.04.2004
Senat wählt Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich bis 2012
2003 hat die Universität Hildesheim das Jahr mit der Gründung der Stiftung Universität Hildesheim begonnen. Mit Tempo und Entschlussfreudigkeit startet sie ebenso in das Jahr 2004: Die erste Senatssitzung 2004 hatte die Wahl des Präsidenten auf der Tagesordnung.
Dem einstimmigen Vorschlag der Findungskommission folgend, hat der Senat der Universität Hildesheim am 07. Januar 2004 den derzeitigen Amtsinhaber, Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich, im ersten Wahlgang erneut zum Präsidenten der Universität gewählt und dem Stiftungsrat zur Ernennung für die Amtszeit vom 01.01.2005 bis zum 31.12.2012 vorgeschlagen.


