"Literarischer Salon" am Mittwoch, 1.2.2012 - Literarisches Gespräch zu "Michael Kohlhaas" von Heinrich von Kleist

Termin:
Mittwoch, 1. Februar 2012 um 18:00 Uhr in der Leselounge der Universitätsbibliothek.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.
„Michael Kohlhaas“ - Dichter dran! Literarisches Gespräch zu einem Klassiker von Heinrich von Kleist.
Für diese Geschichte einer Eskalation greift Heinrich von Kleist, der bedeutendste literarische Jubilar im Jahr 2011, nach einer alten Chronik: „An den Ufern der Havel lebte, um die Mitte des sechzehnten Jahrhunderts, ein Rosshändler, namens Michael Kohlhaas, Sohn eines Schulmeisters, einer der rechtschaffensten zugleich und entsetzlichsten Menschen seiner Zeit.“ Wir erahnen bald nach diesem ersten Satz, wie sehr das Gerechtigkeitsempfinden dieses nach dem Erzengel benannten Mannes herausgefordert werden wird. Dabei will er zunächst nur mit ein paar Pferden eine Landesgrenze überschreiten. Alles wird er sich nicht bieten lassen, sein Wissen um die gebrechliche Einrichtung der Welt hin oder her. Wir sind gespannt auf einen Austausch mit Ihnen zu diesem ebenso brisanten wie verstörenden Meisterwerk.
31.01.2012 - Buchpräsentation und Lesung mit Ian Kershaw: "Das Ende: Kampf bis in den Untergang - NS-Deutschland 1944/45"
Termin:
Dienstag, 31.01.2012, 19:00 Uhr im Audimax der Universität Hildesheim.
Eintrittskarten zum Preis von 10,- Euro (7,50 Euro für Schüler und Studenten) erhalten Sie ab sofort in den Hildesheimer Decius-Filialen und in der Universitätsbibliothek.
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung DECIUS in Hildesheim und dem Institut für Geschichte der Universität Hildesheim.
Auf Einladung der Decius-Buchhandlung Hildesheim stellt Ian Kershaw sein neues Buch "Das Ende: Kampf bis in den Untergang - NS-Deutschland 1944/45" am 31.01.2012 im Audimax der Universität Hildesheim vor.
"Zwischen dem gescheiterten Hitler-Attentat im Juli 1944 und der Kapitulation im Mai 1945 starben 2,6 Millionen deutsche Soldaten, so viele wie in allen vier Vorjahren zusammen. Warum leistete Nazi-Deutschland so lange Widerstand? Der Historiker Ian Kershaw skizziert die Anatomie einer Selbstzerstörung. [...]
Die Frage ist alt, aber bisher nur unbefriedigend beantwortet: zumeist mit durchsichtigen Selbstentlastungsversuchen, blankem Revisionismus oder kurzatmigen Psycho-Mystifizierungen à la 'Dämon Hitler'. Jetzt hat sich Ian Kershaw, einer der Doyens der internationalen NS-Forschung, der Frage gewidmet. 'Das Ende' seziert die zehn Monate vom gescheiterten Hitler-Attentat im Juli 1944 bis zur Kapitulationserklärung im Mai 1945. [...]
Kershaws Antwort liegt in der Analyse von 'Herrschaftsstrukturen und Mentalitäten'. Er untersucht die 'Anatomie einer Selbstzerstörung' als Erzählung ihrer komplexen menschlichen Dimensionen. Dazu gehören Gauleiter, die zu mörderischer Hochform auflaufen, Fließband-Todesurteile gegen Deserteure, Himmlers Mordkommandos gegen 'Volksschädlinge', Hitlers amokartige Vernichtungsbefehle gegen das eigene Volk ab Sommer 1944 - kurz: der ganze auf Terror basierende Machtapparat."
(Deutschlandfunk, 23.11.2011)
Ian Kershaw
geboren 1943 in England, studierte Geschichte in Liverpool und Oxford. Während Ian Kershaw als Dozent in Manchester lehrte, lernte er selbst Deutsch am dortigen Goethe-Institut und verschob seinen Schwerpunkt auf deutsche Geschichte. Über seine Anerkennung in Fachkreisen hinaus wurde er vor zehn Jahren mit einer Hitlerbiografie einem größeren Publikum bekannt.
Das Ende
Kampf bis in den Untergang - NS-Deutschland 1944/45
Originaltitel: The End. Hitler's germany, 1944-45
Originalverlag: Allen Lane an imprint of Penguin Books
Aus dem Englischen von Klaus Binder, Bernd Leineweber, Martin Pfeiffer
704 Seiten, mit Abbildungen
ISBN: 978-3-421-05807-2
€ 29,99 [D] | € 30,90 [A] | CHF 40,90* (* empf. VK-Preis)
Verlag: DVA Sachbuch
Auch als Hörbuch erhältlich
Weitere Informationen auf der Seite des Verlages ...
Rezensionen bei Perlentaucher.de ...
31.01.2012 - Lesung Christian Jostmann: Das Eis und der Tod: Scott, Amundsen und das Drama am Südpol

Termin:
Dienstag, 31.01.2012, um 17:00 Uhr in der Leselounge der Universitätsbibliothek - Eintritt frei.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Institut für Geschichte der Universität Hildesheim.
"Im Herbst 1911 brachen der Norweger Roald Amundsen und der Brite Robert Falcon Scott von ihren Basislagern am Rande des antarktischen Kontinents auf, um jenen entlegenen Punkt der Erde zu erreichen, auf den noch kein Mensch seinen Fuß gesetzt hatte - den geographischen Südpol. Jahrelang hatten sie sich auf diese Expedition vorbereitet und zahllose Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt, um ihren Traum zu verwirklichen, den viele ihrer Landsleute mit ihnen träumten. Beide hatten bereits reiche Erfahrungen im Eis gesammelt, doch waren es zwei Männer, die kaum unterschiedlicher hätten sein können. Amundsens Ziel war klar: er wollte um jeden Preis der Erste sein, der am Pol steht; Scott verstand sich als Leiter einer Gruppe von Wissenschaftlern mit vielfältigen naturkundlichen Interessen, die selbstverständlich ebenfalls die ehrgeizige Hoffnung hegten, als Erste den fernsten Süden zu erreichen.
Christian Jostmann erzählt in diesem reich bebilderten Buch die wechselhafte Geschichte der Antarktisforschung, beschreibt eindrucksvoll die Fremdheit und Monstrosität eines großartigen Naturraums, liefert immer wieder erhellende Charakterskizzen der Protagonisten und gestaltet literarisch meisterhaft den epischen Stoff eines der letzten großen Entdeckerabenteuer der Menschheit - eines Abenteuers, das jenen, die sich darauf eingelassen haben, jedes Opfer abverlangt, einigen sogar den Tod.
Christian Jostmann ist Historiker, Autor zahlreicher Bücher und schreibt regelmäßig für das Feuilleton der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG. Er hat sich für «Das Eis und der Tod» viele Jahre in die Literatur zur Polarforschung und speziell zur Expeditionsgeschichte der Unternehmungen von Robert F. Scott und Roald Amundsen eingearbeitet. Dank seiner reichen Literaturkenntnis und dank seiner erzählerischen Fähigkeiten war es ihm möglich, dieses gleichermaßen informative, spannende und literarisch gestaltete Buch über die Eroberung des Südpols zu schreiben."
Jostmann, Christian
Das Eis und der Tod
Scott, Amundsen und das Drama am Südpol
2. Auflage 2012. 320 S.: mit 37 Abbildungen und 3 Karten. Gebunden
C.H.BECK ISBN 978-3-406-62094-2
Auch als E-Book lieferbar.





