Schulmanagement: organization studies unterstützt EFQM-Prozess in Schulen
Schul-TÜV: Lehrer nehmen ihre Schule unter die Lupe
Wichtige Etappe im Qualitätsmanagement der Herman-Nohl-Schule
Die Herman-Nohl-Schule in Hildesheim ist ProReKo – Modellschule des Landes Niedersachsen. Unter dem Motto „Bildung für humane Dienste" profiliert sie sich als regionales Kompetenzzentrum des Landkreises Hildesheim für Gesundheits- und Sozialberufe. Damit die vielfältigen Schulinitiativen und Reformprojekte im Alltag greifen, widmet sich das gesamte Kollegium verstärkt dem Qualitätsmanagement. Und wenn sich eine Schule dabei an europäischen Qualitäts-Standards orientiert, die in der Wirtschaft gelten (EFQM), dann ist das schon erwähnenswert.
Nachdem im Jahr 2004 die verantwortlichen Qualitätsmanager (Assessoren) geschult und die Entscheidung im Kollegium für das alle Schulbereiche betreffende EFQM-Konzept herbeigeführt wurde, begannen unter Federführung der schulischen Qualitätsbeauftragten Cornelia Mätzing die umfangreichen Selbstbewertungen im ganzen Kollegium. Wodurch unterscheiden wir uns von anderen Schulen? Welche Ziele verfolgen wir mit welchen Strategien? Wo sind wir dabei noch nicht erfolgreich? Was sind unsere Stärken und Schwächen? Was wollen wir wie verbessern?
Die Herman-Nohl-Schule hat sich für diesen Schulentwicklungsprozess die Universität Hildesheim ins Haus geholt. Dr. Herbert Asselmeyer, Leiter der Management-Schule „organization studies“, moderierte die zweitägige Veranstaltung in den Winterferien mit über 70 Lehrkräften. Dabei waren auch Elternvertreter und Schüler. Methodisch abwechselungsreich, und mit großer Selbstdisziplin wurde der umfangreiche Kriterien-Katalog schrittweise in Gruppen und im Plenum bearbeitet. Es ging um die selbstkritische Bewertung der Schulleitung, des Schulprogramms, der Mitarbeiter und der Unterstützungssysteme.

„Zur Überraschung aller Lehrkräfte zeigte dieser Prozess, dass es sich lohnt, Schule genauer unter die Lupe zu nehmen“, freute sich Schulleiter Jens Harms. Dabei erhalte man auch positive Rückmeldung, dass die verfolgten pädagogischen Grundprinzipien, wie fächerübergreifendes und handlungsorientiertes Lernen den Umgang mit komplexen Aufgaben und Problemstellungen fördern und zur Kooperationsbereitschaft und Teamfähigkeit beitragen.
Bei dieser Bestandsaufnahme kam auch heraus, dass sich die Herman-Nohl-Schule durch zahlreiche Projekte zum regionalen Kompetenzzentrum für die Bereiche Gesundheit, Pflege, Sozialwesen und Medienpädagogik entwickelt und die Schule, vor allem die Schüler von einem großen Netzwerk an Partnerorganisationen und Betrieben in der Region profitieren.
Dieser Qualitätsmanagementprozess ist bewusst nachhaltig geplant. Wie man es vom Auto-TÜV kennt, wird sich auch diese Schule alle zwei Jahre einer strengen Form der Selbstbewertung stellen. Diese Schule wird weiter auf sich aufmerksam machen, wenn es darum geht, die Qualifizierung von Fachpersonal für die Region Hildesheim voranzutreiben und auf den in der Region auftretenden Qualifizierungsbedarf schnell zu reagieren.




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