Modul 5: Förderung von Innovation
| Bezeichnung | Förderung von Innovationen |
| Modul-verantwortlicher | Prof. Dr. Stephan Wolff |
| Themen des Moduls |
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| Zugehörigkeit | Kerncurriculum |
| Ziele des Moduls | Dieses Modul soll einerseits den Studierenden die Bedeutung des organisationalen Lernens und des Wissensmanagements für das Verstehen und für die praktische Förderung der organisatorischen Innovativität vermitteln; andererseits für methodische Aspekte von Kreativität sensibilisieren. Studierenden wird ein umfassender Einblick in verschiedene Formen von Inszenierungen gegeben, die für die Gestaltung von Entwicklungsprozessen in Organisationen förderlich sind. |
| Beschreibung des Moduls | Innovation wird in diesem Modul im Hinblick auf die Aspekte Lernen und Wissen bzw. Kreativität und Improvisation thematisiert und als ein Bestandteil der organisatorischen Intelligenz (March) verstanden. Der Umgang mit Wissen bzw. Nicht-Wissen und Lernen bzw. Nicht-Lernen ist eine zentrale Herausforderung für organisatorische Gestaltungsprozesse. In diesem Sinne wird hier Wissensmanagement weniger als Instrument des Umgangs mit vorhandenem Wissen, sondern eher als Teil der organisatorischen Innovationsförderung interpretiert und den Studierenden zugänglich gemacht. Das Thema Kreative Inszenierungen soll paradigmatisch innovative und kreative Möglichkeit der Visualisierung von Status Quo und seiner Veränderungsimplikation aufzeigen. Es soll zudem die Organisation, aber auch den Beratungsprozess selbst auf ungewohnte Weise erfahrbar machen. Damit eröffnet es den Studierenden neue Handlungsoptionen und eignet sich auch vorzüglich zum Anstoß für eine Reflexion der Rolle von Beratung und Beratern im organisatorischen Veränderungsprozess. Zudem ist ein Ausblick auf weitere erfahrungsorientierte Inszenierungsmethoden vorgesehen. |
| Inhalt | Organisationslernen und Wissensmanagement Es geht in diesem Thema um die Intelligenz von Organisationen und um die Frage, ob und wie man diese durch gezielte Maßnahmen beeinflussen kann. Ausgangspunkt ist ein Paradox: ein zentraler Aspekt der Leistungsfähigkeit von Organisationen besteht nämlich gerade darin, nicht ständig lernen zu müssen, sondern ggf. sogar gegen besseres Wissen auf überkommenen Entscheidungsregeln und Verfahrensweisen zu beharren. Organisationen können und müssen sich folglich entscheiden, was und wie viel bzw. wie wenig sie lernen, an was sie sich wie lange erinnern, wie konsequent sie einmal gemachte Erfahrungen vergessen wollen und natürlich, wie viel sie diesbezüglich zu investieren bereit sind. Sie müssen klären, wer, wie, wann, wo und warum (nicht) lernen soll, sich überlegen, woran sie messen wollen, ob tatsächlich etwas gelernt wurde bzw. ob dies letztendlich sinnvoll war. Da im Endeffekt nur Personen lernen, bleibt dem Lern- wie dem Wissensmanagement (als einer seiner wichtigsten Ausprägungen) primär die Aufgabe, hilfreiche Lern-Ökologien bzw. Kulturen des Lernens zu schaffen, die von den Mitgliedern der Organisation individuell und gemeinsam in Gruppen bzw. Teams genutzt werden können. Das Thema spannt den Bogen von grundsätzlichen Klarstellungen auf der konzeptuellen Ebene (z.B. Formen des Lernens und Wissens), über aktuelle Themen der einschlägigen fachlichen Diskussion (z.B. lernende Netzwerke, Lernen bei beschränkter Erfahrungsbasis, explizites und implizites Wissen, emotionales Lernen, Lernanlässe und -blockaden) zu Problemen der Praxis des Wissensmanagement in Organisationen. Ein besonderer Akzent wird auf die Rekonstruktion der "Intelligenz" der eigenen Organisation der Teilnehmer gelegt. Kreative Inszenierungen Wenn soziale und emotionale Kompetenzen als wesentliche Kompetenzen von Führungskräften immer stärker betont werden, dann ist es nur folgerichtig, dass das Theater, als "Methode" Veränderungsprozesse zu gestalten und zu reflektieren, den Weg auch in die Unternehmen findet. Theater zielt auf Emotionen, weckt und befreit Emotionalität auch da, wo sie unter einer dicken Schicht Rationalität verborgen ist. Theater schafft Freiräume, jenseits von Logik, Verstand und Sachzwängen, jenseits von richtig und falsch. Zuschauer gehen ins Theater, um zu erleben, was sie im Alltag fürchten und sie verlassen das Theater mit einer Idee von dem was möglich und wie es zu handhaben ist. Mit diesem Ansatz bietet sich auch Unternehmenstheater als Spielform zur Schaffung von neuen Denk- und Handlungsmöglichkeiten an. Dabei werden unterschiedliche Methoden eingesetzt: Das Inszenierte Theater, in dem ein Bild geschaffen wird und der Zuschauer sich mit dem vorgefertigten auseinandersetzt. Das Improvisierte Unternehmenstheater, bei dem die Zuschauer ihr Stück in Form von Anweisungen an die Schauspieler mitgestalten. Das Mitarbeitertheater, bei dem die Zuschauer den geschützten Raum des Zuschauerrangs verlassen und selber auf der Bühne aktiv werden. Und schließlich das Seminartheater, bei dem die Zuschauer im Seminar aktiv mit Techniken aus dem Theater arbeiten, es jedoch keine Bühne im klassischen Sinn mehr gibt. Anhand von zahlreichen Praxisbeispielen und von eigenen Erfahrungen im Rahmen des Seminars werden die Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Unternehmenstheater-Einsatz vorgestellt. Außerdem werden wir uns mit den Wirkmechanismen und dem zu erwartenden Alltagstransfer auseinandersetzen. |
| Dozent | Prof. Dr. Stephan Wolff Herkunft: Universität Hildesheim, Institut für Sozial- und Organisationspädagogik Disziplin: Psychologie, Soziologie, Erziehungswissenschaft Peter Flume Herkunft: Inhaber „Vitamin T – Theater und Training für Veränderung GbR“, Berlin Disziplin: Allgemeine Rhetorik |
| Leistungspunkte | 5 |
| Lehr-Lernmaterial | Reader |
| Lehr- und Lernformen | Im Rahmen des Moduls werden nachfolgende Lehr- und Lernformen angeboten:
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| Voraussetzung für die Teilnahme | Keine |
| Zeitpunkt (Semester) | 2. Semester |
| Häufigkeit des Angebots | Jedes 2. Semester |
| Dauer des Moduls | 1 Semester |




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