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§1 - Geltungsbereich

Die GO regelt den Ablauf der Mitgliederversammlungen (MV) der IAHE und ergänzt insoweit die jeweils gültige Satzung. Die Bestimmungen der Satzung haben jeweils Vorrang.

§2 - Ort der Geschäftsführung

Ort der Geschäftsführung ist entweder der Dienstort der Präsidentin/ des Präsidenten oder der Geschäftsführung. Die Entscheidung des Präsidiums ist der MV unmittelbar nach der Wahl der Präsidiumsmitglieder mitzuteilen.

§3 - Mitgliedsbeitrag

Der Mitgliedsbeitrag pro Kalenderjahr beträgt für

  • Full Members: 25€
  • Corresponding Members: 15€

Über die Zahlungsweise entscheidet das Präsidium.

§4 - Öffentlichkeit

Mitgliederversammlungen sind vereinsöffentlich. Der Vorstand ist berechtigt, Personen, die nicht Mitglieder der IAHE sind, als Gäste zur MV zuzulassen, sofern deren Anwesenheit erforderlich ist. Über die Zulassung weiterer Gäste entscheidet die MV mit einfacher Mehrheit.

§5 - Einberufung

Die Einberufung der MV erfolgt, entsprechend Art.7, 2 der Satzung, mindestens alle 2 Jahre. Die Einladung wird 4 Wochen vorher verschickt und enthält die Tagesordnung, die zur Beschlussfassung stehenden Anträge und – soweit erforderlich – die Wahlunterlagen.

§6 - Versammlungsleitung

  1. Die Präsidentin/der Präsident oder ihre Stellvertreter (Versammlungsleiter/VL) eröffnet die Sitzung und stellt die Ordnungsmäßigkeit der Einberufung (Form/Frist) und die Stimmberechtigung der Anwesenden fest.
  2. Bei der Wahl der Mitglieder des Präsidiums wird ein Wahlleiter aus den anwesenden Mitgliedern von der MV bestimmt.
  3. Dem Versammlungsleiter stehen alle zur Aufrechterhaltung der Ordnung erforderlichen Befugnisse zu (Wort entziehen, Ausschluss von Teilnehmern, Unterbrechung der Versammlung, Auflösung der Versammlung). Er selbst kann jederzeit zum Verfahren das Wort ergreifen.

§7 - Protokollführung

  1. Das Protokoll wird in der Regel von der Geschäftführung oder durch eine vom Präsidium benannten Person erstellt. Das Protokoll enthält Uhrzeit, Versammlungsort, Zahl der stimmberechtigt erschienenen Mitglieder, die Tagesordnung und die Gegenstände der Beschlussfassung in der Reihenfolge der Behandlung, die Beschlüsse im Wortlaut und die Abstimmungs­ergebnisse.
  2. Auf Verlangen müssen abgegebene persönliche Erklärungen in das Protokoll aufge­nommen oder diesem als besondere Anlage beigefügt werden.
  3. Die Protokolle sind binnen sechs Wochen zu erstellen, von mindestens zwei Präsidiumsmitgliedern und dem Protokollführer zu unterzeichnen und den Mitgliedern unverzüglich zugänglich zu machen.

§8 - Tagesordnung

  1. Die Tagesordnung einer ordentlichen MV muss folgende Punkte enthalten:
    1. Die vom Präsidium vorgeschlagene Tagesordnung
    2. Genehmigung des Protokolls der letzten MV
  2. Der VL stellt die in der Einladung vorgeschlagene Tagesordnung zur Diskussion; über Änderungen der Tagesordnung entscheidet die Versammlung mit einfacher Mehrheit.
  3. Die Aufnahme zusätzlicher, im Vorschlag nicht enthaltener Tagesordnungspunkte bedarf der Zweidrittelmehrheit der abgegebenen Stimmen.
  4. Über Satzungsänderungen kann nur abgestimmt werden, wenn sie in dem mit der Einladung übersandten Tagesordnungsvorschlag enthalten waren.

§9 - Behandlung von Tagesordnungspunkten

  1. Der VL eröffnet für jeden Beratungsgegenstand, der auf der Tagesordnung steht, die Aussprache.
  2. Die Versammlung kann auf Antrag die gemeinsame Beratung und Beschlussfassung von zwei oder mehr Gegenständen beschließen, sofern zwischen ihnen ein Sachzusammen­hang besteht.
  3. Sofern sie dies wünschen, erhalten zu den einzelnen Anträgen der Antragsteller zur Be­gründung und der Vorstand zur Stellungnahme das Wort.
  4. Zu jedem zur Abstimmung gelangenden Gegenstand ist eine Rednerliste aufzustellen. Zur Aussprache über den Antrag erteilt der VL das Wort in der Reihenfolge der Rednerlis­te. Die Eintragung in die Rednerliste wird in der Reihenfolge der Wortmeldungen vorge­nommen. Auf Verlangen eines Teilnehmers und bei GO-Antrag auf Schluss der Rednerliste gibt der VL die auf der Rednerliste stehenden Wortmeldungen bekannt.
  5. Der VL kann selbst zu Verfahrensfragen jederzeit das Wort ergreifen; in besonderen Fäl­len kann er Rednern außer der Reihe das Wort erteilen, wenn dies für den Gang der Verhandlung förderlich ist.
  6. Nach dem Schluss der Aussprache stellt der VL etwaige Änderungs-und Ergänzungsan­träge und anschließend den jeweiligen – ggf. entsprechend geänderten -Antrag zur Abstimmung.
  7. Vor jeder Beschlussfassung ist Befürwortern und Gegnern angemessene Gelegenheit zu geben, ihre Standpunkte vorzutragen.
  8. Mit der Abstimmung ist der TOP abgeschlossen.

§10 - Begrenzung der Redezeit

Sofern ihm dies aufgrund der zeitgerechten Abwicklung der Tagesordnung angeraten erscheint, schlägt der VL eine Begrenzung der Redezeit vor und stellt sie zur Abstimmung. Die MV entscheidet darüber mit einfacher Mehrheit.

§15 - Schlussbestimmungen

  1. Sofern diese Geschäftsordnung eine Verfahrensfrage nicht eindeutig regelt, entscheidet der VL den Gang der Handlung.
  2. Abweichungen von der GO sind nur zulässig, wenn kein Teilnehmer widerspricht.

§14 - Ausschluss von Mitgliedern

  1. Mitglieder können aus „wichtigem Grund“ vom Präsidium und der MV ausgeschlossen werden (vgl. Art. 5, 1.2 der Satzung).
  2. Wichtige Gründe können u. a. sein
    • Schädigung der IAHE in der Öffentlichkeit
    • Nichtzahlung der Mitgliedsbeiträge (Einleitung eines Ausschlussverfahrens, wenn 2 Jahresbeiträge ausstehen und auf entsprechende Mahnungen keine Reaktion erfolgte).

§13 - Verschiedenes

  1. Jeder Teilnehmer ist berechtigt, zum Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ Beiträge an­zumelden. Der VL kann verfügen, dass die Anmeldungen unter Angabe eines den Inhalt beschreibenden Stichwortes schriftlich einzureichen sind.
  2. Der VL ruft die jeweiligen Beiträge auf und eröffnet gegebenenfalls die Diskussion.
  3. Über Gegenstände, die im Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ angemeldet wurden, kann nicht abgestimmt werden.

§12 - Abstimmungen

  1. Abstimmungen erfolgen in der Regel offen durch Handzeichen. Auf Verlangen eines anwesenden Stimmberechtigten muss geheim abgestimmt werden.
  2. Alle vom Präsidium vorgeschlagenen neuen Mitglieder werden von der MV durch einfache Mehrheit aufgenommen bzw. abgelehnt (vgl. Art.3, 2.4 der Satzung).

§11 - Anträge zum Verfahren und zur Geschäftsordnung (GO-Anträge)

  1. GO-Anträge können jederzeit gestellt werden. Der VL kann verfügen, dass GO-Anträge schriftlich einzureichen sind.
  2. Über GO-Anträge ist außerhalb der Rednerliste sofort abzustimmen, nachdem der An­tragsteller und ein eventueller Gegenredner gesprochen haben.
  3. Teilnehmer, die bereits zur Sache gesprochen haben, können einen GO-Antrag auf Schluss der Debatte oder Schluss der Rednerliste nicht stellen.
  4.  Folgende Anträge zur GO sind zulässig: 
    Antrag auf
    1. Vertagung der Versammlung
    2. Absetzen des Verhandlungsgegenstandes von der Tagesordnung
    3. Übergang zur Tagesordnung
    4. Nichtbefassung mit einem Antrag
    5. Vertagung eines Verhandlungsgegenstandes
    6. Sitzungsunterbrechung
    7. Schluss der Debatte bzw. Verzicht auf Aussprache
    8. Schluss der Rednerliste
    9. Begrenzung der Redezeit
    10. Verbindung der Beratung
    11. Besondere Form der Abstimmung
    12. (Wiederholung der) Auszählung der Stimmen