Hildesheimer Model United Nations (HiMUN)

 
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Model United Nation (MUN) – was ist das?

Die Vereinten Nationen sind ein zwischenstaatlicher Zusammenschluss von 192 Staaten. Seit ihrer Gründung im Jahr 1950 wuchs diese internationale Staatengemeinschaft von 50 Gründungsmitgliedern auf das Dreifache ihrer Ursprungsgröße an. Diese Wachstumsrate zeigt deutlich, welch hoher Stellenwert der internationalen Kommunikation und der Verständigung der Völker untereinander beigemessen wird. Die wichtigsten Aufgaben der Organisation sind die Sicherung des Weltfriedens, die Einhaltung des Völkerrechts, der Schutz der Menschenrechte und die Förderung der internationalen Zusammenarbeit.

Die Modellkonferenz  der UNO (Model United Nations, MUN) ist für Studierende ein geeignetes Mittel, um sich mit der vielseitigen und vielschichtigen Arbeit der Organe der Vereinten Nationen auseinander zu setzen. Die Modellkonferenzen sind authentische Simulationen der UNO-Generalversammlung, des Sicherheitsrats oder anderer multinationaler Organe, bei denen Studierende oder Schüler den Platz der Botschafter einnehmen. Durch diese Konferenzen haben die Studierenden die Möglichkeit, sich in die Lage der Botschafter und Diplomaten eines UN-Mitgleidslandes zu versetzen und im jeweiligen Organ der Vereinten Nationen (Weltsicherheitsrat, Generalversammlung oder einer der zahlreichen Ausschüsse und Kommissionen) eigene Resolutionen zu verabschieden und die Positionen ihres Landes zu vertreten. Hierfür ist es erforderlich, dass sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer intensiv mit der jeweiligen (im Vorfeld bestimmten) Problematik auseinandersetzen und Argumentationsstrategien sowie Lösungsansätze entwickeln.

Ziel unserer Veranstaltung ist es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Lage zu versetzen, die komplexen Arbeitsabläufe und Problemstellungen innerhalb der UN zu verstehen sowie ein Verständnis für die Eigenheiten und Unterschiedlichkeiten verschiedener Länder, ihrer Kulturen und Traditionen zu entwickeln. Die Problemstellungen, mit denen sich die Studierenden befassen, werden im Plenum diskutiert; die Argumentation erfolgt aus der Sicht des Repräsentanten / der Repräsentantin eines jeweiligen Landes . Durch diese intensive Auseinandersetzung mit realen Belangen der internationalen Politik werden die Studierenden zu einer Bewertung komplexer politischer Probleme befähigt und für die oftmals schwierige Herbeiführung von Lösungen sensibilisiert.

Nicht zuletzt werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch in den bereichen Rhetorik und Verhandlungstaktik geschult, denn die ersten Bewegungen auf dem „internationalen Parkett“ sind durchaus andere, als die meisten Studierenden sie gewohnt sind. Die Kommunikation während der Sitzungen und unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern erfolgt auf Englisch; sie dient nicht zuletzt der Erweiterung der Fremdsprachenkompetenz.