Das vergangene Jahr war neben wichtigen Erfolgen für unsere Stiftungsuniversität auch ein Jahr sich äußernder Unzufriedenheit mit dem Verlauf des Bologna-Prozesses. In Gesprächen zwischen Studierenden und Lehrenden wurde sehr deutlich, dass es notwendig ist, die entstandenen Probleme in Studium und Lehre gemeinsam zu diskutieren und gemeinsame Lösungen und Verbesserungen herbeizuführen. Die bereits geleisteten Korrekturen am Bologna-Prozess sind dabei ein erster Schritt.
Um die bisherige Dynamik aufzugreifen, wurde am 20. Januar 2010 ein hochschulweiter Bologna-Thementag organisiert, zu dem der Vizepräsident für Lehre, Herr Prof. Dr. Toni Tholen, in Kooperation mit Studierendenvertretern von AStA und StuPa und dem Qualitätsmanager einlud. Ziel war es, die bundesweit geführten Diskussionen zur Bologna-Reform und zur Qualität von Studium und Lehre der letzten Monate aufzugreifen, zu bündeln und gemeinsam die nächsten Schritte zur Weiterentwicklung der Studiengänge an der Universität Hildesheim zu planen und einzuleiten.
Bei den Diskussionen in Workshops, in Institutsversammlungen sowie in einer abschließenden Vollversammlung wurden nicht nur zahlreiche Problembereiche in Studium und Lehre in den Fokus genommen und konkrete Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt. Auch wurde mit dem Bologna-Tag ein für unsere Universität wichtiger Dialogprozess angestoßen. Dieser Dialogprozess soll nachhaltig in der Universität verankert werden. Ein erster wichtiger Schritt dazu ist die Definition von fünf zentralen Handlungsfeldern zur Überarbeitung der Studiengänge in den Studienkommissionen. Diese Handlungsfelder wurden auf Grundlage der Diskussionsergebnisse am 20. Januar von der Konferenz der Studienkommissionen verabschiedet. Sie bilden in weiterer Folge die Grundlage für die Überarbeitung der Studiengänge durch die zuständigen Studienkommissionen.
Prof. Dr. Toni Tholen, Vizepräsident für Lehre
Benjamin Ditzel, Qualitätsmanager
Allgemeiner Studierendenausschuss & Studierendenparlament
Eckpunkte zur Überarbeitung der Bachelor- und Master-Studiengänge
In der Konferenz der Studienkommissionen am 20. Januar 2010 wurden die Ergebnisse des Bologna-Tages in folgenden Punkten festgehalten:
Organisation der Prüfungen und Klausuren:
bessere Abstimmung von Prüfungsterminen und Ausweitung der Prüfungszeiträume
Prüfungsformen und -methoden:
Anbieten alternativer Prüfungsmethoden und Abstimmung der Prüfungsformen auf die zu vermittelnden Kompetenzen und auf die Art der Veranstaltung
Reduzierung der Prüfungsbelastung,
insbesondere durch stärker modulorientierte Prüfungen,
Richtwert ist eine Prüfung pro Modul
Verstärkung der Wahlmöglichkeiten,
insbesondere um individuelle Schwerpunktsetzungen zu ermöglichen
Abbau von Mobilitätsbarrieren:
Einrichtung von Mobilitätsfenstern, Ausweitung bzw. bessere Nutzung von Wahlmöglichkeiten für die Anerkennung von Leistungen sowie eine stärker kompetenz- und weniger inhaltsorientierte Anerkennung von Leistungen
Diese Punkte sollen in weiterer Folge den Studienkommissionen als Handlungsempfehlung für die Weiterentwicklung der Studiengänge dienen. Erste Ergebnisse sollen bereits im Sommersemester 2010 von den Studienkommissionen beschlossen werden.
Bereits umgesetzte Maßnahmen
Korrekturen am Bologna-Prozess
Die Handlungsempfehlungen, die am Bologna-Tag im Januar 2010 zur Korrektur der Bologna-Reform universitätsweit ausgesprochen worden sind, werden zur Zeit in den QM-Studienkommissionen der Fachbereiche und in den Instituten intensiv beraten und haben auch schon zu konkreten Veränderungen in den Studienordnungen geführt.
Fachbereichsübergreifende Zwischenergebnisse:
In allen Fachbereichen werden zur Zeit alternative Arbeits- und Prüfungsformen diskutiert und erprobt.
Die Prüfungsdichte wird überprüft und reduziert.
Der Spielraum für Wahlmöglichkeiten in Bezug auf Lehrveranstaltungen wird erweitert.
Einstimmigkeit herrscht darüber, dass die Anerkennung von Studienleistungen im Ausland großzügig geregelt werden soll.
Gegen Ende des Sommersemesters werden die Studiendekane der Fachbereiche in der Senatskommission Qualitätsmanagement über den bis dahin erreichten Stand der Umsetzung der Handlungsempfehlungen berichten.
Verlängerung der Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek:
Seit dem Sommersemester 2010 ist die UB Mo. - Fr. von 9:00 - 21.00 Uhr und samstags von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet.
Frühstücksempfang & Eröffnung des Bologna-Tages, Mensa
Prof. Dr. W-U. Friedrich, Präsident der Universität Hildesheim
Prof. Dr. T. Tholen, Vizepräsident für Lehre
9:45 – 10:10 Uhr
Eröffnungsvortrag: Der Bologna-Prozess – eine kritische Bestandsaufnahme, Audimax
Dr. Schaffar, Institut für Sozialwissenschaften
10:15 – 16:00 Uhr
Informations- und Diskussionsmeile, Gebäude I & H, Erdgeschoss
Kriterien für gute Lehre: Was macht gute Lehre und was einen guten Studiengang aus? Wie werden Lernprozesse am besten angeregt und unterstützt? Was verstehen wir unter Studium? Wie kann in den Bachelor- und Master-Studiengängen das universitäre Niveau gesichert werden? Und wie müssen die Studienbedingungen sein, um die Lernprozesse bestmöglich zu unterstützen?
G 207
Prüfungsformen und Leistungsnachweise
Themen dieses Workshops sind u.a.: innovative Prüfungsformen, Vielfalt von Prüfungsformen, Abstimmung der Prüfungsformen auf die Qualifikationsziele der Module sowie Umgang mit Plagiaten.
Welche Best Practices gibt es an der Universität Hildesheim? Wo liegen noch Probleme und welche Lösungsvorschläge sind möglich? Existieren ausreichende Mobilitätsfenster? Funktioniert die Anrechnung im Ausland erbrachter Leistungen?
Was sind Schlüsselkompetenzen? Wofür werden sie gebraucht? Welches Angebot gibt es bereits an der Universität Hildesheim? Was erwarten/wünschen sich die Studierenden?
G 007
Studentische Partizipation
Wie können sich Studierende einbringen? Was sind die Aufgaben und das Selbstverständnis von studentischer Partizipation? Wie lassen sich Studium und Engagement in Gremien vereinbaren? Welche Formen studentischer Partizipation gibt es? weiterführende Informationen
J 306
2. Workshops von 12:45 – 14:15 Uhr
Was ist eine gute Lehrer/innen(aus)bildung?
J 307
Zulassung und Mobilität
Bachelor und Master, ein starker Stamm mit bunten Blättern. Themen dieses Workshops sind u.a.: Hochschulzugang, Übergang Bachelor/Master, Zulassungsbeschränkungen und Studienortwechsel.
Neben der Lehrveranstaltungsevaluation sollen weitere Evaluationsinstrumente wie Studiengangsevaluation, Evaluation der Studienbedingungen, Erstsemesterbefragungen und Absolventenstudien etabliert werden. Welche Ziele verfolgen solche Evaluationsverfahren? Welche Formen der Erhebung sind geeignet? weiterführende Informationen
G 307
Vereinbarkeit von Studium, Familie & Erwerbstätigkeit
Wie lassen sich Studium, Familie und Erwerbstätigkeit miteinander vereinbaren? Welche Voraussetzungen müssten geschaffen werden, um die Vereinbarkeit zu erleichtern? Welchen Kriterien muss ein Teilzeitstudium genügen? weiterführende Informationen
Wie kann IT die Organisation des Studiums einfacher machen? Diskutiert werden Themen wie LSF, überschneidungsarmer Stundenplan, Veranstaltungsanmeldung, Klausurplanung, Prüfungsorganisation. weiterführende Informationen
Der Bologna-Prozess im gesellschaftspolitischen Kontext
Was wir an der Universität tun können.
J 306
3. Workshops von 14:30 – 15:45 Uhr
Studierbarkeit
Keine Zeit? Zu viel Studium am Ende der Woche übrig? – Das Projekt ZEITLast an der Universität Hildesheim: Studierbarkeit auf dem Prüfstand. weiterführende Informationen
Studiengangsversammlung Master Sozial- und Organisationspädagogik
Mi. 20.01.2010, 10:15 – 12:00 Uhr
Institutsversammlung Grundschuldidaktik und Sachunterricht
Mi. 20.01.2010, 14:30 – 15:45 Uhr
Institutsversammlung Katholische Theologie
Mi. 20.01.2010, 14:30 – 15:45 Uhr
Studiengangsversammlung Bachelor Sozial- und Organisationspädagogik
Mi. 20.01.2010, 14:30 – 15:45 Uhr
Vollversammlung Pädagogische Psychologie
Mi. 20.01.2010, 9:15 – 12:00 Uhr
Fachbereich 2: Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation
Vollversammlung Szenische Künste
09.01.2010
Studiengangsversammlung für das Fach Musik in den lehramtsbezogenen Studiengängen
Mi. 20.01.2010, 12:00 Uhr
Vollversammlung Philosophie – Künste – Medien
Mi. 20.01.2010, 12:45 – 14:15 Uhr
Institutsversammlung Literaturwissenschaft und literarisches Schreiben, Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus sowie Studierende der Kulturwissenschaften mit Hauptfach Literatur
Mi. 20.01.2010, 14:00 – 15:30 Uhr
Vollversammlung Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis
Mi. 27.1.2010, 18 - 20 Uhr
Fachbereich 3: Sprach- und Informationswissenschaften
Das Studium des Faches Deutsch: zwischen Pflicht und Lust, Institutsversammlung Deutsch
Mi. 20.01.2010, 10:15 – 12:00 Uhr
Institutsversammlung englische Sprache und Literatur
Mi. 20.01.2010, 10:30 – 11:45 Uhr
Diskussion zu Stand und Entwicklung der Studiengänge Wirtschaftsinformatik und Informationsmanagement und Informationstechnologie
Mi. 20.01.2010, 10:45 – 11:45 Uhr
Studiengangsversammlung Internationale Kommunikation und Übersetzen
Mi. 20.01.2010, 14:30 – 15:45 Uhr
Studiengangsversammlung Internationale Fachkommunikation / Sprachen und Technik