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Modul-Weiterbildung

Module Organisationsmanagement im 1. Halbjahr 2010




Modul: Komplexe Strategien entwickeln

Themen des Moduls

  • Bildung und Nutzung von Strategien
  • Management des Unerwarteten

Ziele des Moduls

Dieses Modul soll ein Grundverständnis von Konzepten des strategischen Managements vermitteln, aber auch das Konzept der Strategie im Hinblick auf die organisatorische Realität ihrer Bildung, auf ihre latenten Funktionen und Nutzungen kritisch reflektieren. Gewissermaßen als Anti-These zum klassischen Strategieverständnis (als ‚Management der Erwartbaren’) soll das Weick’sche Konzept des Management des Unterwarteten vorgestellt und in seinen praktischen Implikationen erörtert werden.

Beschreibung des Moduls

Zunächst erfolgt eine Einführung und kritische Betrachtung in ausgewählte Konzepte der Strategieentwicklung und -umsetzung. Sodann wird das Konzept des ‚Management des Unerwarteten’ vorgestellt, mit Verweis auf die von Weick und seinen Mitarbeitern rekonstruierten Fallkonstellationen vertieft und anhand von Beispielen aus der eigenen Praxis der Teilnehmer reflektiert.

Inhalt

> Bildung und Nutzung von Strategien

Das Teilmodul wird eine Einführung in ausgewählte Konzepte der Strategieentwicklung bieten (Szenarios, strategische Planung, Lernende Organisation). Auf dieser Grundlage werden relevante Modelle des strategischen Managements präsentiert und in ihren Möglichkeiten diskutiert (St. Galler Management-Modell, BCG-Matrix, Portfolio, Balanced Scorecard, Kernkompetenzen). Dabei wird sowohl die Markt- als auch die Ressourcenperspektive erläutert.

Strategisches Management kann nur produktiv werden, wenn es gelingt, diese Perspektive und Ebene mit dem operativen Management im Organisationsalltag schlüssig zu verknüpfen. Dies wird an den Methoden der 'Zielvereinbarungen', an 'Potenzialanalysen', im Blick auf 'Qualitätsmanagement' und 'Innovationsmanagement' konkretisiert. Drei Anwendungsszenarien (Hochschule, Lifelong Learning, internationale Zusammenarbeit) werden die Möglichkeit bieten, die jeweils 'eigenen' Kontexte und Entwicklungsbedingungen zu reflektieren und Handlungsoptionen zu skizzieren oder zu evaluieren.

> Management des Unerwarteten

Angesichts der Komplexität und Dynamik ihrer externen und internen Umwelten sehen sich Organisationen zunehmend gefordert, sich auf unvorhersehbare Entwicklungen einzustellen, d.h. mit dem Unerwarteten kompetent umzugehen, ohne dass dabei die grundsätzliche Zuverlässigkeit leidet. Wie darin erfolgreiche Organisationen demonstrieren (die sog. HROs), sind hierfür sowohl antizipative Fähigkeiten (aktives Einstellen auf das Unerwartete), wie Bewältigungskompetenzen (gekonntes Umgehen mit eingetretenen Überraschungen) notwendig.

Leistungspunkte

5

Lehr-Lernmaterial

Reader

Lehr- und Lernformen

Im Rahmen des Moduls werden nachfolgende Lehr- und Lernformen angeboten:

  • Präsenzphasen
  • Selbstlernphasen
  • Online-Lernformen
  • Gruppenarbeiten


Voraussetzung für die Teilnahme

Hochschulzugangsberechtigung sowie Berufserfahrung.

(Für eine spätere Anrechnung des Moduls im Studiengang organization studies müssen die Zugangsvoraussetzungen für den Studiengang erfüllt sein).

Anmeldeschluss

28. Februar 2010


Modul: Förderung von Innovation

Themen des Moduls

  • Organisationslernen und Wissensmanagement
  • Kreative Inszenierungen 

Ziele des Moduls

Dieses Modul soll einerseits den Studierenden die Bedeutung des organisationalen Lernens und des Wissensmanagements für das Verstehen und für die praktische Förderung der organisatorischen Innovativität vermitteln; andererseits für methodische Aspekte von Kreativität sensibilisieren. Studierenden wird ein umfassender Einblick in verschiedene Formen von Inszenierungen gegeben, die für die Gestaltung von Entwicklungsprozessen in Organisationen förderlich sind.

Beschreibung des Moduls

Innovation wird in diesem Modul im Hinblick auf die Aspekte Lernen und Wissen bzw. Kreativität und Improvisation thematisiert und als ein Bestandteil der organisatorischen Intelligenz (March) verstanden. Der Umgang mit Wissen bzw. Nicht-Wissen und Lernen bzw. Nicht-Lernen ist eine zentrale Herausforderung für organisatorische Gestaltungsprozesse. In diesem Sinne wird hier Wissensmanagement weniger als Instrument des Umgangs mit vorhandenem Wissen, sondern eher als Teil der organisatorischen Innovationsförderung interpretiert und den Studierenden zugänglich gemacht.

Das Thema Kreative Inszenierungen soll paradigmatisch innovative und kreative Möglichkeit der Visualisierung von Status Quo und seiner Veränderungsimplikation aufzeigen. Es soll zudem die Organisation, aber auch den Beratungsprozess selbst auf ungewohnte Weise erfahrbar machen. Damit eröffnet es den Studierenden neue Handlungsoptionen und eignet sich auch vorzüglich zum Anstoß für eine Reflexion der Rolle von Beratung und Beratern im organisatorischen Veränderungsprozess. Zudem ist ein Ausblick auf weitere erfahrungsorientierte Inszenierungsmethoden vorgesehen.

Inhalt

> Organisationslernen und Wissensmanagement

Es geht in diesem Thema um die Intelligenz von Organisationen und um die Frage, ob und wie man diese durch gezielte Maßnahmen beeinflussen kann. Ausgangspunkt ist ein Paradox: ein zentraler Aspekt der Leistungsfähigkeit von Organisationen besteht nämlich gerade darin, nicht ständig lernen zu müssen, sondern ggf. sogar gegen besseres Wissen auf überkommenen Entscheidungsregeln und Verfahrensweisen zu beharren. Organisationen können und müssen sich folglich entscheiden, was und wie viel bzw. wie wenig sie lernen, an was sie sich wie lange erinnern, wie konsequent sie einmal gemachte Erfahrungen vergessen wollen und natürlich, wie viel sie diesbezüglich zu investieren bereit sind. Sie müssen klären, wer, wie, wann, wo und warum (nicht) lernen soll, sich überlegen, woran sie messen wollen, ob tatsächlich etwas gelernt wurde bzw. ob dies letztendlich sinnvoll war. Da im Endeffekt nur Personen lernen, bleibt dem Lern- wie dem Wissensmanagement (als einer seiner wichtigsten Ausprägungen) primär die Aufgabe, hilfreiche Lern-Ökologien bzw. Kulturen des Lernens zu schaffen, die von den Mitgliedern der Organisation individuell und gemeinsam in Gruppen bzw. Teams genutzt werden können.

Das Thema spannt den Bogen von grundsätzlichen Klarstellungen auf der konzeptuellen Ebene (z.B. Formen des Lernens und Wissens), über aktuelle Themen der einschlägigen fachlichen Diskussion (z.B. lernende Netzwerke, Lernen bei beschränkter Erfahrungsbasis, explizites und implizites Wissen, emotionales Lernen, Lernanlässe und -blockaden) zu Problemen der Praxis des Wissensmanagement in Organisationen. Ein besonderer Akzent wird auf die Rekonstruktion der "Intelligenz" der eigenen Organisation der Teilnehmer gelegt.

> Kreative Inszenierungen

Wenn soziale und emotionale Kompetenzen als wesentliche Kompetenzen von Führungskräften immer stärker betont werden, dann ist es nur folgerichtig, dass das Theater, als "Methode" Veränderungsprozesse zu gestalten und zu reflektieren, den Weg auch in die Unternehmen findet. Theater zielt auf Emotionen, weckt und befreit Emotionalität auch da, wo sie unter einer dicken Schicht Rationalität verborgen ist. Theater schafft Freiräume, jenseits von Logik, Verstand und Sachzwängen, jenseits von richtig und falsch. Zuschauer gehen ins Theater, um zu erleben, was sie im Alltag fürchten und sie verlassen das Theater mit einer Idee von dem was möglich und wie es zu handhaben ist. Mit diesem Ansatz bietet sich auch Unternehmenstheater als Spielform zur Schaffung von neuen Denk- und Handlungsmöglichkeiten an.

Dabei werden unterschiedliche Methoden eingesetzt:

Das Inszenierte Theater, in dem ein Bild geschaffen wird und der Zuschauer sich mit dem vorgefertigten auseinandersetzt.

Das Improvisierte Unternehmenstheater, bei dem die Zuschauer ihr Stück in Form von Anweisungen an die Schauspieler mitgestalten.

Das Mitarbeitertheater, bei dem die Zuschauer den geschützten Raum des Zuschauerrangs verlassen und selber auf der Bühne aktiv werden.

Und schließlich das Seminartheater, bei dem die Zuschauer im Seminar aktiv mit Techniken aus dem Theater arbeiten, es jedoch keine Bühne im klassischen Sinn mehr gibt.

Anhand von zahlreichen Praxisbeispielen und von eigenen Erfahrungen im Rahmen des Seminars werden die Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Unternehmenstheater-Einsatz vorgestellt. Außerdem werden wir uns mit den Wirkmechanismen und dem zu erwartenden Alltagstransfer auseinandersetzen.

Leistungspunkte

5

Lehr-Lernmaterial

Reader

Lehr- und Lernformen

Im Rahmen des Moduls werden nachfolgende Lehr- und Lernformen angeboten:

  • Präsenzphasen
  • Selbstlernphasen
  • Online-Lernformen
  • Gruppenarbeiten


Voraussetzung für die Teilnahme

Hochschulzugangsberechtigung sowie Berufserfahrung.

(Für eine spätere Anrechnung des Moduls im Studiengang organization studies müssen die Zugangsvoraussetzungen für den Studiengang erfüllt sein).

Anmeldeschluss

28. Februar 2010


Modul: Unterstützung und Reflexion von Veränderungen

Themen des Moduls

  • Changemanagement
  • Organisationsaufstellungen und Kollegiale Supervision

Ziele des Moduls

Dieses Modul qualifiziert vor dem Hintergrund eines systemischen Verständnisses von Beratung für die Gestaltung von Veränderungsprozessen. Nach einer Einführung über zentrale Konzepte des Changemanagement soll das Instrument der Organisationsaufstellungen für Veränderungsprozesse nutzbar gemacht werden. Anhand eigener Aufstellungen in der Präsenzphase sollen die Studierenden das Instrument praktisch erproben. Dabei wird die Nutzbarkeit dieses Instrument für Zwecke der kollegialen Supervision herausgearbeitet und erfahrbar gemacht. Das Modul soll sowohl für jene, die Veränderungsprozesse gestalten als auch für jene, die über den Einsatz von Berater und Beratung zu disponieren haben, Hilfestellung bieten.
 
Beschreibung des Moduls

Das Modul hat die Organisation und Abwicklung komplexer Veränderungsprozesse zum Gegenstand. Insoweit die geplante Veränderung in Organisationen mit neuen Beobachtungsmöglichkeiten zu tun hat, bietet das Instrument der Organisationsaufstellungen eine innovative und kreative Möglichkeit  der Visualisierung von Status Quo und seiner Veränderungsimplikation, sowie die Möglichkeit, die Organisation, aber auch den Veränderungsprozess selbst auf neue Weise erfahrbar zu machen.
 
Inhalt

> Changemanagement

Organisationen sind in immer rascherer Folge damit konfrontiert, sich in ihren Strukturen, Arbeitsprogrammen und Leistungen auf veränderte Umweltbedingungen einzustellen. Das Management von Veränderung ist somit für Führungskräfte zu einer zentralen Rollenanforderung geworden. Ausgehend von konkreten Fallbeispielen der Gestaltung von Veränderungsprozessen werden unterschiedliche Strategien und Ansätze der Veränderung vorgestellt und ihre Funktionalität untersucht. Die organisationstheoretischen Prämissen und Erfolgsfaktoren von Veränderung in unterschiedlichen Organisationen werden herausgearbeitet. Die Anforderungen an die unterschiedlichen Akteure, Führungskräfte, Mitarbeiter in Stabsfunktionen, Berater sind zu diskutieren. Faktoren, die über die Wandlungsfähigkeit von Organisationen Auskunft geben, sollen beobachtet und zusammengefasst werden. Die Theoriegeleitete Reflexion von praktischen Erfahrungen in der Beratung von Veränderungsprozessen bildet die Basis dieser Veranstaltung. Handlungsleitende Orientierung von Führungskräften und Beratern ist das Ziel. Der Bezug zu eigenen Erfahrungen mit Veränderungssituationen wird hergestellt.

> Organisationsaufstellungen und Kollegiale Supervision

Das Thema stellt ein wichtiges Instrument der Organisationsdiagnose und Beratung vor, das es erlaubt, organisatorische Problemkonstellationen in neuer, und damit unter Umständen auch besser bearbeitbarer Weise sichtbar und erlebbar zu machen. Interventionen können sozusagen am Modell erprobt und in ihren Konsequenzen eingeschätzt werden. Die Veranstaltung gliedert sich in die vier Abschnitte:

  • Einführung in Prinzipien und Methoden von Organisations- und Systemaufstellungen
  • Kollegiale Supervision zu eigenen Projekten in Kleingruppen
  • Aufstellung einiger Aufstellungsanliegen im Plenum
  • Alternative Möglichkeiten der Aufstellung mit Symbolen etc. für eigene Projektvorbereitungen und -reflexionen

Leistungspunkte

5

Lehr-Lernmaterial

Reader

Lehr- und Lernformen

Im Rahmen des Moduls werden nachfolgende Lehr- und Lernformen angeboten:

  • Präsenzphasen
  • Selbstlernphasen
  • Online-Lernformen
  • Gruppenarbeiten

Voraussetzung für die Teilnahme

Hochschulzugangsberechtigung sowie Berufserfahrung.

(Für eine spätere Anrechnung des Moduls im Studiengang organization studies müssen die Zugangsvoraussetzungen für den Studiengang erfüllt sein).

Anmeldeschluss

28. Februar 2010


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