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Ungleiche Partner?
von Michael Gehler, Rainer F. Schmidt, Harm-Heinrich Brandt, Rolf Steininger (Hrsg.)
Österreich und Deutschland in ihrer gegenseitigen Wahrnehmung. Historische Analysen und Vergleiche aus dem 19. und 20. Jahrhundert, Innsbruck - Wien - Bozen 2009 (688 Seiten)
Michael Gehler zeichnet eine komplexe und wechselvolle Geschichte nach: beginnend mit einem international schwach verankerten Österreich in den 1920er und 1930er Jahren, das nach dem Zweiten Weltkrieg Balanceakte zwischen Westorientierung und Neutralität versuchte, ehe am Ende im Rahmen der Großen Koalition SPÖ-ÖVP (Vranitzky-Mock) der „Weg nach Brüssel“ beschritten wurde. Das letzte Kapitel behandelt Österreich als Mitglied der Europäischen Union mit all seinen Höhe- und Tiefpunkten – von den Ratspräsidentschaften 1998 und 2006 sowie den Sanktionsmaßnahmen 2000 bis hin zum Verfassungsprozess und den jüngsten Krisen der EU.
Eine Bilanz, Chronologie, Dokumente, Glossar, Literatur- und Linkverzeichnis sowie Register runden das Buch ab.
In diesem Band der Akteneditionsreihe „Akten zur Südtirol-Politik 1945–1958“ wird anhand von über 300 Quellenstücken die südtirolpolitische Entwicklung vom Kriegsende bis zum Abschluss des Pariser Abkommens und seiner unmittelbaren Nachgeschichte dokumentiert. Beginnend im Sommer 1945, als der Wunsch zur Landeseinheit in Tirol bereits stark ausgeprägt war, wurden diplomatische Initiativen von Innsbruck und Wien aus gestartet, Propagandaaktionen eingeleitet, Kundgebungen organisiert und Massendemonstrationen durchgeführt. Nach Gründung der Südtiroler Volkspartei im Mai 1945, die für das Recht der Südtiroler auf Selbstbestimmung eintrat, sammelte man in Südtirol geheim Unterschriften für die Abhaltung einer Volksabstimmung. Doch gestatteten die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs weder auf den Außenministerkonferenzen in London und Paris noch auf der Pariser Friedenskonferenz die Ausübung des Selbstbestimmungsrechts. Allzu rasch schwenkte Außenminister Gruber auf eine Kompromisslinie ein. Das vorläufige Ergebnis war keine volle Autonomie für Südtirol allein und eine erst in weiterer Folge geregelte Rücksiedlung der Südtiroler.
Die überwiegend neuen Dokumente, die aus dem österreichischen Staatsarchiv, dem Tiroler Landesarchiv und dem SVP-Parteiarchiv stammen, erhellen die Stimmungslage im nördlichen wie südlichen Landesteil und die südtirolpolitische Meinungsbildung und Entscheidungsfindung auf staatlicher, landes- und parteipolitischer Ebene. Ein ausführliches Sach- und Personenregister runden den ersten Band dieser Reihe ab.
Tirol im 20. Jahrhundert - vom Kronland zur Europaregion
von Michael Gehler
Im vergangenen Jahrhundert erlebte Tirol Brüche, Neuorientierungen und einen Wandel wie noch nie in seiner Geschichte: vom Kronland Tirol in der Monarchie, das nach dem Ersten Weltkrieg durch die Siegermächte geteilt wurde, bis zur Bildung der "Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino", die im Rahmen der Europäischen Union die Brenner-Grenze überflüssig machte.
Michael Gehler führt in diesem Buch durch die bewegte und spannende Geschichte des gesamten Tirol im 20. Jahrhundert. Er gibt darin einen fundierten, gut lesbaren Überblick, basierend auf dem aktuellsten Stand der Forschung, ergänzt durch reiches Bildmaterial und Dokumente.
In kompaktem Überblick: die Beziehungen Österreichs zum europäischen Integrationsprozess und seine EU-Mitgliedschaft!
Die Darstellung beginnt mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs und setzt sich fort mit dem Marshall-Plan, der Mitgliedschaft in der OEEC 1948, im Europarat 1956 und der EFTA 1960 sowie den Freihandelsabkommen mit den Europäischen Gemeinschaften 1972. Dann folgen weitere Analysen zum EG-Beitrittsantrag 1989 und zu den intensiven Verhandlungen mit der EU 1993-1994, den Höhe- und Tiefpunkten der EU-Mitgliedschaft seit 1995 mit der Ratspräsidentschaft 1998, dem Regierungsboykott 2000 sowie dem Verfassungsprozess. Am Ende folgt ein Ausblick auf den EU-Vorsitz Österreichs 2006 und die gegenwärtigen Krisen der Europäischen Union.
Das Buch gibt Antworten auf die Frage, wie "Europa" ein Leitbild österreichischer Politik werden konnte - ergänzt durch zahlreiche Abbildungen, Graphiken, Tabellen und eine aktuelle Chronologie.
Gebundene Ausgabe: 506 Seiten Verlag: Studien Verlag; Auflage: 1 (August 2006) ISBN-10: 3706519135 ISBN-13: 978-3706519137 Größe und/oder Gewicht: 23,8 x 16,2 x 3,6 cm
Das Jahr 2004 markierte für die Europäische Union den bisherigen Höhepunkt der Integration: Die Erweiterung der EU um zehn neue Staaten Anfang Mai und die Unterzeichnung des vertrages über eine Verfassung für Europa Ende Oktober in Rom - ein großer Erfolg für EUROPA, doch welchen Inhalt hat dieser Begriff?
Der Band zeigt fundiert die Zusammenhänge zwischen den über die Jahrhunderte entwickelten Europa-Ideen einerseits und den nach 1945 entstandenen Institutionen Europas andererseits auf. In drei umfangreichen Hauptkapiteln spannt der Autor den großen Bogen der Geschichte Europas von der Antike bis in die jüngste Zeit.
Broschiert: 477 Seiten
Verlag: Olzog; Auflage: 1 (April 2005)
ISBN-10: 3789281298
ISBN-13: 978-3789281297
Größe und/oder Gewicht: 24 x 16,6 x 2,8 cm
Europa ist vor allen ökonomischen und monetären Definitionen zunächst eine kulturelle Einheit. Epochale Kodierungen haben die transnationale kulturelle Einheit Europas geprägt. In dieser Einführung in die europäische Literatur- und Kulturwissenschaft werden in einer Reihe epochenübergreifender, diachroner Längsschnitte formierende Grundzüge der europäischen Literatur- und Kulturgeschichte verfolgt: die Entstehung und Entwicklung der europäischen Schriftkultur (Kap. I), der Konflikt zwischen Mythos und Logos in der griechischen Dramatik und in der Rezeptionsgeschichte vor allem der großen Heroinen Antigone und Medea (Kap. II), die abendländische Diesseits-Jenseits-Kodierung als eine bis in die Gegenwart prägende Form europäischen Denkens (Kap. III), das Spannungsverhältnis zwischen Text und Bild in der europäischen Kultur (Kap. IV). Das Schlusskapitel (V) führt ein in genuin moderne Problemdialogiken wie Individualismus - Kollektivismus, Fortschrittsdenken - Rückkehrsehnsucht, Nation alismus - Europäismus und stellt den integrativen Ansatz einer modernen literarischen Texttheorie vor. In der Einleitung werden Methodiken einer europäischen Literatur- und Kulturwissenschaft auf ihren Ertrag hin diskutiert - so die Hermeneutik, die Textwissenschaft des close reading, Mentalitätsgeschichte, Rezeptionsforschung, Medien-, Kommunikations-, Gender-Theorien und Systemanalyse sowie der Begriff der Kodierung als ein Leitbegriff einer europäischen Literatur- und Kulturwissenschaft.
Broschiert: 478 Seiten Verlag: Fink (Wilhelm); Auflage: 1 (Juni 2006) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3770540603 ISBN-13: 978-3770540600 Größe und/oder Gewicht: 23,2 x 15,6 x 3,6 cm
Ansätze zu einer deutsch-italienischen Mentalitätsgeschichte (Reihe Der Villa Vigoni v. 17 )
von Silvio Vietta (Autor), Dirk Kemper (Autor), Eugenio Spedicato (Autor)
Ansätze zu einer europäisch orientierten Mentalitätsgeschichte der Moderne entstehen hier aus der Konfrontation thematisch verbundener Werke der deutschen und italienischen Literatur. Untersucht werden unter anderem die universale Europaidee der Romantik und ihre Ablösung durch nationale Konzepte, die entsprechenden Formen der Nationalliteraturgeschichtsschreibung, die Melancholie-Konzepte in der Restaurationsepoche und die nationalspezifischen Varianten des europäischen Dekadenzthemas, ferner die Positionen des europäischen Konservativismus und Ästhetizismus, die Differenz zwischen italienischem Futurismus und deutschem Expressionismus, die Bewältigungsstrategien des Ersten und Zweiten Weltkrieges und die literarische Erinnerungsarbeit am Holocaust.
Gebundene Ausgabe: 272 Seiten Verlag: Niemeyer, Tübingen; Auflage: 1 (Mai 2005) ISBN-10: 3484670177 ISBN-13: 978-3484670174 Größe und/oder Gewicht: 22,6 x 15,4 x 1,6 cm
Dieses Buch ist die erste Gesamtdarstellung zur Thematik und gibt der "ballhausplatz-Diplomatie" ein Gesicht. Von 1945 bis in die jüngste Zeit blickt die österreichische Außenpolitik auf Entscheidungen zurück, die sowohl im Konsens als auch nach Lösung zahlreicher Konflikte im Interessenabtausch getroffen werden konnten. Die Basis bilden umfassende Literatur- und Quellenarbeiten. Die verschiedenen Phasen vom Kriegsende 1945 über das "annus mirabilis" 1955 und das "annus horribilis" 2000 bis zur Gegenwart werden systematisch aufgearbeitet und eine historische Bilanz gezogen - sie ist reichhaltig und ausgehend von den Zielsetzungen der österreichischen Außenpolitik auch positiv.
2 Bände Gebundene Ausgabe: 1292 Seiten Verlag: Studien Verlag; Auflage: 1 (September 2005) ISBN-10: 3706514141 ISBN-13: 978-3706514149 Größe und/oder Gewicht: 24,8 x 16,6 x 9 cm
Transnationale Parteienkooperation der europäischen Christdemokraten
von Michael Gehler und Wolfram Kaiser
Diese Edition macht zentrale Quellen zur Kooperation christdemokratischer Parteien in Europa zwischen 1945 und 1965 erstmals für die Forschung leicht zugänglich. 222 Dokumente aus sechs Ländern veranschaulichen die Frühzeit der europäischen Integration aus der Perspektive von Parteien, die die Geschicke der jeweiligen Staaten während langer Jahre bestimmten. Ausgewertet werden Dokumente aus Deutschland, Frankreich, Österreich, der Schweiz, Belgien und den Niederlanden. Auch unterhalb der Regierungsebene wirken transnationale Netzwerke, die so zur Entwicklung einer europäischen Gesellschaft beitragen. Dieses zentrale Phänomen der westeuropäischen Nachkriegsgeschichte zeigt sich gerade an der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit von Parteien. In den ersten zwei Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg war die Kooperation christdemokratischer Parteien besonders eng. Weil sie in den Kernländern Kontinentaleuropas zum größten Teil führend an den Regierungen beteiligt waren, schlug sich diese Kooperation auch im politischen Handeln nieder. Auf institutioneller Ebene arbeiteten die europäischen Christdemokraten in den Nouvelles Equipes Internationales zusammen, der Vorläuferorganisation der heutigen Europäischen Volkspartei. Eine wichtige Rolle spielten auch die informellen Geheimtreffen im so genannten „Genfer Kreis“ zwischen 1947 und 1955 – unter Beteiligung führender Politiker wie Konrad Adenauer, Georges Bidault, Felix Hurdes und anderen. Ziel dieser Darstellung und Dokumentation ist es, die relevanten Quellen zu diesem Thema zugänglich zu machen und für die weitere Forschung zu erschließen. Hierfür haben die Herausgeber die Überlieferung in 15 Partei- und Staatsarchiven in sechs Ländern ausgewertet und kommentiert. Die ausführliche wissenschaftliche Einleitung ordnet die christdemokratische Parteienkooperation – mit Querverweisen auf die entsprechenden Quellen – in den Zusammenhang der westeuropäischen Geschichte nach 1945 ein. Ein umfassendes Politikerverzeichnis mit biographischen Angaben, ein Personenregister und eine Auswahlbibliographie ergänzen den Quellenteil. Das Buch soll sowohl die weitere Aufarbeitung der Geschichte des europäischen Integrationsprozesses erleichtern als auch zur intensiveren Beschäftigung mit der Genese transnationaler Netzwerke und politischer Kommunikation anregen.
herausgegeben mit Wolfram Kaiser, London-New York 2004 (260 pp.).
Taschenbuch: 256 Seiten Verlag: Taylor & Francis Ltd. (30. August 2004) Sprache: Englisch ISBN-10: 0714685674 ISBN-13: 978-0714685670 Größe und/oder Gewicht: 23,6 x 15,2 x 1,5 cm
This is the companion volume to Political Catholicism in Europe 1918-1945 . Christian Democratic (CD) parties became the dominant political force in post-war Western Europe, and the European People's Party is currently the largest group in the European Parliament. CD parties and political leaders like Adenauer, Schuman and De Gasperi played a particularly important role in the evolution of the 'core Europe' of the EEC/EC after 1945. This book, for the first time, reveals the roles of the CD parties in postwar Europe, systematically and from a pan-European perspective. All country chapters address the same questions about the parties' membership and social organization; their economic and social policies; and their European and international policies during the Cold War. The book also includes two survey chapters setting out the international political context for CD parties and comparing their postwar development, and two chapters on their transnational party cooperation after 1945. This volume (and its companion volume) are research based and will be accessible to undergraduate and graduate students.
As Christian Democratic parties are the least researched compared with Socialist or Communist parties, and with no CD parties in the US or the UK, hardly any useful literature exists in English which can be used on twentieth century and postwar European history courses, or more specialised history or country courses. This book therefore fills a significant gap in postwar European history, and will prove valuable to researchers and students of European studies, politics and history.
Eduard Reut-Nicolussi und die Südtirolfrage 1918-1958. Streiter für die Freiheit und die Einheit Tirols
von Michael Gehler
Sein Buch "Tirol unterm Beil" (1928) machte ihn weit über die Grenze des Landes hinaus bekannt. Für den Völkerrechtler Eduard Reut-Nicolussi (1888-1958) war die Südtirolfrage zeit seines Lebens ein Herzensanliegen; er vermittelte diese auch der internationalen Öffentlichkeit und Politik. Freiheit für Südtirol und die Einheit Tirols waren seine Ziele. In der markanten wie unbestechlichen Persönlichkeit Reut-Nicolussis spiegelt sich die dramatische Entwicklung der Südtiroler Geschichte vom Ende des Ersten Weltkrieges bis in die 1950er Jahre. Er sah es als seine Lebensaufgabe an, ein einprägsames Zeugnis für den Selbstbehauptungswillen und die Widerstandsfähigkeit seiner Landsleute zu geben, die durch den Faschismus in den 1920er und 1930er Jahren sowie durch die zentralistische Regierung Italiens nach 1945 in ihrer Existenz bedroht waren.
Teil 1: Biographie und Darstellung
Der Historiker Michael Gehler beleuchtet Leben und Wirken des aus der deutschen Sprachinsel Lusern im Trentino stammenden Juristen und Politikers, der nach seinem Einsatz als Kaiserjäger im Ersten Weltkrieg seine Südtiroler Heimat zunächst im österreichischen und dann im italienischen Parlament vertrat. Nach seiner Flucht vor den Faschisten 1927 ließ er sich in Innsbruck nieder, wo er dann als Universitätsprofessor wirkte. Sein Hauptanliegen blieb aber weiterhin eine demokratische Lösung der Südtirolfrage, die für ihn Selbstbestimmung lautete. Der Band entstand auf der Grundlage langjähriger Forschungen und des umfangreichen Privatnachlasses. Er bietet neben einer reicher Bebilderung auch ein Werkverzeichnis Eduard Reut-Nicolussis sowie Verzeichnisse von Artikeln über ihn und von einschlägiger Literatur.
Teil 2: Dokumentenedition, vorwiegend aus dem Nachlass
Der Historiker Michael Gehler hat für den Band verschiedene Archive und den umfangreichen Privatnachlass des "Herolds der Südtiroler" gesichtet. Über 900 größtenteils unbekannte Quellen zeigen vertrauliche Briefwechsel mit in- und ausländischen Kontaktleuten, geheime Berichte über die Lage in Südtirol, Vermerke über Auslandsreisen, Fühlungnahmen mit hohen Politikern, Interventionen bei Regierungsstellen und Aufzeichnungen über wiederholte Versuche zur Überwindung zahlloser politischer Hürden und italienischer Widerstände. Die Edition macht auf spannende Zusammenhänge aufmerksam und bietet immer wieder auch bislang unbekannte Details im Ringen um eine demokratische Lösung der Südtirolfrage, die für Reut-Nicolussi Selbstbestimmung lautete.
Der Historiker Michael Gehler beleuchtet in seinem zweibändigen Wer Leben und Wirken des "Herolds der Südtiroler" und bietet 900 größtenteils unbekannte Quellen [...] 15.11.2007 Hildesheimer Allgemeine Zeitung
Eduard Reut-Nicolussi (1888-1958) war Schlüsselfigur des Südtirolkonflikts. Der Historiker Michael Gehler hat sein Leben erforscht und auf vielen hundert Seiten dokumentiert. 30.01.2007 Tirol Krone
Die Wege von Österreich und Deutschland verliefen nach dem Zweiten Weltkrieg über weite Strecken sehr unterschiedlich. Während Deutschland geteilt und in die jeweiligen militärischen und wirtschaftlichen Blocksysteme eingebunden wurde, konnte Österreich mit einer Politik der Neutralität seine Einheit wahren und unabhängig werden. Während die Bundesrepublik 1952 die Montanunion und 1958 die EWG mitbegründete, beteiligte sich Österreich 1960 beim Aufbau der EFTA und profilierte sich im Europarat. Erst 1995 fanden die Nachbarn im Zuge des österreichischen Beitritts in der Europäischen Union zusammen.
Beginnend mit einem Rückblick auf die Zeit von 1815 bis 1938/45 reflektiert dieser Band die verschiedenen Beziehungs- bzw. Vergleichsebenen hinsichtlich der Besatzungs-, Entnazifizierungs-, Außen- und Sicherheitspolitik sowie des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandels. Die Parteienlandschaften sind ebenso Thema wie der Föderalismus, die Auseinandersetzung mit der vergangenheit oder der Umgang mit dem Auftrag der Geschichte (Entschädigung, Restitution, Heimatvertriebene). Behandelt werden aber auch "heiße Eisen" im bilateralen Verhältnis jüngeren Datums (Österreichs Reaktionen auf die deutsche Einheit 1989/90, der EU 14-regierungsboykott gegen Österreich 2000) und nicht zuletzt die Herausforderungen und Zukunftsaufgaben in der Union ("EU-Osterweiterung" und Schengen). Dieses inhaltlich breit und systematisch angelegte Sammelwerk stallt die komparatistische Betrachtung Österreichs und der Bundesrepublik Deutschalnd auf eine neue Forschungsbasis.
Neuerscheinung zur Entwicklung Deutschlands und Österreichs nach 1945
06.11.2007 Wiener Zeitung
Von Sarajewo zum 11. September 2001. Einzelattentate und Massenterror
von Michael Gehler (Autor), Rene Ortner (Autor)
Attentate gab es zu allen Zeiten und in allen politischen Systemen. Formen und Ziele waren aber einem Wandel unterworfen. Dieses Buch bietet einen spannenden Überblick von modernen Attentaten der Neueren Geschichte bis zum postmodernen Terrorismus des 21. Jahrhunderts. Dabei geht es um Motive, Biographien der Attentäter und Opfer, Ziele, Planung und Ablauf sowie die Auswirkungen und Folgen. Auf die jüngsten Ereignisse nach dem 11. September 2001 wird ebenfalls eingegangen. Die systematisch angelegten Beiträge ermöglichen einen internationalen Vergleich!
Beiträge u.a. zu folgenden Themen: Sarajewo 1914, Walter Rathenau 1922, Georg Elser und das Attentat auf Hitler 1939, Graf Stauffenberg und der Anschlag auf Hitler 1944, der Mord an Mahatma Ghandi 1948, das Attentat auf John F. Kennedy 1963 und Robert F. Kennedy 1968, die Südtirol-Attentate der 1960er Jahre, die Rote Armee Fraktion (RAF), die Entführung und Ermordung von Aldo Moro 1978, Izhak Rabin 1995, der 11. September 2001 und seine weltpolitischen Folgen sowie ein bilanzierender Überblick mit den aktuellen Entwicklungen.
Gebundene Ausgabe: 512 Seiten Verlag: Studien Verlag; Auflage: 1 (Mai 2007) ISBN-10: 3706540193 ISBN-13: 978-3706540193 Größe und/oder Gewicht: 24 x 16 x 3,4 cm
Attentate gab es zu allen Zeiten und in allen politischen Systemen. Formen und Ziele waren aber einem Wandel unterworfen. 21.11.2007 Hildesheimer Allgemeine Zeitung
Interview mit Prof. Dr. Michael Gehler zur Geschichte des Terrorismus und dessen Interpretation. Juni 2007 (ECHO - Salzburgs erste Nachrichtenillustrierte)
Freiheitshelden oder Terroristen?
Download des Interviews (mpg-Format 34MB) 23.04.2007 Interview beim ORF - Landesstudio Tirol
Politische Skandale als Gradmesser für den Zustand Österreichs von der ausgehenden Monarchie bis ins späte 20. Jahrhundert: Im historischen Verlauf folgen die Beiträge einem vergleichbaren Schema, in dem sie hinsichtlich der jeweiligen Affäre gelungenermaßen die Voraussetzungen und Konsequenzen sowie die Rolle des Aufdeckers, der Bühne/Öffentlichkeit und des aufnahmebereiten Publikums thematisieren. Was hat den Skandal ob Mayerling, Sixtus-Affäre, CA-Krise, die Fälle Olah und Borodajkewycz, die Habsburg-Krise, die Affären Kreisky-Peter-Wiesenthal und Frischenschlager-Reder, AKH, die Fälle Noricum, Lucona und Waldheim oder Ideologische Missgeburt/ordentliche Beschäftigungspolitik überhaupt erst zu einem solchen gemacht? Dieser Band gibt umfassend Antwort!
Gebundene Ausgabe: 776 Seiten Verlag: Studien Verlag; Auflage: 1. A., unveränd. Nachdruck (Juli 2007) ISBN-10: 3706543311 ISBN-13: 978-3706543316 Größe und/oder Gewicht: 23,6 x 16 x 5,2 cm
Hinweis: Bei Rezensionen sind grundsätzlich die genannten Hinweise aus Matthias Peter/Hans-Jürgen Schröder, Einführung in das Studium der Zeitgeschichte, UTB 1742, Paderborn - München - Wien - Zürich 1994, S. 147 zu beachten. Sie gelten auch für Fachzeitschriften und Internetseiten. Sowohl überschwengliche Lobeshymnen als auch totale Vernichtungen sind selten glaubwürdig und fallen eher auf den Autor der Rezension zurück - Besprechungen sollten mit Blick auf die Autoren fair, angemessen und ausgewogen gehalten sein, weil diese in der Regel keine Chance zu einer Erwiderung haben. Sie sind als Texte Quellen und als solche auch kritisch zu hinterfragen. Sie sagen manchmal mitunter mehr über den Rezensenten als über den Rezensierten aus. Es lohnt daher immer zu einer Publikation mehr als eine Besprechung zu konsultieren.
Vertragsunterzeichnung für eine Publikationsreihe des IfG
Am 5.5. 2008, dem Europatag des Europarates, der für ein größeres Europa steht, erfolgte die Unterzeichnung eines Vertrags für eine Publikationsreihe des Instituts für Geschichte mit dem Verlag Georg W. Olms im Verlagshaus Olms in Hildesheim. Die Reihe wird den Titel "Historische Europa-Studien. Geschichte in Erfahrung, Gegenwart und Zukunft" tragen. Für 2009 sind zwei Bände in Vorbereitung.