Zentrale Verzeichnisdienste an der Universität Hildesheim
Das Rechenzentrum der Universität Hildesheim führt seit Januar 2005 in enger Kooperation mit dem Rechenzentrum der FH Braunschweig/Wolfenbüttel ein Projekt durch, das die Einführung Zentraler Verzeichnisdienste an der Universität Hildesheim zum Ziel hat.
Ein zentrales Verzeichnis soll - der Name deutet es an - an zentraler Stelle die Stammdaten der Hochschulangehörigen aufnehmen und den Zustand ablösen, dass an vielen unterschiedlichen Stellen – in Bibliothek, im Rechenzentrum, in den Fachbereichen und im Immatrikulationsamt – Datenbestände angelegt werden, die danach nicht hinreichend gepflegt werden können und nach kürzester Zeit große Anteile an ungültigen Daten (vorzugsweise falsche Adressen) enthalten.
An dieses zentrale Verzeichnis wurden Dienste angebunden, die sowohl die Verwaltung (Immatrikulation, Rückmeldung etc.) als auch Lehre (e-learning-Systeme u.a.) und Forschung umfassen.
Einige der mit dem Projekt verbundenen - und inzwischen auch verwirklichten - Ziele waren:
Jede/r Studierende mit der Einschreibung und jede/r Bedienstete mit Aufnahme seiner Tätigkeit erhält automatisch eine Kennung für die Rechner des Rechenzentrums und eine universitäre email-Adresse, die er für die gesamte Dauer des Studiums bzw. der Beschäftigung und auf Wunsch auch darüber hinaus behält. Er wird gleichzeitig automatisch in der Bibliothek angemeldet.
Das email-System wurde dahingehend ausgebaut, dass komfortable Adress-Selektionen innerhalb der Hochschule möglich sind. Damit ist gleichzeitig die Basis geschaffen worden, viele Verwaltungsvorgänge bis hin zum Mahnwesen der Bibliothek per email abzuwickeln. Das setzt natürlich voraus, dass alle Hochschulangehörigen auch wirklich über eine Hochschul-offizielle mail-Adresse verfügen und diese nutzen.
Jede/r Hochschulangehörige erhält einen an seiner Rolle als Studierender oder Mitarbeiter orientierten, Internet-basierten Zugriff auf das zentrale Verzeichnis und über dieses Zugriff auch auf Dateien und Anwendungen. Sie/Er kann über diesen als personal web assistent (pwa) bezeichneten Zugang beispielsweise ihre/seine Stammdaten wie Adressen o.ä. ändern und ortsunabhängig auf ihre/seine Dateien zugreifen und Anwendungen nutzen; in der ersten Projekt-Phase wurde hier die Einbindung eines e-learning Systems realisiert.
Die Änderung von Passwörtern erfolgt ausschließlich über den pwa so, dass das geänderte Passwort automatisch in alle Anwendungen übertragen wird, die an das zentrale Verzeichnis angebunden sind. Diese Funktionalität wurde als erste freigeschaltet. Ferner wurde ein single sign on realisiert, so dass die einmalige Authentifizierung bei der Anmeldung den Zugriff auf alle Anwendungen ermöglicht, für die Sie als Nutzerin oder Nutzer zugelassen sind.
Seit Oktober 2006 wurde an das zentrale Verzeichnis auch ein Chipkarten-System angebunden; die Chipkarte ist seitdem als Studierenden-Ausweis und Semesterticket, als Mensakarte und Bibliotheksausweis und für die Zugangsanlage nutzbar; sie enthält auch eine Zahlfunktion - z.B. einsetzbar an den Kopiergeräten der Universität - und dient zur vereinfachten Semester-Rückmeldung über entsprechende auf dem Campus aufgestellte Bedienstationen.
Das Projekt war in seiner ersten Phase auf neun Monate (Januar bis September 2005) terminiert; zum Wintersemester 2005/06 erfolgte zum ersten Mal die Vergabe von Kennungen und email-Adressen automatisch, und Teile der beschriebenen Funktionen wurden freigegeben.