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Dienstag, 11. April 2000   / 15 Jahre

Uni setzt zukünftig auf Glasfasertechnik - Optisch schneller schalten und Daten als Licht versenden

Neues Datenkommunikationsnetz ermöglicht komplexe Multimedia-Anwendungen und Videokonferenzen

Die Universität Hildesheim kommuniziert im Datenaustausch zukünftig über ein Glasfasernetz, das heisst die Daten werden mittels Licht über Lichtwellenleiter transportiert. Vorteil dieser Technologie ist eine wesentlich größere Sicherheit der Datenübertragung und ein erhöhter Datendurchsatz. Mit der unter dem Begriff Datenkommunikationsnetz jetzt offiziell eingeweihten Netzstruktur will die Uni vor allem komplexe Multimedia-Anwendungen und zukunftsfähige Lehr- und Lernmethoden in Studium und Weiterbildung anbieten.

Dr. Erwin Wagner, Leiter des Zentrums für Fernstudium und Weiterbildung, erläuterte im Rahmen der Einweihungsfeier den Status des Projekts "Virtueller Campus" aus didaktischer und technischer Sicht. Die Flexibilität von Ort und Zeit wird in der Bildung zunehmend an Bedeutung gewinnen und nur durch den Einsatz moderner Technologien möglich.

Der Direktor des Regionalen Rechenzentrums für Niedersachsen in Hannover, Prof. Dr. Helmut Pralle, gab im Rahmen seines Fachvortrags in beeindruckender Weise einen Einblick in die Entwicklung der Netzwerktechnologie von der Vergangenheit bis in die Zukunft. Wird in diesem Jahr das sogenannte Gigabit-Wissenschaftsnetz seinen Betrieb aufnehmen, so wird als nächster Schritt zu noch schnellerer Informationsverteilung auf ein Terabit-Netz hingearbeitet.

Die Präsidentin Dr. Ulla Bosse erinnerte in ihrer Begrüßung der Gäste an den Anschluss an das Landeswissenschaftsnetz Nord vor einem Jahr. "Damals gab es viel Zittern und Bangen, ob die extern ankommenden Datenmengen vom veralteten Netz der Uni bewältigt werden könnten. Es gelang nicht: in der Videokonferenz lief der Ton den Bildern davon. Aber das war einmal" versicherte Bosse. "Innerhalb von 14 Monaten und mit einem Investitonsvolumen von 1, 3 Millionen Mark ist es der Universität heute gelungen, den Anschluss an zukunftsfähige Netztechnologien zu erhalten." so die Präsidentin.

 
 
 

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Letzte Änderung:  8.10.2014