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Mittwoch, 04. Dezember 2002   / 11 Jahre
Bild: von links: Prof. Dr. Kolb, Prof. Dr. Schumeiko, Prof. Dr. Friedrich

von links: Prof. Dr. Kolb, Prof. Dr. Schumeiko, Prof. Dr. Friedrich

Neues Studienangebot: Deutsch-Russisch-Fachübersetzer für Bautechnik

Drei Hochschulen - eine einzigartige Kooperation: Die Universität Hildesheim, die Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen und die staatliche Universität für Bauwesen im russischen Rostov am Don wollen vom Wintersemester 2003/2004 an gemeinsam qualifizierte technische übersetzer und Dolmetscher für Russisch, Deutsch und Bautechnik ausbilden. Eine entsprechende Absichtserklärung haben die Präsidenten der drei Hochschulen, Professor Dr. Johannes Kolb (Fachhochschule, links), Professor Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich (Universität Hildesheim, rechts) und Professor Dr. Victor I. Schumeiko...

Drei Hochschulen - eine einzigartige Kooperation: Die Universität Hildesheim, die Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen und die staatliche Universität für Bauwesen im russischen Rostov am Don wollen vom Wintersemester 2003/2004 an gemeinsam qualifizierte technische übersetzer und Dolmetscher für Russisch, Deutsch und Bautechnik ausbilden.

Eine entsprechende Absichtserklärung haben die Präsidenten der drei Hochschulen, Professor Dr. Johannes Kolb (Fachhochschule, links), Professor Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich (Universität Hildesheim, rechts) und Professor Dr. Victor I. Schumeiko (Universität Rostov, Bildmitte) jetzt an der Fachhochschule unterzeichnet.

Basis für das neue Studienangebot bildet eine langjährige Kooperation der Fachhochschule und der russischen Bauuniversität, die im vergangenen Jahr durch die Vereinbarung eines Doppeldiploms gekrönt worden war. Professor Dr. Georgi Airapetow und Professor Burghard Bretschneider, die an beiden Hochschulen lehren, hatten die Idee, gemeinsam mit der Universität eine wichtige Ausbildungslücke zu füllen: Im Rahmen immer intensiver werdender Wirtschaftsbeziehungen zwischen Russland und Deutschland insbesondere auf dem Bausektor mangelt es besonders an Fachübersetzern und Dolmetschern.

Die Universität Hildesheim bildet seit 1978 Fachübersetzer aus und empfahl sich mit ihrer Kompetenz im Bereich Sprachen und Technik als Kooperationspartner. In Zusammenarbeit mit dem Leiter des Instituts für Angewandte Sprachwissenschaft, Prof. Dr. Reiner Arntz, wurde das Projekt schnell konkretisiert.

Ausgangspunkt für die Realisierung des neuen Vorhabens soll der bereits akkreditierte Masterstudiengang "Sprachen und Technik" an der Uni Hildesheim bilden, der zum Wintersemester 2003/2004 die ersten Studierenden aufnehmen wird. Der viersemestrige MA-Studiengang baut auf einer übersetzerischen Grundqualifikation auf, wie sie z.B. im BA-Studiengang "Internationale Kommunikation und übersetzen" erworben wird, und führt zur Spezialisierung im Bereich der technischen Kommunikation. Im Mittelpunkt des zweijährigen Master-Programms stehen zwei Fremdsprachen.

Bisher konnten die Studierenden aus den drei angebotenen Sprachen Englisch, Französisch und Spanisch sowie aus den beiden technischen Sachfächern Elektrotechnik und Maschinenbau wählen. In diese Struktur soll sich künftig Russisch als weitere Fremdsprache einfügen. Die Russisch-Studierenden können als weiteres Sachfach Bautechnik wählen, das Professor Nikolaus Nebgen von der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen koodiniert. "Aus wissenschaftlicher und auch aus nichtwissenschaftlicher Perspektive liegt das Projekt voll im Trend", hebt Uni-Präsident Prof. Dr. Friedrich die Zukunftsorientierung der Zusammenarbeit hervor.

An der Staatlichen Universität für Bauwesen in Rostov am Don soll parallel dazu ein Studiengang für technische Fachübersetzer/Dolmetscher Deutsch-Russisch installiert werden, dessen Aufbau so weit wie möglich dem des Hildesheimer Masterstudiengangs der Universität entspricht. Die drei Hochschulen hoffen, dass sich der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) an der Finanzierung des Vorhabens beteiligt.

"Wir freuen uns sehr darüber, dass aus unserer intensiven Kooperation mit der Staatlichen Bauuniversität in Rostov jetzt auch ein Dreierbund mit der Universität Hildesheim geworden ist", sagte der Präsident der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen, Professor Kolb, "denn für die Studierenden ist es ein großer Gewinn, wenn Stärken aller drei Hochschulen in eine Ausbildung münden." Er betonte, dass das neue Studienangebot an aktuellen Anforderungen der Wirtschaft orientiert sei und den AbsolventInnen die besten Chancen für ihre berufliche Zukunft bieten werde.

 
 
 
Letzte Änderung:  4.02.2014