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Mittwoch, 12. November 2008   / 6 Jahre
Bild: Forschungsworkshop

Forschungsworkshop

Internationaler Forschungsworkshop

"Young People's Transition from Care to Adulthood" 06. bis 08.11.2008 am Institut für Sozial- und Organisationspädagogik

Vom 06. bis 08.11. 2008 diskutierten an der Universität Hildesheim 20 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus elf europäischen und außereuropäischen Ländern auf einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschungsworkshop „Young People’s Transition from Care to Adulthood“.

Die Analyse von „übergangen“ ist in den vergangenen zehn Jahren zu einem zentralen Feld der internationalen Kindheits- und Jugendforschung geworden, stellen Maren Zeller, Stefan Köngeter und Wolfgang Schröer, die verantwortlichen Wissenschaftler für diesen Bereich und Organisatoren des Workshops am Instituts für Sozial- und Organisationspädagogik, heraus. Dabei steht in der europäischen Forschung in Bezug auf die Übergänge in das Erwachsenenalter vor allem die Stärkung der Beschäftigungsfähigkeit (employability) junger Menschen und deren Wahrnehmung des Bürgerstatus (active citizenship) im Vordergrund. Weniger sind in diesem Kontext die Übergänge ins Erwachsenenalter von jungen Menschen erforscht, die in pädagogischen Settings öffentlicher Verantwortung (z.B. in der Heimerziehung oder einer Pflegefamilie) aufwachsen: Diese Gruppe ist – darauf deuten bisher alle Untersuchungen hin – im Übergang ins Erwachsenenalter einem höheren Risiko sozialer Exklusion ausgesetzt, als die Vergleichsgruppe von jungen Menschen, die in ihrer Herkunftsfamilie aufgewachsen ist.

Insgesamt steht die international vergleichende Forschung auf diesem Gebiet aber vor der Schwierigkeit, dass erhobene statistische Daten (sofern vorhanden) auf sehr unterschiedlichen Grundlagen basieren und über sehr unterschiedliche Gruppen Aussagen treffen können. Mit dem Workshop am Institut für Sozialpädagogik ist es nicht nur gelungen, dass internationale Forschungsnetzwerk Young People’s Transition from Care to Adulthood erstmals nach Deutschland zu holen, sondern auch die Kick-off-Veranstaltung zu organisieren, um die Perspektiven und Forschungsmethoden des weiteren gemeinsamen Forschungsprozess abzustecken. So wurden auf dem Workshop in Hildesheim die Grundlagen für ein gemeinsames Methodeninventars in dem international vergleichenden Forschungsprozess diskutiert, denn bisherige Sekundärauswertungen haben gezeigt, dass die existierenden Daten aufgrund erheblicher forschungsmethodischer Unterschiede kaum kompatibel sind. Die Entwicklung des gemeinsamen Methodeninventars kann als Schlüssel für die zukünftige vergleichende Forschung in diesem Themengebiet angesehen werden.

 

 
 
 
Letzte Änderung:  8.10.2014