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Donnerstag, 23. November 2000   / 14 Jahre
Bild: Prof. Dr. Ortheil

Prof. Dr. Ortheil

Hanns-Josef Ortheil erhält Kunstpreis

Land Brandenburg würdigt literarisches Gesamtwerk des Schriftsteller

Der Schriftsteller und Wissenschaftler der Universität Hildesheim Hanns-Josef Ortheil, erhält am 4. Dezember von der Brandenburger Kultusministerin Prof. Dr. Johanna Wanka den mit 30.000 Mark dotierten Kunstpreis des Landes Brandenburg.

Die Ehrung beruht auf einer Entscheidung der Jurymitglieder Karin Kiwus, Dr. Tilman Krause, Karin Saab, Doris Sossenheimer und Dr. Peter Walther. Begründung der Jury: Ortheil sei ein brillanter Erzähler der deutschen Gegenwartsliteratur, dessen Prosa sich durch atmosphärischen Reichtum und ein ungewöhnlich großes psychologisches Gespür auszeichne. Nachdem Ortheil bereits Anfang des Jahres zum ersten Mainzer Stadtschreiber im neuen Jahrtausend gewählt worden war, ist dieser Hauptpreis der Literatur eine weitere bedeutende Würdigung des Schriftstellers.

Ortheil, geboren 1951 in Köln, ist mehrfach ausgezeichneter Essayist und Erzähler. Ortheils Werke reflektieren die jüngste deutsche Vergangenheit vom Dritten Reich bis zur Gegenwart am Beispiel der Biographien einzelner Figuren. Der Autor debütierte 1979 mit dem Roman "Fermer". Darin wird die Flucht eines desertierten Soldaten durch Nachkriegsdeutschland erzählt. Einen großen Zeitroman zur Geschichte der Bundesrepublik Deutschland legt der Schriftsteller mit "Schwerenöter" 1987 vor. Nach "Faustinas Küsse" (1998) und "Im Licht der Lagune" (1999) hat der Schriftsteller in diesem Jahr den Roman "Die Nacht des Don Juan" vorgelegt und damit seine Trilogie über Kunst und Künstler des 18. Jahrhunderts abgeschlossen. Seit 1990 lehrt Hanns-Josef Ortheil an der Universität Hildesheim im Fachbereich Kulturwissenschaften und ästhetische Kommunikation und dort im Institut für deutsche Sprache und Literatur. Schwerpunkt seiner Lehrtätigkeit ist die Betreuung des in Deutschland einmaligen Diplom-Studiengangs "Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus".

 
 
 
Letzte Änderung: 12.06.2014